“Die Jungen rauben auf der Straße, die Alten in der Politik“

Asunción: Ein Video eines Raubüberfalls, aufgezeichnet von einer Überwachungskamera in einem Bus zeigt zwei Minderjährige mit einem Messer. Der erstbeste Kommentar ist die Überschrift. Was denkt das Volk?

Ist die paraguayische Mittelschicht seiner Jugendlichen und Politiker überdrüssig? Was veranlasst die Menschen schlecht über den Nachwuchs zu denken? Die paraguayische Regierung stellt doch innerhalb der letzten Jahre ihren Beitrag für die sozial schwächer gestellten Menschen unter Beweis. Es wurde soviel in Sozialwohnungen und Bildung investiert, dass mittlerweile kein Geld mehr für Bauern vorhanden ist, die im Inland ein weitaus schlechteres Leben führen.

Geld denen zu verweigern, die nicht zum eigenen Wahlbezirk gehören ist als Gesetzgeber sehr einfach. Der stellvertretende Vizepräsident der Colorado Partei, Darío Filartiga brachte es heute auf den Punkt: „Wir können den Bauern nicht ihre Schulden erlassen, da das Geld allen Paraguayern zusteht“. Leider hapert es noch bei der Umsetzung, denn nur 5% leben von dem was 95% fehlt.

Damit kein Geld in falsche Hände gelangt sorgen die Politiker. Nur Familienangehörige werden in gut und sehr gutbezahlte Positionen gehievt, meist ohne einen Handschlag tun zu müssen. Damit dies so weiter geht, und kein Geld in falsche Hände gerät braucht es unsere Politiker. Nein ein Raub ist es nicht, nur eine gewollte Zweckentfremdung.

Damit erklärt sich von selbst, was das Volk so sehr an seinen Politikern mag, was sie dafür qualifiziert im nächsten Jahr wiedergewählt zu werden.

Wochenblatt

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