Aus dem Vollen schöpfen, solange es geht

Asunción: Von Seiten des Staates kommt es bei keinem Ministerium zu der Überlegung etwas kürzer zu tretend weniger auszugeben oder wenigstens sinnvoll mit dem Vorhandenen umzugehen. Hier ein weiteres Beispiel für Verschwendung.

Während Paraguay noch in einer Krise steckt, schaffen es die 4.000 überdurchschnittlich gut ausgebildeten Angestellten des Ministeriums für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) nicht ihren Aufgaben hinzugeben, weswegen man eine Beraterfirma für 3,7 Millionen US-Dollar verpflichten muss, damit Analysen und Auswertungen getätigt werden.

Minister Arnoldo Wiens stimmte einer Ausschreibung zu, bei welcher das Konsortium APPE Asesoría para Proyectos Especiáis Ltda., CONTEC Ingenieros Consultores und HAGAPLAN Engenharia e Servicios Ltda gewann.

Die Beraterfirmen wurden engagiert um Spezialisten zu stellen, die technische Assistenz für Projekte von Nebenstraßen geben sollen, deren genaue Daten noch nicht öffentlich einsehbar sind. Weswegen extern für horrende Summen Spezialisten engagiert werden müssen, während man intern Spezialisten anstellt und gut vergütet ist vollkommen unklar. Wenn kein Stellenabbau im Ministerium möglich ist, sei es auch rechtlichen oder politischen Gründen, braucht man doch nicht noch andere Firmen anstellen, die eventuell auch für weniger die gleiche Leistung bringen aber bei staatlichen Ausschreibungen sich gerne gesundstoßen.

Auf Anfrage zu der vertraglichen Verpflichtung durch die Behörde wurde erklärt, „dass die Assistenz auf verschiedenen Ebenen ablaufe, im Bereich der Führung sowie bei technischen Fragen. Man betont, dass die Absicht bestehe, alle Prozesse zu rationalisieren, unter Berücksichtigung der begrenzten Kapazität des Instituts, um die gestiegene Nachfrage nach Fachleuten zu befriedigen und um den Erfolg dieser Projekte zu gewährleisten. „Es handelt sich um eine spezialisierte technische und treuhänderische Unterstützung, um zwei Programme durchzuführen: Zum einen das PR-L 1084-Programm mit einer Investition von 125 Millionen US-Dollar, das von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) und der Die spanische Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit (AECID) und andererseits die PR-L 1092-Gutschrift in Höhe von 62,5 Mio. USD, in beiden Fällen für die Verbesserung der örtlichen Straßen, den Brückenbau, die Schotterung, die Asphaltierung und die Instandhaltung in die gesamte östliche Region“, hieß es abschließend in der Stellungnahme des Ministeriums.

Zeitgleich wird aber auch eine weitere Beraterfirma für die Umsetzung des CAF Kredits angefordert, um die Ausgabe von 7,5 Milliarden Guaranies zu überwachen. Außerdem zahlt das Ministerium den festangestellten eine VIP Krankenversicherung, die eben erst für 14 Millionen US-Dollar für 24 Monate verlängert wurde.

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2 Kommentare zu “Aus dem Vollen schöpfen, solange es geht

  1. Das Problem ist, dass sie vom MOPC trotz täglich hiesig 7 bis 11 Uhr Schul vielleicht abgeschlossen nicht wissen, wie man das macht. Weder sparen noch selbst darüber nachdenken, wie man es machen könnte, damit die Makromoleküle ihrer Konstruktionen – im Kindergarten sagten wird aber nicht Konstruktionen, sondern Basteln – sich nicht schon nach 14 Tagen oder dem ersten Regen in ihre Einzelmoleküle zu zerlegen beginnen. “Wir haben das immer schon so gemacht, noch nie hat es funktioniert, deshalb machen wir das weiterhin so, denn immerhin hat es sich für alle Amigos gelohnt”.

  2. Es wird eher darum gehen Aussenstehender zu finden, die wissen wie man ein Projekt so darstellt, das es die auslaendischen Kreditgeber befriedigt und die bescheinigen, das alle Ausgaben rechtmäßig und sparsam getaetigt wurden, koste es was es wolle…. Oder im Klartext es wurden fuer viel Geld Fachkräfte fuer nebelkerzen engagiert, damit man weiter machen kann wie bisher.

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