Auf der Suche nach einer Leiche wird ein Bach trockengelegt

Buenos Aires: Auf der Suche nach der Leiche von Cristian Schaerer haben sich neue Hinweise ergeben. Laut den Ermittlern in dem Fall sollen die Überreste des Opfers sich in einem Bach an der argentinisch-brasilianischen Grenze befinden.

Gemäß den Hinweisen soll sich die Leiche von Schaerer in der Gegend von Paso de los Libres, in der Provinz Corrienets, befinden. „Es gibt eine kleine Insel, auf der brasilianischen Seite des Flusses Uruguay, an der Mündung des Baches Imboa. Das Wasser ist trüb und etwa drei Meter tief“, schreibt die Zeitung Clarin aus Argentinien über den Fall.

„In diesem schwer zugänglichen Gebiet könnte sich die Leiche von Cristian Schaerer (21) befinden, der vor 16 Jahren von einer der gefährlichsten Banden Argentiniens entführt wurde, angeführt von Rodolfo Lohrmann und Horacio Maidana, die beide 2016 in Portugal verhaftet wurden und heute auf ihre Auslieferung nach Argentinien warten“, heißt es weiter in dem Artikel.

Ein Unternehmen wird einen Teil des Baches für Anthropologen trockenlegen, um mehr Fachwissen zu erlangen. 2018 wies ein Zeuge auf den Ort hin, an dem sich die Überreste von Schaerer befinden würden. Dort führte man dann zwei Untersuchungen durch, bei denen Anzeichen gefunden wurden, dass die Aussage des Zeugen stimmen könnte.

Nach zwei Versuchen, mit Hunden, Tauchern, Rechen und Sonargeräten (zuerst im September 2018 und dann im April 2019), genehmigte das Ministerium für Sicherheit der Nation – unter der Leitung von Patricia Bullrich – die Beauftragung einer argentinischen Firma, die den Abschnitt des Zuflusses, in dem sich die Leiche von Schaerer befinden könnte, trockenzulegen.

Die Firma hat für die gesamte Arbeit 100.000 US-Dollar veranschlagt. Die Maschinen kamen vorletzte Woche in der Region von Paso de los Libres an.

Cristian Schaerer war der Sohn von Juan Pedro Schaerer, einem ehemaligen Gesundheitsminister aus Corrientes, der sich 1999 in Paraguay niederließ, nachdem die Justiz in seiner Provinz seine Festnahme wegen Korruption beantragt hatte.

Wochenblatt / Ultima Hora

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