Ausschreibung für Nahverkehrszug noch dieses Jahr

Asunción: Mit etwas Phantasie und viel Optimismus darf man folgende Nachricht verdauen „Ministerium für öffentliche Bauten bereitet Ausschreibung für Nahverkehrszug vor“. Eine öffentlich-private Allianz soll für 300 Millionen US-Dollar Investitionen sorgen.

Von Seiten des Ministeriums für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) wurde mitgeteilt, dass letzte Woche verschiedene technische Meetings durchgeführt wurden, um die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie des Nahverkehrszuges zwischen Asunción und Ypacaraí zu analysieren. Eine Ausschreibung für das Projekt wird noch in diesem Jahr durchgeführt. Man wies auch darauf hin, dass die Ausschreibung im Rahmen einer öffentlich-privaten Allianz (PPP) eine Anfangsinvestition von 300 Mio. USD vorsieht.

Sie führten unter anderem an, dass die Machbarkeitsstudie für den Nahverkehrszug von der Firma Korea Overseas Infrastructure & Urban Development Corporation (KIND) erstellt wurde, einer Einrichtung des koreanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur und Verkehr (MOLIT).

In diesem Sinne fügten sie hinzu, dass die Einführung eines elektrischen Schienenverkehrs erwartet wird, dessen Geschwindigkeit 30 km/h betragen würde, ein Fahrschein 3.600 Guaranies kosten soll und in das öffentliche Personenverkehrssystem integriert wird.

Ebenso erklärten sie, dass der Nahverkehrszug seine Fahrt am Bahnhof an den Straßen Artigas und Peru beenden könnte, von wo aus die Elektrobusse die Passagiere zu den Regierungsbüros im Hafengebiet bringen werden.

Auf der anderen Seite erklärte Ferrocarriles del Paraguay SA (Fepasa), dass die derzeit prekären Bewohner der Avenida Artigas in das Viertel San Blas hinter dem internationalen Flughafen Silvio Pettirossi umgesiedelt werden, dessen Bau vom Ministerium für Wohnungsbau und Städtebau (MUVH) bis heute einen Fortschritt von 40% aufweist.

Nach den Treffen unterzeichnete der Leiter des MOPC, Arnoldo Wiens, zusammen mit den asiatischen Experten eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Regierungen, die Unterstützung und Kontinuität für das Projekt bieten wird.
„Der Nahverkehrszug ist im Rahmen des Gesetzes 5102/2013 oder der öffentlich-privaten Allianz eingefasst und wird in einer ersten Phase zwischen dem Hauptbahnhof und Luque gebaut, wobei der Fahrstreifen und die Bahnhöfe der alten historischen Eisenbahnlinie Carlos Antonio López doppelt genutzt werden“, so Wiens.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Ausschreibung für Nahverkehrszug noch dieses Jahr

  1. Ich weiß nicht wie viele Wiederbelebungsversuche der Bahn ich in den letzten 15 Jahren hier schon erlebt habe. Natürlich wird nie was draus, aber ein paar Nichtsnutze verdienen sich blöd.
    Wie irrsinnig dieser Plan ist kann man ja mal schnell überschlagen.
    Gehen wir mal davon aus, dass das Projekt NICHT im Laufe des Baus teurer wird sondern bei 300 Mio$ bleibt.
    Gehen wir mal davon aus, dass die Bahnen keinen Strom verbrauchen, keine Personalkosten anfallen, keine Reparaturen und Wartungsarbeiten aufkommen.
    Also nur 300 Mio$, die sich in 15 Jahren wieder einfahren lassen sollen.
    Das wären bei einem Fahrpreis von 3600 Gs rund 100.000 Leute die die Bahn jeden Tag transportieren müsste. Auf nur einer einzigen Strecke. Jeden Tag auch Sonntags.
    Ich lach mich schlapp!
    Also jeder Einwohner von Ypacarai, vom Baby bis zum Greis, müsste täglich 4 Mal mit der Bahn fahren, 15 Jahre lang. Wohlgemerkt, alle Betriebskosten noch nicht mitgerechnet.
    Da haben ein paar Amigos wieder eine sinnvolle Arbeit geleistet.

  2. Fuer die Summe werden die Amigos eine alte Dampflok neu streichen lassen und zack ist das Geld wohlverdient in Amigo Taschen. Zum fahren hat man ja weiterhin die Busse, so das schienen kaufen gar nicht nötig ist.

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