Auf 600 Meter 10 Schwarzanschlüsse

Capiatá: Der staatliche Stromversorger ANDE geht weiter gegen Schwarzanschlüsse vor. Nun ist die Stadt Capiatá im Fokus der Beamten. 60 Millionen US Dollar an jährlichen Verlusten sollen kompensiert werden.

Ingenieur Fabián Cáceres von der ANDE, erklärte, bei der jetzigen Intervention seien alle Bevölkerungsschichten betroffen gewesen. Kleinere Geschäfte, Supermärkte aber auch Häuser von wohlhabenden Menschen waren illegal an das Stromnetz angeschlossen.

„Allein nur auf 600 Meter im Stadtviertel San Luis fanden wir 10 Häuser, die an Verteilerstationen von Nachbarn angeschlossen waren. Das führt zu Überlastungen und alle Nutzer beschweren sich“, sagte Cáceres.

Er warnte davor, dass die ANDE eine starke Kampagne gegen illegale Anschlüsse in das Leben gerufen habe. „Wir warnen die Öffentlichkeit. Jeder Delinquent bekommt eine Strafanzeige. Das soll dazu führen, die Bürger zu moralisieren und die große Menge von Verlusten einzudämmen“, betonte der Mitarbeiter der ANDE.

Die Verluste des staatlichen Stromversorgers in Höhe von 60 Millionen USD jährlich resultieren zu 8% aus dem Diebstahl von Energie. Zusätzlich kommen noch Schäden an Kabeln, Transformatoren oder weiteren technischen Ausrüstungsgegenständen hinzu.

Juan Dominguez, Anwalt von der ANDE, betonte, illegale Verbindungen können mit Haftstrafen von bis zu drei Jahren geahndet werden. Er fügte weiter an, bei einer ähnlichen Intervention in Itá seien für über 170 Personen Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingereicht worden.

Als nächstes plant die ANDE eine Überprüfung der Anschlüsse in San Lorenzo, Caacupé und Coronel Oviedo.

Quelle: ABC Color

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15 Kommentare zu “Auf 600 Meter 10 Schwarzanschlüsse

  1. Was soll man dazu sagen? Yes? Bravo? Gratulation? Schon aufgewacht? So sollte es eigentlich immer sein.
    Jetzt werden San Lorenzo, Caacupé und Coronel Oviedo überprüft. Dann können die Schwarzstromkonsumenten in den restlichen Dörfchen und Städtchen beruhigt sein und weitermachen wie bisher. Die Schwarzstromkonsumenten von San Lorenzo, Caacupé und Coronel Oviedo, die auch glauben, dass tatsächlich Kontrollen stattfinden werden müssten also schleunigst ihren Stromanschluss anmelden, wenn sie schon so freundlich von ANDE darauf hingewiesen werden, nicht, dass sie noch mit einem Funktionär der ANDE eine Strafhöhe aushandeln müssten sollten sie erwischt werden.
    Bisher war ich der Meinung die Bussenhöhe sei 8 mio. Guaranies. Besonders, wenn dich deine Nachbarn nicht mögen sollte man seinen Strombezug anmelden. Aber die Meisten mögen entweder ihre Nachbarn oder wollen nicht unbedingt Troubles mit dem Familienclan. Jedenfalls wären unangemeldete Kontrollen zu jeder Zeit, wenigstens in zugänglichen Vierteln, sowie die Bezahlung ihres Stromes der Öffentlichen Einrichtungen gar nicht mal so eine schlechte Idee. Nochmals „bravo“ und Gratulation.
    Immerhin scheint der Chefe von ANDE etwas von einem gerechten System vernommen zu haben und einen Grundkurs in Ökonomie belegt zu haben. Ob die Kontrollen und die vor zwei Monaten eingeführte Tariferhöhung für diejenigen, die nicht den ganzen Tag unter dem schattigen Mangobaum warten bis Mil herunterfällt, ANDE nun aus den roten Zahlen bringt? Wahrscheinlich nicht, denn wenn man Fortschritte in der Infrastruktur erkennen möchte, sich monatliche Einnahmen dieser Firma ausmalt und beides einander gegenüber stellt, dann müssen sich Gelder der Öffentlichkeit doch irgendwie auch immer rasch verflüchtigen.

    1. Grundkurs Ökonomie nicht bestanden: Gegenüberstellung von „Fortschritte in der Infrastruktur“ und „Einnahmen der Firma“ eignet sich nicht für die Ermittlung des Gewinns resp. Verlustes. Richtig Antwort wäre: Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben der Firma.

      1. Erstens ist es schon ein paar Jahre her als ich bei Prof. Thomas Hering BWL und bei Prof. Dr. Helmut Wagner VWL belegte, zweitens kann ich in meinem Kommentar nicht erkennen, dass ich zur Ermittlung des Unternehmensgewinns „Fortschritte in der Infrastruktur“ mit den „Einnahmen der Firma“ einander gegenübergestellt hätte, drittens ist die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben der Firma zur Ermittlung des Unternehmensgewinns grundlegend falsch (vielleicht macht das ein Blumenhändler so, dann ok) und viertens bin ich nicht Chefe noch Ingenieur einer Grossfirma wie der ANDE, ICH muss es deshalb im Gegensatz zu den Herrn nicht wissen, weil es schlicht und einfach nicht mein Job ist, derjenige der im Artikel erwähnten Personen der ANDE jedoch schon!

  2. Erstaunlich wie die Ande vorgeht, vor ca. eineinhalb Monate haben sie zur Beruhigung der Armen geschrieben, dass sie nichts mehr unternehmen werden gegen illegale Anschlüsse, Die Ande wusste, dass diese Menschen auf die Strasse gehen.
    Und was ist jetzt, kaum ist die Tariferhöhung da, geht es wieder weiter die kleine Sünder zusuchen.
    Natürlich soll jeder sein Strom bezahlen, aber ich mag nicht, das hinterlistige Verhalten der Ande!!

  3. Ja da werden sie erst Augen machen in Caacupe da sind es noch mehr denn da hängen sie so einfach am Netz .

  4. „10 Häuser, die an Verteilerstationen von Nachbarn angeschlossen waren“ – das sindaber keine Verluste der ANDE, die berechnet den Verbrauch an den Nachbarn

    1. Die Verteilerstationen sind in PY meistens Trafos auf Masten, dort findet keine Verbrauchsmessung statt, aber Schwarzanschlüsse belasten den Trafo und die Linien.

  5. Endlich zum verstand gekommen oder nur Augenwischerei um die Preiserhöhung zu Rechtfertigen,.
    Es kann ja nicht so schwer sein die Schwarzanschlüsse mit den Seitenschneider klein zu Schmipzeln. So das ein Beuanschlus etwas schwerer wird.
    Wer Elektriker noch was gutes tun möchte sendet kurz eine Überspannung durch.Stärkt den Umsatz der Eektroeinzelhändler!

    1. „Es kann ja nicht so schwer sein die Schwarzanschlüsse mit den Seitenschneider klein zu Schmipzeln. “

      Doch das kann es schon. Paraguayer stehen da in der Regel nicht untätig daneben wie Schafe und lassen sich das gefallen.
      War schon öfters zu lesen, daß 3-4 Ande Mitarbeiter verprügelt und aus dem Viertel gejagt wurden, weil sie Anschlüsse getrennt haben.

      1. Vollkommen richtig, 9mm, darüber steht ab und zu was in den Zeitungen.
        Jene die behaupten, es könne nicht so schwer sein, sollten mit gutem Beispiel vorangehen und die Schwarzanschlüsse denunzieren.

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