Babyhandel: Kind für 1,2 Millionen Guaranies verkauft

Cascavel: Die brasilianischen Behörden taten gut daran die Kollegen in Asuncion wegen dem nicht identifizierten Jungen um Rat zu bitten. Dank des Aufrufs durch die Presse meldete sich der Vater.

Es ist ein armer Mann, der zwar arbeiten geht und Unterhalt zahlt aber ansonsten nicht viel hat. Im Juli sah er das Kind und die Mutter das letzte Mal. Danach brach der Kontakt ab. Bis August zahlte er Alimente, danach hörte er nichts mehr von Mutter und Sohn.

Anscheinend war die Mutter nach Brasilien gereist und hatte den Jungen angeboten. Die brasilianischen Behörden verfügen über Informationen, dass ein Paar ihn für 700 Real oder 1,2 Millionen Guaranies kauften und wegen nicht vollständiger Papiere ihn wieder aussetzten. Eine Adoption wäre nicht möglich gewesen, deswegen entschieden sie sich dafür ihn auszusetzen.

Seit zwei Wochen ist der Kleine unter Aufsicht, in einem Heim in Cascavel, rund 470 km von Asunción entfernt. Mit viel Glück kann er sich in ein paar Jahren nicht mehr daran erinnern, vorausgesetzt, dass die Mutter und andere Verantwortliche dafür zur Rechenschaft gezogen werden und dem Kind eine normale Kindheit erwartet.

Der Babyhandel ist in Paraguay eine weit verbreitete Praxis bei Eltern der Unterschicht. Zusammen mit korrupten Ärzten werden Geburtsurkunden auf die neuen Eltern ausgestellt und somit der Weg zur illegalen Adoption geebnet.

Wochenblatt / Última Hora

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2 Kommentare zu “Babyhandel: Kind für 1,2 Millionen Guaranies verkauft

  1. das passiert selbst innerhalb den familien selber. eine ex von mir und deren schwester war offiziell die tochter ihrer eigenen großmutter und hatten den Namen eines „neuen“ grossvaters, nur das Sie dann das Land das eben dem freund der großmutter gehört dann irgendwann mal erben könnte weil ist ja quasi dann die nächste erbberechtigte ist. die leibliche mutter macht halt alles fürs geld im warsten sinne des wortes … willkommen in paraguay !!

    1. Das ist verständlich, und normal! Wenn ums Geld,Erbteile geht,bleibt in Deutschland auch kein Stein auf dein andern.
      Was meinst Du wie viele Adoptionen es gibt um das Erbe Kostengünstig zu regeln.Dass Prüft so gar das Gericht bei der Adoption ob das der Grund ist. Die Familie hatte bestimmt einen guten Anwalt und Notar!
      Es ist eine Schweinerei das Sie das Kind so ausgesetzt haben. Das kann man auch menschlicher Regeln!
      Es ist immer eine Möglichkeit vorhanden so etwas mit ein paar Kröten bei einen Mondscheinnotar, Anwalt in die Reihe zu bekommen.Papier ist geduldig in Paraguay es muss nur richtig beschrieben werden.

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