Auf dem Weg nach Russland

Capitán Miranda: Die 19-jährige Natasha Hrycan erhielt ein Stipendium an der Moskauer Universität für Atomphysik zu studieren. Die junge Frau ukrainischer Abstammung ist stolz. Schon in der Vergangenheit machte sie mit ihren Mathematik-Leistungen auf sich aufmerksam.

Seit jungen jähren merkten die Lehrer, das Natasha was ganz besonderes war. Sie verstand die Mathematik wie keine andere und repräsentierte Paraguay schon von klein an bei Wettbewerben in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Argentinien und Brasilien. Dabei gewann sie 16 Medaillen.

Ihr Studium wird 4 Jahre dauern, dennoch braucht auch sie ein Jahr Vorbereitung wegen der Sprache. Ihr ist bewußt, dass sie als einzige Paraguayerin die Chance auf so einen Bildungsweg hat, der durchaus in Paraguay sinnvoll ist. Und genau das strebt Natasha an. Einmal fertig studiert möchte sie zurückkommen und ihr Wissen hier einsetzen.

Die Monate, die ihr bleiben, bis das Studium beginnt, will sie mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter verbringen, die sie dann lange Zeit nicht mehr sehen wird. Ihr Vater starb vor kurzem. Jetzt sieht sie sich in der Verantwortung Großes zu leisten.

Wochenblatt / Última Hora

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28 Kommentare zu “Auf dem Weg nach Russland

    1. Die Frage müsste doch eher lauten: warum lebt IHR Invasoren nicht wie wir glücklich und zufrieden neben UNSERER abfackelnden Müllhaufengestankhalde, last euch von unsrem Gestank und Dauerlämm bezirzen, zeigt dafür noch Dankbarkeit, immerhin können wir schon Feuerchen machen?
      Nun, diese Frage ist einfach zu beantworten: Weil ICH nicht DEINEN Gestank haben möchte innerhalb meinen gekauften vier Außengrenzen MEINES Grundstücks, zumal ICH etwas mehr kann als Feuerchen machen und wohl deshalb etwas mehr als zwischen 0 und 300 Euro monatlich verdiene und sogar 20.000 Gs. vorig habe, um Müllabfuhr zu bezahlen.
      Wenn man auch noch stolz ist auf sein Rattendasein, kann ich es verstehen, dass solch Kommentare als beleidigend aufgefasst werden können, ohne aber beleidigend zu wirken seine Ausscheidungen anzuzünden, ohne dass diese in das eigene Haus qualmen, dies zeugt nicht gerade danach als ob ich da Mitleid oder gar Verständnis aufbringen vermag.
      Sollten Sie sonst noch gscheite Fragen haben, ob ich was besseres zu tun hätte als mich mit zu Streichholzfingern mutierten Lemuren herumzuschlagen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und verbleibe mit 20.000 Gs. bereit, um nächsten Monat meine Müllabfuhr zu bezahlen.

  1. So geistig etwas zurückgeblieben das nun klingen mag, aber 11 minus 7 (Turno mañana) bzw. 17 mit 13 Uhr (Turno tarde), die die hiesigen Schüler Pflichtunterricht genießen, ergibt nun mal 4. Oder rechnet man das als dipl. Dings etwas anders?
    Nun gut, so geistig etwas zurückgeblieben mag man sich ja den hochgebildeten Paragauys gegenüber großgekotzt als etwas besseres fühlen, obwohl man Jahrzehnte länger studiert hat um das zu können, was ein Einheimischer mit zwei Wochen Papa über die Schulter schauen auch kann.
    Nun, gut, ich geb’s ja zu, abzüglich Fila stehen und über Chesus und Parada zu lamentieren, sich auf Tanzfeste vorzubereiten und sich mit sportlichen Aktivitäten wie Fußballspiel zu betätigen komme ich auf, moment, aha, ja, 17 Stunden täglich Grundschule, und das habe ich nun wirklich ganz im Kopf ausgerechnet, ganz ohne Kalk-App.
    Hinzu kommt eine einjährige Lehre bei der SNPP zu besuchen einmal wöchentlich, was die besten handwerklichen Fähigkeiten hierzulande erklärt, man kann es an allen Ecken und Enden erkennen, selbst am teilweise letzten bescheiden, hoch intelligenten Abschaum, den EU ausspuckt und sei es nur um die einheimische Bier- und Streichholzproduktion zu steigern und hoch intelligente Einzeller zu reply-en.

  2. Macht Sinn als verspaetete Rache fuer Humaita eine Atombombe zu bauen und einen paraguayischen Campesino diese in die Haende zu geben – so peppelt man den Nationalstolz auf.
    Plant man mit dem Bau eines AKW’s? 2 AKW wuerden die ganze Stromversorgung Paraguays bedienen koennen. Bis dato ist Paraguay zusammen mit Norwegen das einzige Land das auf 100%igem Gruenen Strom zurueckgreifen kann da es seinen Energiebedarf ganz mit Wasserkraftwerken bedienen kann – ein „gelobtes Land“ fuer alle Gruenen.

  3. Der Srta. Natasha Hrycan herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg für ihr Studium.
    Es wäre schön, wenn noch andere junge Menschen so strebsam wären und – falls sie nach erfolgtem Studium – wieder zurückkommen – dem Land und der Bevölkerung damit durch ihr Wissen dienen könnten.
    Und es wäre erfreulich, wenn echte Leistung hier wieder einmal zählen und anerkannt würde; und nicht nur die Parteizugehörigkeit!
    Die Familie kann stolz sein auf so ein Familienmitglied; der Erfolg wird aber sicher auch ein Resultat von so einem Familienleben sein, und sicher auch den Lehrern und Lehrerinnen zu danken sein, die dieses Taltent entdeckt und auch gefördert haben!
    Man sieht: es gibt auch Ausnahmen bei den hier so oft zitierten 4 -7 -Unterrichtsstunden von 7 Uhr bis 11 Uhr!
    Vielleicht sieht man auch im Fernsehen einmal etwas davon. (Von 3- und 5-jährigen zukünftigen Fußballstars erfährt man ja immer wieder ausführlich, wenn sie wegen irgendwelchen Krankheiten im Hospital sind!)
    PS: Sollte bezüglich der Srta. Natasha aber schon in dieser Richtung im Fernsehen berichtet worden sein, kann mir jemand dann einen Link dazu geben? Es würde mich – und vielleicht auch viele andere deutsche Leser – interessieren. Danke

      1. „Nichts ist gleichmaessiger verteilt wie die Intelligenz. Jeder glaubt genügend davon zu haben. „ „Einbildung ist auch eine Bildung „
        So aus vielen Leserkommentaren des Wochenblatt bestens zu entnehmen

        1. „Nichts ist gleichmaessiger verteilt wie die Intelligenz. Jeder glaubt genügend davon zu haben. „ „Einbildung ist auch eine Bildung „, ja, da muss ich gerade Ihnen recht geben. Ach ja den letzten Satz konnte ich sogar ganz ohne Copy n paste brünzlen. Sie auch?

  4. Tolle Sache. Da werden die Eltern wohl bei der Erziehung und Bildung erheblich mitgewirkt haben, dass sie mit 19 etwas viel mehr kann als Feuerchen machen und nicht schon eins an der Brust, zwei auf dem Armen und fünf die hinterher laufen hat. Wirklich einmalig.

  5. Hervorragend Natasha! Entgegen mancher WB-Kommentare scheint die geistige Flexibilität der Frauen des Landes höher zu sein als die der männlichen Population. Viel Erfolg beim Erlernen der russischen Sprache und der persl. Karriere.
    Vielleicht können Sie zusätzlich dem geistigen Notstand der Bevölkerung einen Weg weisen.

    1. Ist halt schon blöd, dass in Technik und Naturwissenschaften die weißen Männer uneinholbar sind und die Feministin vom Dienst wieder (unsinniges) konstruieren muss.

        1. Mathematik fällt nur bedingt in die Naturwissenschaften, so viel ich weiß ist es ein eigenständiges Forschungsgebiet, das nicht zu den Naturwissenschaften zählt, da in der Natur zB. kein „+“-Zeichen vorkommt, also wie die Technik nicht von der Natur „abgeschaut“ werden kann. Gut, das ist natürlich relativ, da Physiker sicherlich auch etwas Mathe haben, das haben Psychofritzen auch und sind trotzdem nur Parawissenschaftler, auch so ein Teilgebiet der Naturwissenschaften, so gesehen ist Mathe und Physik auch eine Geisteswissenschaft: die einen machen die Mathe auf Englisch, die andren auf Spanisch und andre auf Chinesisch.
          Anyway, ich verstehe was der Zauberer von Oz damit meinte und recht hat er, es ist nun mal eine Man’s world. Das hat aber nichts mit einer verminderten Intelligenz der Frauen zu tun, sondern durch Jahrhunderte lange Unterdrückung bzw. Behinderung der Frauen durch die Männer, insbesondere durch den Klerus: In der erdgeschichtlich kurzer Zeitspanne, in der die Frauen etwas weniger verhindert werden, habe einige Frauen nicht nur herausragendes geleistet, sondern auch bewiesen, dass sie mit Männern mithalten können. Ich denke, dass in 50 Jahren die Diskriminierung der Frau durch den Mann endlich überwunden sein wird und die Enkel und Enkelinnen meiner Enkel und Enkelinnen auf Augenhöhe – egal ob Mathe, Natur-, Geistes- und Sprachwissenschaften – betreiben werden.

          1. Die Betonung liegt auf einige und mehr werden es nicht auch wenn man 24/7 Frauen fördern würde was ja quasi passiert und genau deshalb wird Europa auch in vielen Gebieten in 50 Jahren etwa so ausehen wie Afrika und der Orient. Ich bin auch nicht der Meinung, dass Frauen dümmer wären als Männer, das wird mir und vielen anderen nur immer so ausgelegt, weil wir eben klar sagen, dass Mann und Frau nicht gleich sind.
            Man kann das ganze ja auch umdrehen. Man fördert 24/7 Männer, damit sie Kindergärtner werden. Das Resultat wird sein, dass ein paar Männer mehr dann Kindergärtner werden aber wir werden eben keine 30 oder 50 % Quote erreichen. Das sind Dinge, über die man nicht diskutieren bräuchte.

  6. Guten Morgen, liebe Redaktion. Ich habe vollstes Verständnis, es ist Vatertag und der Kopf dröhnt. Daher ist die Re(d)aktion möglicherweise etwas verlangsamt. Ich möchte nur mal höflich nachfrgen, was es mit den länderübergreifenden Stromausfällen auf sich hat, von denen ich aus Deutschland erfahren mußte. Einen schönen Sonntag wünsche ich.

  7. „Ihr ist bewußt, dass sie als einzige Paraguayerin die Chance auf so einen Bildungsweg hat, der durchaus in Paraguay sinnvoll ist.“

    Sinnvoll in Paraguay? Atomphysik?
    Ahhh, jetzt weiss ich warum: Das Nationale Sekretariat zur Beibehaltung paraguayischer Kultur möchte wohl die dynamischen Kräfte von Molekülen im Chipagebäck (paraguayisches Heiligtum neben Terere) beim Backprozess im Tatakaka analysieren. Diese Forschung wird mindestens 30 Jahre dauern! Dafür kriegt sie eine Entlohnung von 2,1 Millionen Guaranies monatlich.
    Wäre besser, dass Natascha lieber gleich in Russland bleibt (wenn es zu kalt ist, kann sie auch nach Deutschland kommen) und dort in ihrem Gebiet wirklich sinnvolle Sachen tut.

  8. na dann kann man ur viel glück wünschen dem mädle … wobei für atomphysik ist paraguay glaub ich dann nicht das geeignete arbeitsumfeld, vielleicht in 200 jahren wenn kein wasser mehr fliessst ..

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