Atyrá: Das andere Gesicht von Paraguay

Die Stadt Atyrá ist etwas anders als andere Orte in Paraguay. Sie hat zwar rund 20.000 Einwohner und nur 10 Beamte für die städtische Reinigung. Trotzdem ist sie als der sauberste Ort im ganzen Land bekannt.

65 Kilometer von Asunción liegt die Stadt. Insgesamt arbeiten in der Gemeinde 30 städtische Angestellte, 10 davon sind für Reinigungsarbeiten abgestellt. Diese wenigen Beamten sind verantwortlich für öffentliche Plätze und Straßen, trotzdem funktioniert aber die Sauberkeit in der Stadt reibungslos.

Denn auch die Einwohner helfen mit, ihr persönliches Umfeld sauber zu halten. Es fehlen einige Annehmlichkeiten, wie Banken oder ein Geldautomat.

Juan Carlos Matto ist der Bürgermeister von Atyrá (ANR). „Die Menschen hier sind eigen. Sie reinigen ihre eigenen Bürgersteige und wissen wie der Müll fachgerecht deponiert wird, wenn die Müllabfuhr kommt. Keiner wirft ihn einfach so auf den Bürgersteig“, sagte Matto. Er fügte an, das bestehende System funktioniere reibungslos. Das aktuelle Budget beläuft sich auf zwei Milliarden Guaranies jährlich. „Wir kommen mit dem gut zurecht, denn alle Mitarbeiter in der Gemeinde wissen genau wann sie was zu tun haben und das vor allem effizient“, sagte Matto.

Noch Mitte der 80er Jahre waren die Wegränder in der Stadt voller Müll und keiner wollte dort leben. Nun scheint es aber anders zu sein. Ob dieses Beispiel wohl jemals überall im Land greifen wird sei dahingestellt.

Quelle: La Nación

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3 Kommentare zu “Atyrá: Das andere Gesicht von Paraguay

  1. Schön so etwas zu lesen. Ich meine, es ist mir ziemlich egal, wenn ein im Dschungel Lebender und dort seinen Müll verbrennt, solange der Gestank nicht mein Grundstück betritt, abgesehen davon, dass alles was nach oben fliegt, auch wieder runter kommt und das Grundwasser verseucht. Aber hier in der Stadt wäre es sehr angebracht, so etwas wie Müllabfuhr durchzusetzen: Auch wenn die Müllabfuhr vorbeikommt, sparen sich viele das Geld von 5 Euro mtl. um ein paar Euro Finos mehr zu schlucken. Des Öfteren muss man sich im Haus einschließen und sämtliche Fenster und Türen schließen, will man keine halb-verbrannten Plastikmüll, Büchsen 😉 und Batterien einatmen.

    Finde Sauberkeit in der Stadt Atyrá eine tolle Sache. Jedoch ein Budget von 2 Milliarden Guaranies, was in etwa über 300.000 Euro darstellen, ist schon viel. Ist das ein Druckfehler? Ich meine, die Stadtverwaltung kann den Müll auch nicht in virtuellen Müllverbrennungsanlagen entsorgen, da es im Lande keine einzige gibt. Die werden den Müll also auch nur irgendwo hin kippen, irgendwo vergraben oder irgendwo anzünden. Für was werden 300.000 Euro pro Jahr ausgegeben? Wenn ich 2 Milliarden Guaranies durch 10 Angestellte und durch 12 Monatslöhne dividiere, so müsste ein Müllabfuhrmensch 16 Mio Guaranies pro Monat verdienen. Wo kann ich mich melden?

    1. So viel ist es nun auch nicht, die Leute müssen bezahlt werdern. Nicht jeder hat den Mindestlohn, einige mehr.
      Deponiekosten.Betriebskosten der Fahrzeuge und Geräte das bekommt man nicht geschenkt.
      Werden die Mibürger zur Sauberkeit animiert werden klappt es noch besser.
      Müllverbrennung ist allgemein keine gute Sache! man kann sich aber bemühnen das andere nicht belässtigt werden.
      Muss aber nicht Stinken, sowie die Verbrennungstemperatur stimmt.Ein anständiger Durchbrandofen mit abständigen Zug ca.2-3.m reicht schon.Kein Lagerfeuer mit Schwellbrand! Stinkt! Batterien gehören anders entsorgt.Dosen/Buchsen brennen nicht, sie lassen aber abscheiden und wiederverwenden (LanicoTR38) geht wunderbar oder sind halt Schott.
      Natürlich versteht ich Ihren Frust es wird viel um her geworfen, das ist eine Frage Erziehung.
      Es gibt auch Ecken wo keine Mühlabfuhr kommt. Hier hilft nur eins Müllvermeiden,Kompostiern, Sauber verbrennen
      und den Rest entsorgen.

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