Außer Kontrolle: Mit 200 km/h durch San Bernardino

San Bernardino: Am gestrigen Abend kam es zu einem Unfall auf der Straße Wenceslao López nahe dem Amphitheater, wo vier 14-Jährige schwer verletzt wurden. Einer von ihnen fuhr einen Ssangyong Korando mit 200 km/h und verlor allem Anschein nach die Kontrolle.

Vier 14-Jährige, die allesamt Kinder eines Ex-Models und einem Ex-Minister aus der Cartes-Regierung und einem liberalen Senator sind, verunfallten gestern Abend gegen 21:00 Uhr schwer, als sie versuchten 200 km/h mit einem Ssangyong Korando zu fahren. Handyvideos, die sie zuvor in den WhatsApp Status stellten, zeigen, wie sie 194 km/h erreichten und wie ein Motorrad sie zu einem Ausweichmanöver zwingt, wobei sie die Kontrolle verloren haben. Der Fahrer soll leicht verletzt sein, während die anderen alle schwerer verletzt behandelt werden mussten.

Wochenblatt / Twitter / ABC Color

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10 Kommentare zu “Außer Kontrolle: Mit 200 km/h durch San Bernardino

  1. Eine herzlichen Glückwunsch an die Erbauer des Autos. Die Fahrgastzelle sieht noch gut aus, die Tueren ließen sich öffnen und die Airbags scheinen alle ausgelöst zu haben.
    Die Eltern der Kinder haben eine gute Wahl beim Kauf dieses Autos getroffen

  2. So in etwas stellte ich mir schon immer vor, wie es in den „höher gestellten Familien“ zugeht. Aufgrund ihrer Machtstellung bilden sich diese Gesellschaftskreise ein, alle Rechte in Paraguay gepachtet zu haben. Gesetze gelten nur für das gewöhnliche Volk. Der Nachwuchs wird ohne Regeln und Ordnung aufgezogen, wird nicht zur Arbeit angehalten und muß sich nie im Leben durch Leistungen beweisen. Die Sprößlinge dürfen sich so ziemlich alles heraus nehmen, lassen sich daheim vom Personal bedienen wie ein kleiner König und werden, wenn etwas daneben geht, durch die Eltern wieder aus der Misere befreit, sei es durch Schmiergeld oder Druck und Drohungen. Aus einigen dieser „besseren Familien“, die ich das zweifelhafte Glück hatte nähers kennen zu lernen kenne ich das zu Genüge. Dort geht sogar die Regel um, „meine Kinder müssen nichts arbeiten“, wir haben das nicht nötig. Und Titel bekommt man ohnehin ganz leicht, alles nur eine Frage des Geldes oder der Beziehungen. Von Leistungsgesellschaft keine Spur!

    1. Ja, diese Kinder werden nie wirklich arbeiten und für den Geldverdienst sofort zum „Mandar hacer“ bestimmt.
      Sind sie Politiker-Sprösslinge, gehen sie auf jeden Fall auch in die Politik.
      Bei Unternehmerfamilien werden die Kids natürlich auch gehätschelt und studieren dann oft im Ausland. Ob das Kind dann den Abschluß schafft, ist Nebensache, da diese eh sofort Chefposten im Familienbetrieb bekommen werden.

      So bleiben diese immer in ihrer Blase, was sich auch in den Charakterzügen widerspiegelt: Arrogant, nie zufrieden, nur unter sich und völlig gleichgültig gegenüber der Probleme im Land.

  3. Beim Lesen der Überschrift und der Erwähnung im ersten Absatz, dass 14-jährige diesen Wagen gesteuert haben, war schon klar, dass es sich um verhätschelte Rotznasen handelt, sogar Politiker-Sprösslinge. Für die ist im Migone natürlich immer ein Bett frei und die überfüllten Staatskrankenhäuser werden sie niemals von innen her sehen.
    Ein Glück, dass sie nicht den Motorradfahrer umgefahren haben.

  4. Das ist in San Bernadino normal.
    Die verwöhnten Gören rasen dort mit Autos, Quads und Motorrädern herum und die Fußgänger müssen hinten Augen haben, damit sie rechtzeitig in den Graben springen können, wenn die mit überhöhter Geschwindigkeit angerast kommen.
    Da sieht man dann kleine Buben, die kaum mit den Füssen an die Pedale kommen, ihre noch kleineren Geschwister auf dem Quad herumkutschieren.
    @Philipp
    selbst wenn die den Motofahrer totgefahren hätten, gäbe es für sie keine Konsequenzen.
    Die Familie des Toten bekommt – vielleicht – die Beerdigung bezahlt und eine kleine Entschädigung.
    Hoffentlich finden sie den Motofahrer nicht. Nicht daß der dann noch die Schuld am Unfall der „armen Kinder“ bekommt.
    Was hatte der denn auf der Straße verloren, die die Jungs als Rennstrecke brauchten?

  5. Niemand hatte gestern zu der Uhrzeit von denen auf der Straße was verloren, denn es galt ja noch die Ausgangssperre der strengen Quarantäne. Immer wieder erstaunlich wie viele schwerere Unfälle gerade zu Zeiten der Ausgangssperre passieren. Werden wahrscheinlich nichts draus lernen, es sei denn sie behalten bleibende körperliche Schäden zurück. Hätte schlimmer kommen können, mein Mitgefühl hält sich in Grenzen.

  6. Immer und überall dasselbe – ist ja nicht nur hier in Paraguay so!
    Gerade Bonzenkinder auf der ganzen Welt!
    Ich finde es erschreckend, dass die Erziehung meist in Bonzenfamilien so übel ist.
    Dann doch lieber in normalen Familien aufwachsen und eine vernünftige Erziehung genießen!!!
    Was sind Werte und was ist Wichtig? Empathie, Pünktlichkeit, Selbstliebe, Hilfsbereit sein, „Kritik“ üben und aber auch annehmen können (muß nicht immer negatives sein), Ehrlichkeit und vieles mehr – aber wer lernt das heute noch? Jetzt kommt bestimmt gleich wieder die „Nayi-Keule“!?

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