Auf dem Weg in den Chaco: Soldat mit einer halben Tonne Marihuana unterwegs

San Pedro: Beamte des Anti-Drogensekretariats Senad gelang es eine Fracht von einer halben Tonne Marihuana zu beschlagnahmen, die sich in einem LKW befand, der von einem Soldaten gelenkt wurde und in den Chaco geliefert werden sollte. Interessant war, wie man das Rauschgift versteckt hatte.

Bei km 43 der Route 3 in der Stadt Emboscada wurde das Fahrzeug, das von einem Militärangehörigen gelenkt wurde, beschlagnahmt. Die Fracht stammte nach Angaben der Ermittler offenbar aus dem Departement San Pedro.

Der Minister des Nationalen Anti-Drogen-Sekretariats (Senad), Arnaldo Giuzzio, teilte mit, dass die Operation am Nachmittag dieses Dienstags durchgeführt wurde, basierend auf nachrichtendienstlichen Informationen, die über die Übergabe einer wichtigen Lieferung Marihuana für den Chaco berichteten.

Während der Operation wurden drei Personen festgenommen, darunter ein Militärangehöriger, der den LKW gelenkt hatte und mit dem Fahrzeug in das Departement Boquerón unterwegs war.

Giuzzio erwähnte auch, dass die Gruppe eine ganz besondere Modalität verwendet habe, die aus der Lieferung von Marihuana als Teil der Zahlung im Austausch gegen Kokain bestand. „Dieses Marihuana war sehr gut gepresst und auf sehr interessante Weise verpackt. Es gab mehrere Blechfässer auf der Ladefläche des LKWs, die als Kraftstoffbehälter getarnt waren und in den Chaco geliefert werden sollten”, sagte er.

Der Präsident der Republik, Mario Abdo Benítez, gratulierte der Behörde Senad, das die beträchtliche Menge Marihuana beschlagnahmt hatte, die angeblich für den bolivianischen Markt bestimmt war.

Über seinen offiziellen Twitter-Account bekräftigte der Präsident den Willen der Regierung, den Kampf gegen den Drogenhandel im ganzen Land weiter zu verstärken.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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9 Kommentare zu “Auf dem Weg in den Chaco: Soldat mit einer halben Tonne Marihuana unterwegs

  1. Traurige Geschichte!
    Weil die so dumm waren und versucht haben Geld zu sparen, indem sie das Marihuana versteckten, anstatt sich bei der hilfsbereiten Nationalpolizei eine freie Fahrt zu erkaufen, können nun tausende fette Bolivianerinnen mit Melonen auf dem Kopf nicht ihr gewohntes Pfeifchen rauchen.

  2. Poppo Graf von Hahn-Kuchelmisz

    Das zeigt dass in Paraguay genau wie in Venezuela das Militaer, spezifisch die Generaele, das oberste Drogenkartell bilden. In Venezuela nennt man das “das Kartell der Sonne” weil die Generaele Sonnenabzeichen auf ihren Schulterklappen haben.
    Etwas Netflix haette diese Drogenschmuggler nicht schaden koennen, vielleicht waeren sie auf die Idee gekommen die Marihuanapackete luft- und wasserdicht zu verpacken und darueber Brennstoff zu giessen damit es weniger auffaellt. Offensichtlich vermisste man das typische Wassergurgeln in den Tonnen und wurde so aufmerksam.
    Dummer gehts schon nicht mehr, es sei denn diese Methode war man schon so gewoehnt dass man anfing unvorsichtig zu werden. Das zeigt dass man in Paraguay praktisch keinerlei Vorsichtsmassnahmen braucht und der Schmuggel so sicher vonstatten geht wie damals der Juwelenschmuggel mit der Royal Post, die so sicher war dass man gestohlene Edelsteine einfach mit der Standardpost verschickte weil die englische Post so sicher war.
    Jeden Tag duerften durch den Chaco solche Transporte unbehelligt rollen – glatte Rutas sind unbedingt noetig damit die Schwabbelaersche nicht zu sehr beim Drogentransport durchruetteln. Vernuenftig wasserdicht versiegelt duerfte man diese Faesser auch nicht haben, so dass es schon auffiehl – so alltaeglich ist wohl diese Transportmethode schon gewesen.

  3. Auch ein blinder Präsident der weiterhin Colorado-Partei findet mal einen Willen den Kampf gegen den Drogenhandel im ganzen Land weiter zu verstärken. Wobei das Wort “weiter” schon etwas weit hergeholt ist, wenn man bei fast null anfängt.

    1. mal nicht übertreiben, ja! Drogen gehören zu Paraguay. Viele verdienen daran. Manche- r mehr manch weniger. Es entstehen Verbindungen die Länderübergreifend sind also trägt zur Verständigung bei. Multinationale Verbindungen sind erforderlich. Und nicht zu vergessen, die Ärmsten der Armen wie Asylanten Weltweit verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Bis in den Görlitzer Park Berlin sind diese Strukturen zu erkennen. (freier Handel) Nun haben gerade die Deutschen eine neue Hürde für die Gewerbetreibenden aufgebaut. Die Bonpflicht. Noch ist nicht jedem Asylanten klar geworden, was das bedeutet. Doch gibt man sich Mühe, dies zu bereinigen. Und hier in Py? Soll man wirklich die Lebensgrundlage so vieler (auch) vom Berliner Senat anerkannten Berufsdealer vernichten? Der Präsident von Py sollte anfangen Global zu denken UND ES BEI NULL belassen Tom A. Te

      1. Bezüglich Marihuana gebe ich Ihnen recht: Legalisieren, dann sinken die (Schwarzmarkt-)Preise. Und unbedingt ein gesetzliches Mindestalter. Es ist unbestritten, dass die Schulleistungen derjenigen Schüler, die Gras trinken oder rauchen, gar nicht abnehmen können, weil nichts da ist, was abnehmen könnte (Paragauy) bzw. massiv abnehmen (Europa).
        Eine Fahrtauglichkeit im öffentlichen Verkehr sollte auch gesetzlich geregelt werden, doch im Paragauy nicht durchsetzbar, da sozusagen jeder Gras zum Trinken intus hat, was zwar nicht verboten ist, doch an den Kamelen mit gscheit grinsenden Leuchtbeuen auf dem Hals – dafür kein Licht noch Helm noch Hirn – deutlich zu erkennen.
        Bezüglich harter Drogen ist im Wesentlichen die Lösung die gleiche wie bei den weichen Drogen. Nur die gesundheitlichen Auswirkungen verheerender.
        So sähe meine Lösung aus. Doch hierzulande wird sich gar nichts ändern, denn einer legalen Arbeit nachzugehen wird für die Drogenbauer zu anstrengend sein bei zu kleinem Verdienst sein. Und das hinauf bis zu den Brüdern und Schwestern im Regierungs-, Militär-, Justiz- und Polizeipalast.
        Ob das Weihrauch der Kirchen auch für diese lukrativ ist und abhängig macht kann ich nicht beurteilen.

      2. Und liebe Lumilu. Noch etwas.
        Ich kann ja verstehen, dass diese armen Drogenanbauer, Kleindealer und Großinvestoren über Deckleute auch arbeiten müssen, um etwas Geld zu verdienen.
        Aber: Auch ich war mal jung. Heute bin ich nur noch “war mal”. Glücklicherweise haben mich meine Eltern und der Sport von diesem Quatsch Drogen abgehalten.
        Kontakt zu Freunden abgebrochen, da ich merkte, dass diese Drogen nehmen. Später erfuhr ich: «Hey, Rudi, du kanntest doch auch …» «warum kanntest?» «tot».
        Später habe ich mal den Film «Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo» (oder so ähnlich) gesehen. Hat es bestimmt einen Artikel auf https://de.wikipedia.org.
        Da hat mir eingeleichtet, dass Drogen für Drogenabhängige ein großes Problem darstellt. Und insbesondere deren Umfeld. Eltern, Geschwister, Arbeitgeber, Freunde.
        Wie muss das für Eltern sein, wenn ihr Kind Drogen nimmt? Wie soll man sich verhalten? Ist es für die Eltern nicht genau so schlimm das mitansehen zu müssen? Und das Kind geht sich immer wieder diesen Mist beschaffen? Weil es abhängig macht. Und immer wieder rückfällig werden.
        Verkehrsunfälle, Drogenelend und -tote in Bahnhöfen, ganze Familien zerrüttet.
        So habe die USA ja zur Zeit ein gravierendes Drogenproblem. Ob das wohl Zufall ist, wo USA im Irak Frieden und Demokratie gebracht hat?
        Jedenfalls, nein, drugs no thanks. Der Mensch muss frei sein und nicht abhängig von den Zeugs. Und da hört mein Mitleid mit den Drogenanbauer, Kleindealer und Großinvestoren auf.
        Gut, alles eine Kausalität der weltweit von USA indoktrinierten Drogenpolitik. Man hätte den Scheiss auch einfach legal halten können, aber mit Mindestalter, wie dem Alkohol oder Tabak. Nun gut, ob es dann besser oder schlechter geworden wäre kann ich nicht beurteilen. Ein schwieriges Thema für dessen zu lösen sicher ganz andere als ich sich schon den Kopf zerbrochen haben. Zumal legale Drogen wie Alkohol und Tabak auch nicht unproblematisch sind.
        Ich hoffe, dass ich mit meinen Ausführungen nicht den Eindruck erweckt habe jemand zu sein, der zu kurz denkt.

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