Arlan Fick: Entführungsopfer nun auch von Betrügern abgezockt

Azotey: Arlan Fick, der 2014 Opfer einer Entführung wurde, hat letzten Montag den Betrug und Diebstahl von zwei Ladungen Mais von ungefähr 67.000 Kilo angezeigt, deren Wert sich auf 113,9 Millionen Guaranies beläuft.

Die Männer kamen mit der angeblichen Absicht, eine Ladung Mais zu kaufen. Sie gaben Fick einen Scheck, den das Opfer einlösen konnte, womit die Gruppe das Vertrauen des Arbeiters gewann.

Tage später kehrten sie zurück, um eine weitere Ladung Mais zu kaufen, indem sie auf die gleiche Weise bezahlten, mit einem Scheck, der aber nicht gedeckt war.

Hauptkommissar Marcelino Espinoza, der die Ermittlungen in dem Fall führt, sagte, dass es vier Männer gebe, die sich angeblich dem Betrug verschrieben haben, unter einer Firma, die vorgibt, ein Getreideexporteur zu sein.

„Sie beginnen damit, dass eine Person ohne Vorstrafen ein Konto eröffnet und dann ein Scheckbuch auf ihren Namen nutzt, das dann für Zahlungen verwendet wird. Die Bande ist in den Gebieten Alto Paraná, Canindeyú und Concepción tätig“, erklärte er weiter.

Espinoza bestätigte, dass die Übergabe des Schecks am vergangenen Freitag im Wert von 113.900.000 Guaranies für zwei Ladungen Mais mit ungefähr 67 Tonnen erfolgt sei, aber bei der Einzahlung in der Bank das Opfer darüber informiert worden sei, dass die Schecks nicht gedeckt waren.

Angesichts dieser Situation reichte Fick eine Anzeige ein. Die Polizei ging dem Fall nach und untersuchte ihn, wobei es ihr gelang, einen Teil dieser Ladung zu finden.

In der Stadt Capiatá konnte man 25.000 Kilo Mais sicherstellen, der Fick gehört.

„Es handelt sich um eine Gruppe bekannter und identifizierter Betrüger: Juan Villalba, Francisco Centurión, Milciades Notario, Sinforiano Ramón Sanabria, alle mit Vorstrafen und Haftbefehlen wegen Betrugs“, sagte Espinoza.

Fick war 16 Jahre alt, als er am 2. April 2014 von der bewaffneten Gruppe der paraguayischen Volksarmee (EPP) in Paso Tuja im Distrikt Azotey entführt wurde. Neun Monate später wurde der junge Mann freigelassen, nachdem rund 500.000 US-Dollar Lösegeld gezahlt worden waren.

Wochenblatt / Ultima Hora / Beitragsbild Archiv

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2 Kommentare zu “Arlan Fick: Entführungsopfer nun auch von Betrügern abgezockt

  1. Dem Jungen bleibt auch nichts erspart. Vor einem Jahr ist sein Vater mit 60 verstorben, nun muss er mit 24/25 Jahren Geschäfte mit solch hohen Summen tätigen. Wohl auch weil er altersbedingt noch grün hinter den Ohren ist, wurde er Opfer.
    Seine Entführer (EPP) hat man bestimmt nicht zu fassen bekommen und spazieren weiter als freie Männer durch das Land.

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