Beispielloses Bußgeld für Ausländer wegen Abholzung

Santa Rosa de Aguaray: Dem brasilianischen Großgrundbesitzer Ulisses Rodríguez Teixeira wurde ein Bußgeld wegen illegaler Rodung verordnet, welches es so in seiner Höhe noch nie gegeben hat.

Wegen der Rodung seiner Grundstücke in den Departements Amambay und San Pedro wurde der Brasilianer zu einer Geldstrafe von 20.000 Tagessätzen eines Mindestlohnes bzw. 1,5 Milliarden Guaranies verdonnert, was etwa 240.000 Euro entspricht.

Dieses Bußgeld ist nicht nur das erste seiner Art was sich auf das Dekret N° 2598/14 stützt, sondern es trifft auch ein Ausländer der nicht der Regierungspartei angehört. Seit drei Jahren gibt es dieses Dekret und ein Ausländer ist nach 1000 Tagen der erste, der illegal abholzt haben soll?

Laut der Resolution N° 404 vom 21. Juli 2017, unterzeichnet vom Minister für Umweltbelange, Rolando De Barros Barreto, kam man zu dem Ergebnis, dass Ulisses Rodríguez Teixeira für die Rodung verantwortlich ist, hieß es weiter in dem Pressebericht der Seam.

Seine 12 Grundstücke im Umkreis von Santa Rosa del Aguaray und Capitán Bado wurden genauer unter die Lupe genommen, da erstens “Null Rodung“ gilt und zudem sich die Oberfläche seine Grundstücke während der Jahre sehr verändert hat.

Das Gesetz der „Null Rodung“ legt dem Eigentümer auf die Waldfläche so zu belassen wie sie ist. Großgrundbesitzer erhalten solche Lizenzen, und müssen sich daran halten.

Wochenblatt / SEAM

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6 Kommentare zu “Beispielloses Bußgeld für Ausländer wegen Abholzung

  1. Das Gesetz gilt fuer alle im Osten, leider erwischt es nur ab und zu ein Grosser. Die Kleinen machen weiter da sie zuwenig rentabel sind und ihre Tadessaetze nicht bezahlen koennten. Leider sind viele kleine Flaechen auch eine grosse Flaeche und unserem Wald geht es immer schlechter.

  2. 240 000 Euro sind viel Geld .
    Aber der Wald , der hunderte von Jahre gebraucht hat um zu wachsen , ist unersetzbar .
    Wohin sollen die ganze Tiere ????Denen nimmt man ihr zu Hause.
    Die können nichts dafür , dass der Mensch ein ,, Niemehrsatt “ ist .

  3. Zum Glueck sind es nur die Auslaender! Stellt euch vor die Paraguayer wuerden gleich schlecht arbeiten! Der Staat haette zuviel Geld zur Verfuegung durch Bussen

  4. 1983 waren 75% der Landesfläche Wälder. 2017 dürften es noch 12% sein. Aber immerhin gibt es noch ein paar Naturschutzgebiete wo, mangels an Parkwächter, die Motorsäge bereits ihren Dienst tut.

  5. WOW das ist aber ein hohes Bußgeld !! Gerade mal 20 Euro pro Hektar. Der wird sich aber ärgern.
    Bei einer Wertsteigerung von 3000- 4000 Euro ist das ein wirklich schlechtes Geschäft.
    Der hat 13000 hektar Wald illegal gerodet.

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