Baby stirbt wegen politischen Differenzen

Yaguareté Forest: Lastkraftwagen um Drogen zu transportieren gibt es Unmengen in San Pedro, ein Rettungswagen, der ein Kind nach Asunción bringen sollte, nicht.

Ein 3 Monate altes Baby wurde aus dem fernen Yaguareté Forest ins Regionalkrankenhaus nach Santa Rosa de Aguaray gebracht um behandelt zu werden. Als sich sein Gesundheitszustand merklich verschlechterte, gab es keinen Krankenwagen zum Weitertransport des Kindes nach Asunción. Die Kommission der Ortschaft, aus dem die Familie stammt, erklärte keinen Fahrer zur Hand zu haben. Allerdings ist die Kommission eine der Colorado Partei und diese untersagt all denen Hilfe, die nicht der politischen Partei angehören. Auch wenn dies jetzt versucht wird zu relativieren, entspricht es dem Leitsatz der Gruppierung.

Die Direktorin des Regionalkrankenhauses in Santa Rosa de Aguaray, Lourdes Jara, bestätigte einen Krankenwagen im Gesundheitsposten in Yaguareté Forest angefordert zu haben. Auf die Anfrage kam wenig später die Antwort dass die Kommission den Transport der Familie verboten hat. Die Mediziner suchten händeringend nach einem anderen Rettungswagen, der jedoch erst am Montag bereitstand. Das Baby verstarb auf dem Weg nach Asunción.

Die Doktorin Lourdes Jara erklärte, dass die Kommission von Yaguareté Forest fordert, dass der Fahrer des Rettungswagens aus der Region stammt. Nach dem Vorfall informierte die Ärztin das Gesundheitsministerium in Asunción. Federico Paredes, ein Nachbar der Eltern, bestätigte, dass es nur wegen politischen Differenzen zu der Entscheidung kam. Auch er wird Anzeige gegen die Kommission stellen.

Wochenblatt / Última Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

2 Kommentare zu “Baby stirbt wegen politischen Differenzen

  1. Das eben ist die geniale und vortreffliche medizinische Versorgung der hiesigen Bevölkerung. Die Zugehörigkeit zur Partei ist die Voraussetzung und der Entscheid über den Erhalt von Leben oder Tod. Wahrlich eine soziale und christliche Einstellung.

  2. Man hoert ja schon viel Schlimmes, aber das schockiert wirklich. Fahrlaessige Toetung ist das. Die Leute im Ort sollten diese Kommission zum Teufel jagen.
    Wer da noch mit solchen Typen verkehrt oder sich solidarisiert, der gehoert gleich mitbestraft.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.