Bachi gesteht ein, dass er und Cartes vereinbart hatten, die Agenda 2030 in Paraguay umzusetzen

Asunción: Der HC-Abgeordnete Basilio “Bachi” Núñez bestätigte, dass Horacio Cartes seine Verpflichtung zur Agenda 2030 unterzeichnete, als er 2015 Präsident der Republik war, und dass er (Bachi) auch einer der Gesetzgeber war, die deren Umsetzung in Paraguay im Jahr 2020 beschlossen.

Allerdings sagte er, ganz zufällig wenige Tage vor den Wahlen, dass “sie das Recht haben, nachzudenken (was sie anscheinend zuvor nicht taten)”. Mehrere Abgeordnete behaupten, dass die Colorados die Angst der Bürger als politische Kampagne nutzen, um Stimmen zu gewinnen.

Teile der Colorado-Partei, insbesondere die vom ehemaligen Präsidenten Horacio Cartes geführte Bewegung Honor Colorado, führen eine Kampagne gegen mehrere Vorschläge, wie den Plan zur Umgestaltung des Bildungswesens, der angeblich die “Gender-Ideologie” einbeziehen soll, obwohl in den Zeilen des Bildungsvorschlags absolut gar nichts davon erwähnt wird.

Den Gegnern des Plans zufolge handelt es sich um eine Kampagne, die Paraguay dazu bringen soll, die Bedingungen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) zu akzeptieren.

Was Honor Colorado, ein Kritiker der 2030-Agenda, nicht erwähnt, ist, dass Horacio Cartes selbst den UN-Vorschlag 2015 unterzeichnete und ihn zwei Jahre später (2017) zusammen mit den Chefs der anderen Regierungszweige ratifizierte.

Auf die Frage, ob es Cartes war, der die verteufelte Agenda 2030 in Paraguay eingeführt hat, bejahte Bachi, und dass er im Jahr 2020 im Kongress sogar dafür gestimmt habe. Zu diesem Zeitpunkt wurde der UN-Vorschlag nicht in Frage gestellt.

Nur wenige Tage vor den parteiinternen Wahlen und mitten im Wahlkampf behauptete Núñez jedoch, dass die Cartistas “das Recht haben, nachzudenken”, und warf der Regierungspartei den “Ball” zu, indem er sagte, dass Mario Abdo Benítez derjenige sei, der die oben genannte Agenda umsetzen wolle.

“Wir müssen die Fähigkeit zum Nachdenken haben. Jetzt gibt es Beiträge von Nichtregierungsorganisationen, die sich direkt auf bereichsübergreifende Ansätze beziehen, die das Tor zur Gender-Ideologie darstellen; das gab es früher nicht (was so nicht stimmt)”, argumentierte Bachi.

Ablehnung der EU-Spende

Bachi verwies auch auf die Ablehnung einer Spende der Europäischen Union (EU) in Höhe von 38 Millionen Euro für Paraguay. Er argumentierte, dass sie das Abkommen ablehnten, weil sie nicht “der Gender-Ideologie Tür und Tor öffnen” könnten, die in dem Kooperationsabkommen mit der EU nicht erwähnt werde.

In der Plenardebatte äußerten sich die Abgeordneten allgemein kritisch über den Nationalen Plan für die Umgestaltung des Bildungswesens und die angeblich drohende Einführung der “Gender-Ideologie”. Dieser Plan wird jedoch aus dem Fonds für Exzellenz in Bildung und Forschung (FEEI) und nicht aus diesem Abkommen mit der Europäischen Union finanziert. Die Finanzierung des Plans wird von Itaipú übernommen und nicht von der EU. Somit haben die Abgeordneten, die dafür stimmten nur einmal mehr gezeigt wie dunkel es in ihrem Oberstübchen ist. Immer heißt es man solle nachdenken, doch wenn die EU damit nichts zu tun hat, hat man den falschen Baum angebellt.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Bachi gesteht ein, dass er und Cartes vereinbart hatten, die Agenda 2030 in Paraguay umzusetzen

  1. Wie ich heute schon schrieb: der typische konservativ nach der Kirche Colorado Wähler braucht keine Bildung. Sie unterscheiden sich in nichts von liberalen oder linken und das Ergebnis ist globaler Schwurbel. Wer nicht akzeptieren will, dass es nur ums gewinn abschöpfen der obersten 10.000 geht und je linker und weltoffener es klingt umso grösser ist der Kuchen, der kassiert werden kann, der hat nun mal verloren.

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