Auslieferung aus politischen Gründen ungewollt

Asunción: Der uruguayischen Justiz Unwille vorzuwerfen wäre falsch. Es sind eher die paraguayischen Behörden, die einer Auslieferung zweier Politiker und Drogenhändler im Wege stehen.

Von der uruguayischen Justiz gewollt ist der ehemalige Bürgermeister von Caazapá, Francisco Nicolás Sarubbi Brizuela (48) und der Sohn der aktueller Gouverneurin des Departements, César Santiago Morel Roa (35). Bis ins Jahr 2013 versendeten beide wöchentlich eine Tonne Marihuana nach Uruguay. Einer der Piloten war der Onkel des Präsidenten des Landes, Juan Domingo Viveros Cartes.

Bei der Operation Wayra setzte dem Drogenversand aus Caazapá am 29. Juli 2013 ein Endpunkt, als in der uruguayischen Stadt Cebollatí bei einem Feuergefecht wenigstens 20 Personen verhaftet und 487 kg Marihuana beschlagnahmt werden konnte. Beim Entladen des paraguayischen Flugzeugs wurden sie von Anti-Drogen Agenten überrascht. Juan Domingo Viveros Cartes flog die Maschine und wurde verhaftet.

Als Anführer der Gruppe wurden beide paraguayische Politiker ausgemacht. Auch im GPS des Flugzeugs fand man die Daten der Estancia von Francisco Nicolás Sarubbi Brizuela, von der der Flug losging. César Santiago Morel Roa, der Sohn von der Gouverneurin Celina Roa Viuda de Morel will selber bald Bürgermeister werden. Da der Generalstaatsanwalt Javier Díaz Verón aus Caazapá stammt ist davon auszugehen, dass dieser und seine vor Ort installierten Familienmitglieder alles tun, um die Colorado Politiker zu beschützen und einem Auslieferungsgesuch nicht nachzukommen.

Wochenblatt / Abc Color

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