Audienz beim Papst

Vatikan Stadt: Wieder einmal hatte der ehemalige Staatspräsident Horacio Cartes eine Audienz beim Papst. Es ist das sechste Mal, dass das Ex-Staatsoberhaupt in Paraguay das katholische Kirchenoberhaupt besucht.

Horacio Cartes und seine Töchter Sofía und Sol reisten nach Italien, um Papst Franziskus im Vatikan zu besuchen.

Obwohl es das sechste Treffen zwischen dem ehemaligen Staatsoberhaupt und dem Papst war, ist die jetzige Audienz das erste Mal von privater Natur gewesen.

Cartes selbst hat dieses Ereignis über seinen offiziellen Twitter-Account bekanntgegeben. Das Gespräch fand in der Privatbibliothek des Leiters der katholischen Kirche statt. Wie üblich brachte das ehemalige Staatsoberhaupt dem Papst einige Geschenke.

Horacio Cartes hatte im Januar und November 2017 den Vatikan besucht. Er traf sich auch im April 2014 bei seinem Besuch in Rom mit Francisco, als er an der Heiligsprechung der Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII. teilnahm.

Papst Franziskus besuchte Paraguay im Juli 2015, genau während der Regierungszeit von Horacio Cartes. Es war das zweite Mal, dass ein Papst nach dem Besuch von Johannes Paul II. 1988 paraguayischen Boden betrat.

Wie die katholische Presseseite Kathpress mitteilte, sorgte im Frühjahr 2017 der von August 2013 bis August 2018 amtierende Cartes mit einem Vorstoß, per Verfassungsänderung eine unmittelbar folgende zweite Amtszeit zu ermöglichen, schwere Unruhen in seinem Land. Auch ein ökumenisches Kirchenbündnis stellte sich damals gegen die Pläne. Cartes ließ schließlich von seinem Vorhaben ab und verwies dabei unter anderem auf einen Appell des Papstes, Gewalt zu verhindern.

Während seiner Amtszeit kam es insgesamt zu fünf Treffen. Ihn begleitenden stetig die Politiker, die am meisten religiösen Beistand notwendig hatten wie beispielsweise Javier Zacarías Irún und Sandra McLeod.

Wochenblatt / Ultima Hora / Kathpress

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7 Kommentare zu “Audienz beim Papst

  1. Damit dürfte Cartes nun ins guinessbuch der Rekorde eingehen, als der Politiker der die meisten Besuche/Treffen mit einem Papst aufweisen kann; oder kennt jemand einen anderen Politiker, der mehr nachweisen kann?
    Aber wie heiußt es in der Bibel: Der Himmel freut sich mehr über einen Sünder, der BUßE tut, als über 99 Gerechte!!!
    Na, da hat er halt ordentlich Buße getan, auf daß es wohlergehe auf Erden. Amen

    NACHTRAG: Ein Artikel aus der WELT vom 26.12.2010 von Ulli Kulke:
    Wie kauft man sich einen Kaiser? Jakob Fugger wusste es – von Ulli Kulke

    Er war nur ein Kaufmann. Aber sein Reichtum und seine Verbindungen machten Jakob Fugger zum mächtigsten Mann im Reich. Geld regiert die Welt. Niemand weiß, wann und woher dieses geflügelte Wort in unseren Sprachschatz Einzug hielt. Ein Zeitraum immerhin und auch ein Ort wären dafür denkbar. Ungefähr um das Jahr 1519 vielleicht, womöglich in Augsburg. Nicht nur weil dort der reichste Bürger des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation lebte. Nicht nur weil nun, zu Beginn der Neuzeit, endgültig die Geldwirtschaft den Naturalienhandel abgelöst hatte und mit Wechseln und Papiergeld immer flüssiger wurde – und dadurch diejenigen, die mit Geld umgehen konnten, die Kaufleute, Bankiers und auch die erfolgreichen Zunftmeister, bedeutender werden ließ gegenüber dem unproduktiven Adel oder Ritterstand.

    Nein, der Sinnspruch trifft 1519 viel direkter zu. Als nämlich Jakob Fugger, jener reichste Mann im Land, sich einen Kaiser kauft. Über 543.585 Gold-Gulden investiert der Augsburger Handelsmagnat und Bankier, damit die Kurfürsten des Reiches Spaniens König Karl V., einen Habsburger, zum deutschen Kaiser wählen. Gut die Hälfte dieser Summe kommt zusätzlich von den Welsern, dem zweiten Handelshaus aus Augsburg, sowie italienischen Banken. Insgesamt 851.918 Gulden kassieren sechs der sieben Kurfürsten dafür, dass sie Fuggers Favoriten zum Herrscher küren. Fein gestaffelt: 139.000 gibt es für den Herrscher der Pfalz, 32.000 für seinen sächsischen Kollegen.
    Vor 500 Jahren wurde Jakob Herr über das Fuggerhaus

    Der Gegenkandidat, Frankreichs König Franz, hat da keine Chance, obwohl sogar der Papst sich für ihn ausspricht. Für das zu Beginn der Neuzeit sich heranbildende Handelskapital hat dies strategische Bedeutung. Die Neue Welt, ihr Gold und die Aussicht auf ihre Märkte locken. Was kann den Fuggern da besseres geschehen, als den Herrscher Amerikas, den spanischen König, als Kaiser von eigenen Gnaden unter sich zu wissen.

    Die Krönung – niemand spricht damals von Korruption – ist der Höhepunkt im Geschäftsleben des Jakob Fugger. „Der Reiche“ lautet sein Beiname.

    NEUER NACHTRAG Gerade lese ich in der hiesigen Presse, Paraguay hat seinen ersten Kardinal – Welcher Zufall!!!

  2. 1519 Fugger- 2019 Cartes bei Papst! mal sehen welche Paralelen es noch so gibt in der 2000 jährigen Geschichte. Schon mal die Astrologen gefragt wie die Sterne standen? Gegen Fugger ist Cartes ein kleiner Krämer!

  3. Was erhofft sich Cartes eigentlich von diesen inflatorischen Papstbesuchen? Und weshalb empfängt der Papst überhaupt Cartes so oft? Hat Cartes eine Art Bevorzugsbehandlung beim Papst? Eine positive Veränderung von Cartes samt seinen Colorado-Amigos kann man bisher in der Öffentlichkeitswahrnehmung eher nicht erkennen. Vielleicht flüstert der Papst ja Cartes am Ende seine Ideen der zügellosen Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen in´s Ohr und Paraguay wird in Zukunft von Millionen Muslimen und Afrikaner geflutet? Platz wäre ja noch genügend da, besonders im Chaco. Die Mennoniten wären sicher dafür offen und dankbar.

    1. Kuno Gansz von Otzberg

      Antworten

      Nein, Johannes war kein Saeufer – denn er war ja nicht Mennonit.
      Ich wuerde nur zu gerne wissen, ob Abdos Vorfahren einer Katholischen Sekte des Libanon oder Syrien angehoerten (wie den Maroniten). Darueber schweigt sich das WWW aus.

  4. Absolut widerlich, wie sich Mafia- und Drogenboss Don Cartes beim Oberhaupt der katholischen Kirche anbiedert. Naja, der senile Argentinier scheint es nicht wirklich zu merken, was in Paraguay abgeht – er preist noch die armen, glorreichen paraguayischen Frauen, die vor 150 Jahren das Land ohne Männer ein bisschen aufgebaut haben, das hat er ja im Priesterseminar vor 50 Jahren gelernt – sonst weiss der Alte doch gar nichts. Mit dem Besuch versucht Cartes nur seine Beliebtheit etwas zu steigern in Paraguay, sonst nichts. Eiskaltes Kalkül.

    Hat Johannes Paul II. eigentlich auch mal Pablo Escobar bei sich im Vatikan gehabt – wäre nämlich vergleichbar,

  5. Dieter Haßdenteufel

    Antworten

    Javier Zacarías Irún, Exsenator, angeklagt wegen Bereicherung auf Staatskosten und Korruption, Privatvermögen, die er nicht erklären kann. Seine Frau Sandra McLeod, Exbürgermeisterin CDE, tausende kolorierte Amigos angestellt, die es nicht braucht, vom neuen Bürgermeister entlassen wurden, siehe da, die Stadt CDE funktioniert immer noch. Auch sonst angeklagt wegen ähnlicher Normalfälle wie Irún. Expräsident Cartes, paragauyscher Multi-US$-Millionär oder glaubs sogar Milliardär, Nachfahre eines Großer Diktator Ströessner Speichelleckers, dessen Firmen ein Mehrfaches an Zigaretten produziert, die im Land konsumiert werden können, der Aufgrund guter Amigos, viel Plata und einem geschickten Konstrukt seiner Firmen der Strafverfolgungsbehörden noch Fiskus Einblick in die Geschäftsbücher gewähren will. Also, wir @“Franz Josef“ das schreiben würde: „Nehmt’s locker Leute“: Es geht einigen im Lande sehr gut, vor allem denjenigen, die dem Großer Diktator Ströessners Partei Colorados treu geblieben sind. Und diese Leute sind als Gäste auch in einem Bekanntenkreis des Pups in Rom im besten Bekanntenkreis, bei welchem alle Schäfchen gleich sind, die reichen bringen Geschenkchen mit, die anderen erhalten vom Pups einen Segen, womit alle gegessen haben.

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