Aus vergangenen Tagen – Teil 1

Asunción: Silvio Pettirossi, geboren im Juni 1887 in der paraguayischen Hauptstadt, wurde Dank eines Stipendiums der paraguayischen Regierung zu einem lizenzierten Pilot in Frankreich ausgebildet.

Er kaufte eine Deperdussin Modell „T“, ein einsitzigen Eindecker mit einem 60 PS, Siebenzylinder Gnôme et Rhône-Umlaufmotor und wurde bekannt durch seine vielen berühmten und außergewöhnlichen akrobatischen Flüge nicht nur in Südamerika, sondern auch in Europa und den USA. Im Dezember 1914 gründete er den ersten Aeroclub de Paraguay und wurde deren Präsident.

Während seiner Rückreise von Buenos Aires nach Asunción auf dem Schiff Formosa, entschied er sich in Villeta auszusteigen und die Menge zu begrüßen. Als er in Asunción ankam, brachte man ihn ins Elternhaus. Damals wollten sich alle Autoritäten mit ihm ablichten lassen, veranstalteten Banketts und hielten Reden, wenn er im Land war.

Als der Rio Paraguay mal wieder einen sehr geringen Pegel hatte, entschied sich Pettirossi auf der Sandbank vor dem López Palast eine Schau zu veranstalten. Nach einigen Proben wurde der Propeller beschädigt und die Schau musste abgebrochen werden. Nach einigen Wochen, in denen paraguayische Techniker einen neuen Propeller bauten, wurde am am 6. Dezember 1914 die Präsentation im Bereich des Puerto Sajonia wiederholt. Die Reporter aus der Zeit erklärten das Gesehene als die eindrucksvollste Kunststücke seiner Laufbahn. Nach der Vorführung trug man Pettirossi auf einem Podest durch das Zentrum der Stadt.

Im Folgejahr nahm Pettirossi an der World Expo in San Francisco (USA) teil, wo er sich einen Ruf als einer der besten Kunstflieger der Welt erwarb. Aus dieser Zeit stammt das Beitragsbild, auf dem Silvio Pettirossi zusammen mit dem Piloten Charles F. Niles zu sehen ist.

Am 17. Oktober 1916 um 09:25 Uhr morgens, bei einer Kunstflug-Vorführung in Argentinien brach bei einem Looping der eine Stütze des linke Flügels seines Flugzeuges auf 1.400 m Höhe ab und zerlegte den Propeller. Das Flugzeug zerschellte auf einer Ranch in der Nähe des Fuerte Barragán, nördlich von La Plata. Pettirossi verstarb im Alter von 29 Jahren noch am Unglücksort.

Wochenblatt / Paraguay de antes

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2 Kommentare zu “Aus vergangenen Tagen – Teil 1

  1. Le Freak C'Est Chic

    Antworten

    Für Drogen- und Waffenschmuggel ist die Fliegerei wie damals heut noch wichtig für den Paragauy. Zu Strössners Zeiten um Unliebsame über dem Chaco abzuwerfen. Für den Flug ASU – FRA der Paragauys, um ihren Müll abzufackeln, damit ihnen von Polizei und guten Ärzten geholfen werden kann, eher weniger. So ein Flug gibt es ab 1.500 US$, aber die Fluggesellschaften akzeptieren keine Streichhölzer oder leere Bierbücks. Also müssens weiter hier bleiben die armen, gschaffigen, „intelligenten“ Freaks. Im schönen, aufstrebsamen Kongo im Zentral Südamerikas.

    1. Es stimmt mich bedenklich, dass Ihre vollkommen sinnfreien Kommentare immer früher in der Tageszeit erscheinen.
      Woran das wohl liegen mag?

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