Asunción: “Welthauptstadt der Freundschaft“

Asunción: Dr. Artemio Bracho schiebt ein Vorhaben an, das Paraguay wohl wieder ein Stück bekannter machen könnte. Ziel ist es, Asunción als Welthauptstadt der Freundschaft zu deklarieren.

Am 19. Juni reichte Bracho den Vorschlag an den Bürgermeister von Asunción, Mario Ferreiro, ein. Nun muss der Stadtrat darüber abstimmen. Ferreiro genehmigte den Antrag. Sollte er angenommen werden müssen ihn die Vereinten Nationen verwalten.

Bracho argumentierte, dass Asunción es verdiene, die Welthauptstadt der Freundschaft zu sein. Die Metropole sei das Herzstück von Feierlichkeiten, der meisten Siege der Fußballnationalmannschaft und die Initiative des Internationalen Freundschaftstags, am 30. Juli jeden Jahres, sei hier entstanden.

„Das Vorhaben kann für die touristische Erschließung von Asunción viele Vorteile bringen“, sagte Bracho.

Seit 2011 wird der Internationale Tag der Freundschaft offiziell gefeiert. Die Vereinten Nationen haben ihn beschlossen aufgrund einer Resolution, die auf die Initiative von Bracho zurückzuführen ist.

Wochenblatt / ABC Color

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24 Kommentare zu “Asunción: “Welthauptstadt der Freundschaft“

  1. Sollte Paraguay nicht erstmal ihren Weltraumsatelliten auf die Reihe bekommen?? Welhauptstadt der Freundschaft ist ja sehr an den Haaren herbeigerufen.Vielleicht weil die Leute den Bussen immer zuwinken?!?!? Ich dachte auch mal „die sind aber freundlich, die winken mir zu“…bis ich merkte das jedesmal ein Bus hinter mir fuhr 😉 😉

  2. Kann ich nur bestätigen. Ich zum Beispiel habe mindestens zwei Millionen Amigos in Paraguay (die Steine werfenden nicht dazu gezählt). Alle lachen mir stets freundlich ins Gesicht und sagen: „Sí señor“, selbst wenn ich ihnen eben erst zu erklären versucht habe, dass die Römer schon Pflasterstraßen – mit dem Unterschied, dass diese nicht nach 14 Tagen einsackten – haben bauen können.
    Auch kann ich bestätigen, dass die Metropole, besser gesagt das Barrio rund um mein Haus, ein Herzstück von Feierlichkeiten ist, man arbeitet schließlich nicht für die Arbeit nur. Wir anderen, die nicht mitfeiern möchten lesen zwischenzeitlich in aller Ruhe ein Buch. Mit Pamir, hilft gegen Kindergartenmusik auf 120dB und Gasrüssel, sowie geschlossenen Türen und Fenstern, hilft gegen Gestank wie neben brennenden Müllhalden. Da kann man von Glück reden, wenn gerade mal wieder kein Strom vorhanden ist und man in Ruhe das Buch fertig lesen kann. Die Touristen werden begeistert sein.

    1. P.S. Insbesondere für Menschen, die sich dafür interessieren nach Paraguay auszuwandern, möchte ich der gute Ordnung halber meinem Kommentar hinzufügen, dass Sie in Paraguay in der Regel meist freundliche und aufrichtige Menschen antreffen werden, die Ihnen nichts wegnehmen wollen noch werden, aber genau so leben, wie sie schon immer gelebt haben, ihren Müll verbrennen, ihre Kindergartenmusik auf 120dB laufen lassen, den Müll des Alemanen nach Brauchbarem durchsuchen, ihre Bäume und Fallobst in ihr Grundstück wachsen lassen werden, ob Sie das nun stört oder nicht. Hier macht jeder was er will, Gesetze sind präsent, mehr aber auch nicht.
      Also nicht ganz ernst nehmen meine Kommentare, was die meisten, die sie schon kennen, sowieso nicht tun.
      Wenn Sie genügen Startkapital mitnehmen, können Sie sich auch 100ha Land leisten, Ihr Haus in die Mitte aufstellen und haben so genügen Mindestabstand zu Kindergartenmusik auf 120dB, fliegende Steine und brennende Müllhalden.

  3. Wie süß!
    Ja, in Paraguay sind wir alle Amigos. Die Motochorros sind in Wirklichkeit auch meine Freunde, sie erinnern einen daran , dass man das Teilen mit Armen als christliche Tat verstehen soll. Wer nicht teilt, wird erschossen. Punkt.
    Und meine Nachbarn, die freundschaftlich ihr Abwasser in die Strasse leiten, damit ich abends viel Gesellschaft in Form von Mücken habe und ein wohlriechender Geruch durch mein Hof strömt.
    Die Scheibenputzer putzen mir sogar ungefragt die Scheiben vom Auto…das ist wirklich freundschaftlich, da gibt man gerne ein bisschen Geld für die Freundschaft.

    1. Was schlecht ist muß man nicht schlecht reden. Es sind einfach Tatsachen. Wer das nicht sehen will muß ja gerade mit Scheuklappen durch Paraguay gehen oder sich in diesem ……… einfach wohl fühlen.

  4. Was es alles so gibt. Auf eine solch Idee muß man erst mal kommen. Ich jedenfalls habe spontan gedacht, daß das Wort „Freundschaft“ doch eher ersetzt werden sollte durch das Wort „Amigoschaft“. Aber Freunde?

  5. So eine unwahrheit hat die OEA und die UNO bis jetz nicht mal gekannt.Freunde sind es alle in Paraguay besonders wer am besten zu schummeln versteht hat die besten maedchen am freitag abend und spaeter in der woche auch noch.

  6. An Alfredo und Menschen, die meinen, ich wolle alles nur schlecht reden. Entgegen meinen Gepflogenheiten auf Einzeiler zu antworten, Folgendes:
    Es mag der Eindruck entstehen, ich meine über den Paraguayern zu stehen und gerne über sie lästere. Ohne triftigen Grund. Einfach nur um mein Können in den Vordergrund zu stellen, sozusagen als Befriedigung über sie her zu ziehen und für Dumm hinzustellen.
    Also, hergekommen bin ich sicherlich NICHT, damit ICH SEINEN Brennenden Abfallhaufen einatmen darf, inkl. gebrauchtem Toilettenpapier, Bierbüchsen, Glas, Sparlampen, Batterien, Hojas del Luisito (Plastiksäcke) und sonstig Brennbares. Mein Zorn gilt eher dem, dass ER keine Müllabfuhrgebühr bezahlt, ICH aber schon. Gut, ich muss nicht jeden Cent drehen, um Barato-Bier zu haben.
    ICH bin auch nicht hergekommen, um SEINE Kindergartenmusik auf 120dB anzuhöhren. Auch nicht bis morgens um 4h, weil ich dann logischerweise schon schlafe.
    Bleibt festzuhalten, die Paraguayer können von mir aus machen und lassen was sie wollen, solange ihre Freakshow nicht in mein Grundstück gelangt. Leider ist es auf Wochenblatt immer noch nicht möglich, Foto- und Audiofiles, sowie Geruchsproben hoch zu laden. Dann würde man vielleicht verstehen, wovon ich rede: Dreck, Lärm, Gestank, Dilettantismus, Korruption, Egoismus.
    Der Leser liest Wochenblatt? Ja, mache ich (oder Wochenblatt) denn diese Meldungen von Krankenhausabfällen, die man in die Landschaft kippt? Bei 80% der Überfälle ein Polizist unter den Täter? Tote und Verletzte wegen 50cm3 Schlaglöchern in den Mondstraßen? Millionen Euros für nicht fertig gestellte Projekte, Konsequenzen für Verantwortliche gleich null? Noch 1000 weitere Beispiele gefällig?
    Ich wohne in einer Stadt. Na gut, was man halt so alles eine Stadt nennen darf. Viele Menschen leben da und wackeln zu Fuß, zu Moto, zu Auto über Erdstraßen, bezahlen Steuern (naja, ich wenigstens). Und sonst sind sie gezwungen herum zu sitzen und Therere zu trinken, weil kein Strom da ist. Wie viele hunderttausende Millionen US-Dollar wurden schon von USA, EU, Japan und sonstigen Ländern an Paraguay gespendet? Ja, eine Stadt nennt man es, es ist wahr. Ich nenne es: Dreck, Lärm, Gestank, Dilettantismus, Korruption, Egoismus.
    Ja, ja, ich bin es, der alles schlecht redet. Da kann ich nur sagen, wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen.
    Weshalb kommt man wohl nach Paraguay? Vermutlich weil man denkt hier sei alles Tranquilo. Ja, das ging mir auch so. Ich hatte mir ja NICHT wie in Sauerkraut hinter jeder Ecke einen Beatmeter des Ordnungsamtes erhofft. Aber zum Verständnis, wofür etwas Ordnung gut sein kann hat mir Paraguay doch viel beigetragen. Alles in allem kann ich sagen, das das Tranquillo, welches ich mir erhofft habe, ich besser als Fiasko bezeichnen könnte. Ja, insoweit kann man sagen, selbst schuld (nicht vorher gewusst zu haben, dass zu in einen Kindergarten 10x so groß und 10x so viel Kindergärtner wie Sauerkraut ziehst).
    Wünsche noch geruhsames Leben im schönen Paraguay, da immer wo ihr weitab im Tranquillonen wohnt und von täglicher Vergasung, Kindergartenmusik a la Kirschen-Kirschen-Fräulein und sonstiger täglich Freakshow verschont seid.

    1. Guter Kommentar. Sichere kommen jetzt böse Antrworten von Gutmenschen wie: was willst du denn hier? Warum willst du nicht auf der Müllkippe wohnen usw? Man kann hier nicht alles kritisieren, aber vieles ist einfach wahr und kritikwürdig.

    2. Lieber Herr oder Frau Q. Alm.
      Es wäre wirklich besser für Ihre Gesundheit und Ihr Nervenkostüm, wenn Sie sich wieder nach Sauerkraut zurückziehen. Sauerkraut ist zwar ganz ganz schlimm und die Merkel ganz ganz böse und überhaupt geht dort alles den Bach runter —– aber wenn man dann blauäugig und ohne Vorbereitung in die große Welt hinauszieht
      kommt dann plötzlich das echte Leben und man ist total überfordert.
      KEIN LAND DER WELT ist perfekt! Egal wo Sie immer hinziehen wollen, es gibt überall Überaschungen mit
      denen Sie nicht rechnen — ob Rußland, USA, Italien, Portugal, Angola, Japan, Korea, Mexico, Australien,
      Fidschi-Inseln oder Arabien.

      1. Sauerkraut ist gar nicht mal so schlecht. Aber im Ernst: von den ca 80 Ländern, die ich mehr oder weniger gut kenne und in denen ich teilweise länger lebte, gehört Paraguay zu den schlimmsten, in jeder Beziehung. Damals als ich kam waren die Lebenshaltungskosten günstig, das sind sie schon beileibe nicht mehr. Die Häuser sind teilweise noch preiswert, aber so gebaut, dass sie nach spätestens 40 jahren in sich zusammenfallen, während die Häüuser in Europa Jahrhunderte „leben.“ Übrigens ist Portugal mein Traumland. Australien kenne ich einigermaßen, echt interessant, leider sind die Einwanderungsmöglichkeiten schlecht, im Gegensatz beispielsweise zu Mutti Merkel’s „Schutzbedürftigen“-Aufnahmeland.

    3. Sehr ehrliche und selbstkritische kommentar, hut ab!
      Die meisten kommen nach PY wegen die einfachen Einwanderungsgesetze und vermutlich günstigen Lebenshaltungskosten.

      Danach kommt das böses erwachen.
      Kenne Leute in Kolumbien und lese oft die Dom Rep Foren: kindergartenmusik+korruption und und und wird auch dort genauso beschrieben, es ist nicht nur in PY gang und gäbe.

      Ich wünsche mir dass sie ihren Kommentaren auch in den versch. PY foren/blogs abgeben, nämlich dort werden die „frischlinge“ mit Sprüchen wie „360 tage sonne und ruhe“ und „sehr unkomplizierte einheimische“ geködert.

  7. Die meisten der Verfasser von den Kommentaren in diesen Artikel haben glück das die Paraguayos nicht Deutsch lesen können bzw. nichts vom Wochenblatt wissen, denn dan würden bestimmt nicht nur Steine nach ihnen Fliegen wenn die Paraguayos wüssten was sie hier über ihnen Schreiben…
    Nur zue Info: Freund wird in spanich Amigo genannt, ein Geschäfspartner wird Socio genannt..

  8. Mal eine Frage an die „Nörgler“: habt ihr euch das Land nicht angeschaut ehe Ihr hier was gekauft habt und falls doch, gleich die nächste Frage: hattet Ihr bei euren Erkundungstrips Ohren, Nase und Augen fest verschlossen?

  9. Ein richtiger Freund wird hier hermano genannt. Komisch, dass das keiner weiß… Wohl nie viel mit Einheimischen zu tun gehabt, was?

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