“Bitte bestraf mich“

Asunción: Mit einer außergewöhnlichen Bitte wendete sich Senator Enrique Riera an den Kongresspräsidenten Blas Llano. Doch Vorsicht, hier werden zwei Absichten verfolgt.

Vergangene Woche, als Senator Enrique Riera (HC) seinen Kollegen Paraguayo Cubas aufforderte vor die Tür zu gehen, um die Fäuste fliegen zu lassen, auf was dieser nicht einging, kam er zu seinem Pult und verprügelte ihn, weil er sich verbal provozieren ließ.

Die Cartes-Medien, die Riera schon zum Märtyrer erklärten und der Dank seines Mea Culpa schon einen Heiligenschein erhielt, veröffentlichten heute Morgen den Wunsch des Politikers betraft zu werden. Dies, so scheint es jedoch, soll nicht nur seinem Ansehen helfen, sondern auch dessen seines Chefs. Abgesehen davon soll wohl auch Cubas bestraft werden, obwohl der sich nicht einmal wehrte. Im Gegenteil, er legte es zwar darauf an, dass Riera ihn verprügelt, ist dennoch ein Opfer.

Jetzt liegt es an Blas Llano, der schon vor Beginn des Wochenendes sagte, dass er nicht ausschließe Paraguayo Cubas aus dem Kongress zu verbannen, da dieser selbst nach Ausschluss für 60 Tage ohne Lohn und Verwarnung dennoch verbal beleidigend wurde. Die Verfassung sowie das interne Reglement beinhaltet jedoch keine Grundlage auf welcher man einen Ausschluss entscheiden könnte. Dennoch spürt man, dass er fast allen ein Dorn im Auge ist. Er hingegen gewinnt an Popularität.

Wochenblatt / Hoy

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

7 Kommentare zu ““Bitte bestraf mich“

  1. Gesetze zur Abhandlung auf Angriffe auf Leib und Leben und alle anderen Gesetze gibt es hierzulande wie in jedem zivilisierten Land. Nur fehlt noch ne Kleinigkeit, wie eine funktionierende Justiz und Polizei.
    Senator Cubas müsste einen Polizei- und einen Fiscalia-Rapport ausstellen, sich im Spital untersuchen lassen und einen Anwalt nehmen, der eine Gerichtsverhandlung anteigt. Nach fünf bis 15 Jahren bis zum Gerichtsentscheid könnte dabei aber auch herauskommen, dass er sich seine Wunden selbst hinzugefügt hat, als er sich zwischen Klobrille und -deckel eingeklemmt hat, trotz Video. Kommt halt immer darauf an wer die besseren Amigos und die vieleren grün-quadratisch-nummerierten Dokumente vorlegen kann.
    In zivilisierten Ländern rings um eine Bananenrepublik mit Ausnahme einig äquivalenter afrikanischer Staaten würde sich ein Staatsanwalt von Amteswegen bemühen. Vielleicht damit solch Gewaltbereiten und -tätigen Personen aus dem Verkehr gezogen werden, BEVOR sie jemanden töten?
    Aber psst, nicht weitersagen, das bleibt unter uns. Bananastan wir auch das noch erfinden.

    1. Ach ja, glatt noch vergessen. Nach der Polizei und Fiscalia muss man natürlich noch ins Ministerium de Automovil y Motoren, wohin man von diesen verwiesen wird, um einen Fackel ausfüllen zu lassen, sonst geht gar nichts.

      1. Haben Sie vergessen, dass Abgeordnete und Senatoren gegenüber der Strafverfolgung immun sind?
        Wer soll die Immunität gegenüber einem HC-Vasallen aufheben?

        1. Da haben Sie recht. Wie ich aus Ihren bisherigen Kommentaren entnehmen konnte verstehen Sie etwas von Recht und Gesetz, waren eventuell früher selbst in dieser Richtung tätig, vielleicht sind sie sogar Richter oder Anwalt (gewesen). Aber das geht mich nichts an. Ich hoffe, Sie verzeihen mir meine Vermutungen.
          Ich verstehe nicht viel von Recht gemäß hiesig Strafgesetzbuch. Während meiner Ausbildung hatten wird Recht, aber nur als Nebenfach.
          Trotzdem bin ich mir sicher, dass wenn es um tätliche Ausführungen auf Leib und Leben geht, auch ein Abgeordneter nicht dem Recht außen vor steht.
          Solch „immune“ Politiker können zwar straffrei Drogen und Waffen schieben, korrupt-sein gehört zur Grundausbildung und sonstig Nebengeschäfte dürfen nicht genauer untersucht werden.
          Vermutlich haben Sie Ihren Kommentar eh ironisch gemeint.

    1. Guter Gedanke an sich, spart viel Geld.
      Duellpistolen sind nicht so gut,bitte Maschinengewehre sie schaffen mehr freie Sitze!

  2. Das ist doch in Deutschland auch nicht anderes, “ solange die Presse anwesend ist, geben die sich die Kante“, danach wird gemütlich zusammen gesoffen, nach dem Motto, das “ dumme Volk, Lemminge“, haben wir wieder gut verarscht.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.