Betrug bei der Rente

Asunción: Die Sozialversicherungsanstalt IPS ermittelt in mehreren hundert Fällen wegen Betrug bei der Rente. Es gibt zwei Arten von Versuchen, um mit einem höheren Betrag in den Ruhestand zu gehen.

Dies ist auf die Möglichkeit zurückzuführen, die Artikel 4 des Gesetzes 1286/87 heute bietet und besagt, dass nur die letzten drei Beitragsjahre als Referenz für die Berechnung der Rente berücksichtigt werden.

Wie Pedro Halley, Generaldirektor aus der Beitragsabteilung vom IPS, erklärte, besteht eine der angewandten Strategien darin, das erhaltene Gehalt und somit die Einzahlungen zu erhöhen, sobald sich der Arbeitnehmer den letzten drei Jahren nähert (von 25 Beitragsjahren, um in den Ruhestand zu treten), um mit einem höheren Betrag in den Ruhestand zu treten.

Zum Beispiel zahlt eine Person für 22 Jahre IPS-Beitragsjahre den Mindestlohn ein, aber ab Eintritt in das Jahr 23 zahlt sie zwei, drei oder mehr Mindestlöhne, um mit einem viel höheren Betrag in Rente zu gehen.

Der andere Mechanismus, der normalerweise von Personen angewendet wird, die versuchen, das Institut IPS zu täuschen, besteht darin, für 22 Jahre einen Beitrag zum Mindestlohn zu leisten (aber mehr als dieser Betrag wird verdient). Wenn sich jedoch die letzten drei Beitragsjahre nähern – um die vom IPS geforderten 25 Jahre zu erreichen -, beginnt der Beitrag zur Rente nach dem tatsächlichen Gehalt anzusteigen. Damit zahlt der Betroffene 22 Jahre weniger, als er tatsächlich überweisen musste, geht jedoch ganz normal in den Ruhestand, da das Gesetz 1286/87 nur die letzten drei Beitragsjahre als Parameter für die Berechnung der Rente festlegt.

In diesem Zusammenhang bemerkte Halley, dass mindestens 30 Fälle von Betrugsversuchen pro Monat festgestellt werden. Dies entspricht rund 360 Fällen pro Jahr, multipliziert mit 12 Monaten.

Der Betrag, den das Institut IPS derzeit zur Deckung der Rente ausbezahlt, beläuft sich nach offiziellen Angaben auf 32 Mio. USD.

Ein Gesetzesentwurf, der letzte Woche von der Exekutive zurückgezogen wurde, versuchte, diese Möglichkeit zu korrigieren, die das Gesetz 1286/87 heute jenen bietet, die das IPS betrügen wollen. Die Initiative zielte darauf ab, den Bezugszeitraum, der bei der Berechnung der Rente eines Beitragszahlers berücksichtigt wird, auf 10 Jahre zu verlängern.

Die Entscheidung – das Projekt zurückzuziehen – wurde vom Präsidenten der Republik, Mario Abdo Benítez, aufgrund der auf regionaler Ebene beobachteten sozialen Sensibilität getroffen, insbesondere in Chile und Ecuador.

Halley sagte, dass es mit der Verlängerung des Berechnungszeitraums (von 3 auf 10 Jahre) für diejenigen, die eine der beiden Strategien anwenden wollen, um die Rente zu täuschen, weniger rentabel sein werde.

Wochenblatt / Ultima Hora / Foto Archiv

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5 Kommentare zu “Betrug bei der Rente

  1. Wer ein derart dummes Gesetz plant und verabschiedet, daß bei Rentenansprüche nur die Bezüge der letzten drei Jahre entscheidend sind, dem sind auch andere Verrücktheiten zuzutrauen. Was haben eigentlich die dafür verantwortlichen Politiker im Kopf? Welche Bildung haben solche Politiker? Kein Wunder, wenn in diesem Land derart verwunderliche Zustände herrschen. Gleichzeitig kann aber auch die Unfähigkeit der Opposition und der Presse angeprangert werden, die das Zustandekommen solcher Wahnsinnsgesetze nicht energisch bekämpft sondern offensichtlich als „normal“ akzeptiert hatte. Wie soll ein Staatswesen funktionieren, wenn ca. 90 % der Staatsausgaben für Personalkosten drauf gehen (alles unterbeschäftigte und teilweise völlig unqualifizierte Amigos und Parteibonzen!!) und gleichzeitig unangemessen hohe Rentenbezüge gewährt werden, sowie dem Rentenbezugsbetrug alle Türen weit geöffnet werden? Hat das nun System, oder hat das nur etwas mit absoluter Dummheit und Unverantwortlichkeit zu tun? Man kann es einfach nicht begreifen! Paraguayversteher mögen sich nun wieder aufregen, daß sich ein „Ausländer“ erdreistet seine Meinung zu äußern. Doch von diesen „Paraguayverstehern“ (die wissen schon, wen ich meine) kommt ja außer Lob und Relativierung nichts rüber. Genau das ist das Hauptübel, das sich im Lande nichts wirklich verändert und verbessert. Alles wird vertuscht, verharmlost und gelobt – dafür jeglich Kritik als Beleidigung betrachtet. So ein Verhalten kenne ich eigentlich nur aus dem Kindergarten und von ungebildeten Menschen.

  2. In der Schweiz werden Beitragsjahre vom 20-65 Altersjahr berechnet und daraus ein Durchschnitt berechnet! Alle Jahre einbezogen fuer die AHV (Erste Saeule) Bei fehlenden Beitragsjahre wird die Rente prozentual gekuerzt
    Betraege beziehen sich auf Einzelpersonen! Ehepaar Renten sind 1,5 mal die Einzelrente
    Einzelrentenminimum 1165 Dollar und Maximum im Moment 2370 Dollar (Dazu kommen 2. und 3 Saeule Renten und bei Bedarf Ergaenzungsleistungen! Die Renten werden der Teuerung angepasst……

  3. Warum soll der Berechnungszeitraum der Renten von 3 auf 10 Jahre erhöht werden und nicht auf das laaaaange Arbeitsleben von 45, pardon, 25 Jahren? Sie nicht wissen? Ok, ich dir schreiben: Schon mal einen gesehen hierzulande mit fünfundzwanzig Fingern um das arithmetische Mittel zu berechnen? Hoffe Frage zur Zufriedenheit beantwortet. Obwohl es dennoch schwierig sein wird den Mittelwert von 2.000 USD Einkommen über zehn Jahre mit zehn Fingern zu kalkulieren. Aber wozu hat den Facebocks Calcapp auch im „Schwarzen in Ayudin gebadet Länd“ Einzug gehalten.

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