Bildungsminister gibt Schulbeginn für nächstes Jahr bekannt

Asunción: Wie der Minister für Bildung und Kultur, Víctor Ríos, heute bekannt gab beginnt das Schuljahr 2012 am 23. Februar. Dieses Datum ist allgemein gültig für staatliche wie private Bildungseinrichtungen.

Das schulische Chronogramm, geplant für das nächste Jahr soll einen ungestörten Ablauf ohne Streiks mit sich bringen d.h. automatische Lohnerhöhung gegen das Versprechen keine Stopps einzulegen.

Eben erst billigte der Senat einen 22% Lohnanstieg für eine Halbtagsschicht ab dem kommenden Jahr. Auf diesen Prozentsatz wurde nur deswegen eingangen weil die Lehrer den Schuljahresbeginn 2012 in Frage stellten oder gar absagten wenn es nicht zur versprochenen Lösung kommt.

(Wochenblatt / IPP)

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3 Kommentare zu “Bildungsminister gibt Schulbeginn für nächstes Jahr bekannt

  1. Also auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt mal vom Thema abschweife, gratuliere ich zu diesem restlos unverbindlichen Termin. Selbst wenn er eingehalten wird UND es vor allem nicht regnet, werden nur die hälfte aller Leerkörper (nein! ich habe mich nicht verschrieben!) anwesend sein. Das macht aber auch gar nichts, denn man übt sich ohnehin mindestens zu 80 % des Schuljahres in allgemeiner Volksverblödung. Besonders die Nationalhymne benötigt größte Aufmerksamkeit. Ganz wichtig ist auch der Unterricht in Guarani! Ich habe nichts dagegen, Traditionen zu erhalten, das ist wichtig, aber vernünftiges Castellan und Englisch, wären mindestens genauso wichtig und das ist nur ein Beispiel von vielen. Problem: Das können auch die Lehrer nicht. Dieser Sachverhalt lässt sich auch jederzeit überprüfen.Bitten Sie einfach nur einen Leerkörper Ihrer Wahl, Ihnen eine Sms zu einem beliebigen Thema zu schreiben und zählen Sie die Rechtschreibfehler. Aber trösten Sie sich, auch das deutsche Schulsystem krankt an allen Ecken und Enden und Paraguay und Deutschland sind sich grundsätzlich in so vielen Dingen ähnlicher, als man es im Allgemeinen zugeben will.

    1. Ich bin von der Grundschulbildung in Paraguay positiv überrascht. Fächer wie „salud“ (Gesundheit) würde ich mir auch in Europa wünschen. Guarani ist für mich selber ein Desaster. Worte mit 5 Buchstaben, davon 3 ein „y“ sind ein 1a Zungenbrecher. Trotzdem nehme ich zur Kenntnis, daß viele arme Paraguayer (und die gibt es zahlreich) nichts Anderes als Guarani können. Die Sprechen schlechter Castilliano, als so mancher von uns Gringos.

      Das Singen der Nationalhymne war auch in Deutschland üblich, und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl.
      Wäre der Krieg nicht verloren worden, würden auch die Deutschen noch in der Schule diese singen. Franzosen zB tun dies ja auch heute noch.

      Die Lehrerinnen (Frauenanteil 90%) sind für Europa unterqualifiziert, aber für Paraguay reicht es. Die üblichen Berufe der ärmeren Paraguayer wie Zuckerrohrschneider, Kuhhirte oder Arbeiter am Bau verlangen nicht nach hoher Bildung. Und mal ganz ehrlich – wo sollen die gebildeten Paraguayer für den Lehrkörper herkommen?

      Wenn zB ein Arzt gut ist und in EU/USA studiert, dann bleibt er dort.
      Wenn er halbwegs brauchbar ist, dann geht er nach Argentinien oder Brasilien.
      Wenn er niergends sonst genommen wird, halt nach Asuncion. In der Provinz findest du dann, was sogar dafür zu schlecht ist. Und das gilt sinngemäß für alle Bereiche des Lebens.

      Für alles nach der 6. Klasse gibt es Privatschulen. Dort wird auch zB Englisch unterrichtet. Kostet halt. Bildung ist in PY eine Geldfrage mehr als alles andere.

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