Asunción: Anscheinend etwas Besonderes

Asunción: Die New York Times empfahl kürzlich 52 Reiseziele, die Leser der Zeitschrift während des letzten Jahres als inspirierend oder entzückend beschrieben. Insgesamt wurden 2.000 Orte vorgeschlagen. Asunción ist darunter.

Dass es noch viele Orte auf der Welt gibt, die es gilt zu entdecken durften die Leser der NYT Empfehlungen ausdrücken, was in 2021 ein gutes Reiseziel wäre. Einerseits verwundert es ein wenig das Paraguay auf der Liste steht, anderseits auch nicht. Lesen Sie hier die Einschätzung der Leserin.

“Es ist ein Ort, an den man gehen kann, wenn man glaubt der sinnvollste Teil einer Reise es ist Menschen zu kennenzulernen. ”

In Asunción, der Hauptstadt Paraguays, aus dem Flugzeug zu steigen, ist wie ein Ofen zu öffnen: Die Hitze beschlägt Ihre Gläser und die Luft riecht nach Dieselrauch und gegrilltem Fleisch.
Die farbenfrohen Busse, die durch die Stadt rasen, in der ich zwei Jahre lang gelebt habe, müssen zwangsläufig langsamer fahren, um die Mango- und Lapachobäume auf den Straßen zu sehen und sie nicht – wie es Brauch ist, sie zu beschädigen.

Paraguay wird manchmal als Übergangsort zwischen den Regenwäldern Brasiliens und den bolivianischen Salinen gesehen. Backpacker neigen dazu, es für seine auffälligeren Nachbarn zu überspringen. Beim Reisen geht es mir aber nicht darum, berühmte Dinge zu fotografieren, sondern um die Menschen. Und Paraguay ist der Ort, an dem mehrere Personen anbieten – wenn nicht betteln – Sie vom Flughafen abholen oder sie da hinzufahren. Diese Herzenswärme bekommen sogar Besucher zu spüren.

Wochenblatt / NYT

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6 Kommentare zu “Asunción: Anscheinend etwas Besonderes

  1. Ich finde es schön, dass es solch witzige Beiträge während dieser Coronazeit gibt.
    Ja, es gibt Menschen, die einen anbetteln, für einen etwas tun zu können. Doch nicht aus menschlicher Wärme, sondern entweder aus Geldnot oder wegen Geldschneiderei.
    Naja, und die Luft riecht meist nicht nach gegrilltem Fleisch, höchstens Sonntags nach gegrilltem Fett oder angesengten Knochen. Dafür riecht es permantent nach Müll, egal ob gerade im Verbrennungsprozeß oder noch im “Gärstadium.”
    Diese Dame muss irgendwo gut abgeschirmt gelebt haben in PY, ist vermutlich mit einer gepanzerten Limo durch die Gegend gefahren worden. Anders kann man als schon lange hier lebender nicht darüber denken.

  2. Dass Asuncion was besonderes ist, das stimmt schon.
    In Asu kann man die tiefsten und weitesten Schlaglöcher sehen, sich die Müllberge betrachten, herunterhängend Stromleitungen ausweichen, leckeren mit Abgasen frischgehaltenen in praller Sonne hängenden Fisch am Strassenrand kaufen, von der Stadtpolizei wegen Nichts abzocken lassen und in der Mittagszeit vor verschlossenen Geschäften stehen. Ganz besonders sehenwert sind die Highend Toilettenanlagen in den kleinen Strassenrestaurants und nicht vergessen einen Metzgerladen zu besuchen, den man schon von weitem riechen kann.
    Das und noch viel mehr hat Asu zu bieten, das muss man nicht unbedingt gesehen haben.

  3. Oh doch man kann anders darüber denken und ich lebe über 30 Jahre hier. Wenn ich am Flughafen angekommen war, war ich erleichtert, wieder hier zu sein, es ist doch zu meiner Heimat geworden, ich lebe freiwillig hier, das zu meinen vor mir Kommentierenden…..
    Wenn ich aber jemals anders gedacht haben würde, dann wäre ich mit Sicherheit nicht mehr hier, denn ich fühle mich wohl, wo ich lebe, sollte doch normal sein, oder…?

    1. Nun ja, wer vom Leben nicht mehr erwartet wie die angeborenen Grundbedürfnisse, der wird sich hier tatsächlich rundum wohl fühlen. An den obligatorischen Dreck, Lärm und Gestank kann man sich auf Dauer vielleicht tatsächlich gewöhnen. Sofern man womöglich auch Teil des korrupten Systems ist findet man es sogar ganz toll in PY, da man dann mit ruhigem Gewissen auf Kosten anderer wie ein König leben kann. Und wer auf Moral und Zuverlässigkeit absolut keinen Wert legt, der fühlt sich ganz bestimmt in PY wie in einem Paradies. Es sei Ihnen also unbenommen, sich hier sauwohl und glücklich zu fühlen – JEDEM DAS SEINE. Aber ein Trost für alle anderen: In Europa, speziell in Deutschland wird es schon bald auch nicht anders aussehen – Merkel mit ihrer grün-roten Bande wird es schon richten.

  4. Paragauy lohnt sich auf jeden Fall als Reiseziel. Auch hier zu leben. Das ist schon schön aus der Kälte in den Ofen auszusteigen. Als Feriengast*in und als Einwanderer*in. Aus der Zivilisation kommend fühlt man sich gleich um ein paar Jahrhunderte zurück versetzt. Als Feriengast*in oder als Einwanderer*in erlebt man hierzulande erst einmal als Ferien. Paragauy ist nicht anders als viele südländische Ferienreiseziele, Sonne, Geruch, Billigbauten. Einfach ohne Meer und öffentliche Hafenanlagen mit Infrastruktur. Die Einwanderungsbestimmungen sind wirklich weltweit einmalig, einfach und mit lebenslanger Daueraufenthaltsbewilligung. Das muss man erst einmal suchen.
    Es gibt ein paar Sachen, die nicht sein müssten, dann wäre Paragauy ein Paradies.
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    Voraussetzung für gut:
    – Genügend Geld mitbringen, um nicht mehr arbeiten zu müssen
    – Glück haben beim Immobilienkauf, dass man nicht abgezockt wird und die Papiere stimmen.
    – Glück haben beim Immobilienkauf den Sicherheitsabstand zum nächsten Eingeborenen von mindestens 20 Kilometern.
    – Glück haben bei den Rennovation, Neubau, Reparaturen von Elektrogeräten, Automobile etc.
    – Keine Landsleute kennen zu lernen und etwas mit ihnen zu tun zu haben, außer denjenigen, die einem nichts zu verkaufen haben
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    Sachen, die nicht sein müssten:
    – Überdurchschnittlich schlechte Bildung der Eingeborenen, daraus resultiert ein schlechter Service und schlecht ausgeführte Arbeiten
    – Korruption, die zwar oft billiger käme als die offizielle Buße, aber dem Land schadet.
    – Korruption in den Ämtern und Politikern, nicht unbedingt gegen Ausländer, eher zum Schaden des Landes, indem öffentliche Infrastrukturverbesserungen nicht existent sind, weil keine Gelder vorhanden, alles in der Korruption versinkt.
    – Keine Rücksichtnahme durch die Eingeborenen, da Kindergartenpolizeijustiz sich nicht zu ihrem schattigen Mangobaum hervor getraut
    – Müllabfackeln, Shwuddi 120 dB, Armut, Ignoranz, sauschlechte Erziehung
    – Anwälte, Notare, Handwerker, die erst einmal den Kindergarten nachholen müssten, um danach ihren beruflichen Weg zu beschreiten.
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    Paragauay kann ein Paradies sein, insbesondere als Feriengast oder unter Berücksichtigung einiger Punkte. Paragauy kann die Hölle sein, wenn man diese Punkte nicht beachtet, bzw. nicht weiß.
    Niemand wandert hier ein und erwartet Zustände wie in der 1. Welt. Viel Liebe, Sonne und Menschlichkeit erwartet einem hier. Aber auch unsäglich Dummheit, Ignoranz, Belästigung, Kinderarbeit durch Fachkräfte etc.

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