Blutspendeaktion als Form der Nächstenliebe in der Fastenzeit

Asunción: Unter dem Motto “Die Nächstenliebe ist die Gabe, die unserem Leben Sinn gibt“ startet die Sozialpastoral der Erzdiözese die Fastenaktion 2023 mit einer Blutspendeaktion.

Die Kampagne hat drei Fronten: Die Blutspende als höchsten Ausdruck der Nächstenliebe und des Lebens. Die Fastenzeitkollekte, die Spenden sammelt, um pastorale Arbeit für Bedürftige, gefährdete Familien in Armut zu finanzieren sowie persönliche Einkehr und Besinnung.

Die Sammlung läuft bis zum 30. April und am Samstag, den 1. und Sonntag, den 2. wird es eine öffentliche Spendenaktion geben, die hofft, 500 Freiwillige aus den verschiedenen einflussreichen Pfarreien der Erzdiözese zu mobilisieren. Die Ehrenamtlichen werden ordnungsgemäß zu erkennen sein, informierte Fabio Sacarello, Koordinator der Sozialpastoral.

„Eine der Säulen der Fastenzeit ist die Nächstenliebe, deshalb sammeln wir in dieser Zeit Spenden ein”, berichtete Sacarello und sagte, dass sie 8 laufende Projekte haben, einige davon international finanziert sowie andere mit der lokalen Aktion. „Letztes Jahr haben wir 9.010 Menschen betreut, 7.560 wurden durch Kampagnen besucht, im Chaco mit Trinkwasser für indigene und andere gefährdete Gemeinschaften, Blutspenden, mit hoher Beteiligung, andere Kampagnen das ganze Jahr über, wie Weihnachten mit ihrem Nachbarn teilen, mehr als 5.000 Essenspakete wurden geliefert, Welttag der Armen, an dem in allen Pfarreien 2.600 Personen mit einem Mittagessen versorgt wurden“, berichtete Sacarello.

Das Erzbistum finanzierte auch Stipendien für Menschen mit niedrigem Einkommen und unterstützte 80 drogenkranke Jugendliche. Mit der Pandemie begann im Seminarzentrum die Sozialapotheke und die medizinische sowie zahnärztliche Praxis für Menschen in Not. Auch in Asunción wurde letztes Jahr eine provisorische Unterkunft für indigene Völker eingerichtet, die nun nach Möglichkeiten zur Stärkung und Fortsetzung sucht. Ebenso das Projekt im Stadtviertel La Chacarita zur Unterstützung gefährdeter Menschen, Frauen und Kinder.

Der Generalvikar, Priester Víctor Giménez, der an der Präsentation der Kampagne teilnahm, brachte zum Ausdruck, dass die Fastenkampagne 2023 eine Einladung an die katholische Gemeinschaft, an die Brüder und Schwestern, an die Gemeindemitglieder, an die Familie der Erzdiözese und an Menschen guten Willens sei. „Wir tun nichts Außergewöhnliches, im Gegenteil, wir laden unsere Gemeindemitglieder dazu ein, ihre Herzen zu öffnen und mit der Sozialpastoral zusammenzuarbeiten“, fügte er hinzu.

Pater Enrique López, Pastoralvikar, beendete die Veranstaltung, indem er betonte, dass alles, was sie tun, aus pastoraler Perspektive erfolge, um alle zu behüten und zu begleiten. Er ermutigte die Sozialpastoral in dieser großartigen Arbeit, die sie in der Erzdiözese leisten, er forderte auch die jungen Menschen auf, diesem synodalen Weg zu folgen, um ihre Zeit, ihre Gaben für so viele Bedürftige zu spenden. „Unser Kardinal Adalberto Martínez sagt uns ständig, dass wir nicht vergessen sollen, dass wir mit Menschen arbeiten, mit bestimmten Menschen und unter ihnen mit den Bedürftigsten, den Leidenden, den Schwachen“, betonte er abschließend.

Spendeninteressenten können dies auch durch Überweisung auf das Konto der Banco Itaú de la Pastoral Social 70011098-2 und RUC 80000457-4 oder durch Zahlungsanweisungen per Handy 0982 333848 tun.

Wochenblatt / Hoy

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11 Kommentare zu “Blutspendeaktion als Form der Nächstenliebe in der Fastenzeit

  1. Diese ganzen warmen Worte passen nicht zur Verkommenheit der Gesellschaft. Es wird geklaut, betrogen, gemordet und Kinder entführt. Werte werden nicht mehr vermittelt, das einzige was hierzulande zählt sind grüne Scheine und Status. Das vielleicht letzte Fundament einer Gesellschaft, die Familie, soll nun auch noch bekämpft werden durch die Gender-Ideologie.

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    1. Ich hab es ja auch nicht schlecht geredet. Nur fühlt es sich irgendwie irreal an, wenn ein Bischof zur Nächstenliebe und Spenden aufruft, während hochkriminelle und dabei sehr vermögende Menschen das Land ausplündern. Und viele Menschen ahmen diesen “Vorbildern” nach.

  2. @Onkel Nick
    dann erkundige dich mal, was du für einen Beutel Blut blechen musst, wenn du im Hospital welches brauchen solltest.
    Selbst wenn Angehörige spenden, wird noch brutalst abgezockt für dieses Blut.
    Die Blutspenden werden allerdings fast alle ins Ausland verkauft, weil das am meisten Geld einbringt.
    Das ist nicht nur hier so, sondern in der ganzen Welt.

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    1. Hast Du überhaupt schonmal Blut gespendet?
      Also ich schon oft. Und auch wenn das Blut dann hinterher teuer gewesen ist oder ins Ausland verkauft wurde, trotzdem hat es irgendwem das Leben gerettet und das zu wissen ist ein gutes Gefühl.
      Also nochmal, vielleicht sollte man nicht alles schlecht reden.
      Solltest Du mal unters Auto geraten, dann wünsche ich Dir, dass jemand für Dich Blut gespendet hat.

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    1. Wenn Du oder Dein Kind auf dem OP-Tisch liegen, würdest Du dann Blut mit Spike-Proteinen ablehnen oder würdest Du sagen: egal von wem das Blut ist, einem mit Spikeproteinen geimpften oder reinblütigen ungeimpften, hauptsache ich oder mein Kind überleben.
      Also mir wäre es dann egal.

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  3. In Deutschland habe ich Blut gespendet. Mehrere Blutspende ausweise sind mit Stempeln voll gewesen. Keine Ahnung, wie viele Liter da zusammen gekommen sind. Zuerst habe ich bei einer großen Hilfsorganisation gespendet “Blut rettet Leben” war ihr Werbeslogan. Eine belegte Schrippe und ein Pott Kaffee gab es dafür. Mir ging es nicht um Entlohnung! Dann erfuhr ich, dass diese Organisation diese Blutspenden zu horrenden Preisen weiterverkauft . Je nach Bedarf und Seltenheit der Blutgruppe in die ganze Welt.
    Ich habe weiter Blut gespendet. Ab sofort bei einem großen französisch klingenden Krankenhaus in Berlin Mitte. Dort gab es eine sog. Aufwandsentschädigung (40 Euro pro Spende). Offenbar kann man wohl Leben retten und muss nicht abgezockt werden !

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  4. Zentralsüdamerikanische Republik

    Dass Blutspende-Blut ins Ausland oder auch hierzulande dann verkauft wird, ist das nicht ein Skandal? Ich finde, sowas geht überhaupt nicht. Okay, in DÖCHL müssen die Versicherten monatlich obligatorische Krankenversicherung bezahlen, so gesehen ist der Aufwand bezahlt bzw. doch nicht ganz kostenlos. Aber wenn ich so etwas lese, dann möchte ich schon genau wissen, was mit gespendetem Blut geschieht. Ich dachte bisher, dass das dann kostenlos eingesetzt wird. Das ist ja nicht wie bei Energielieferung, wo man auch eine teure Infrastruktur aufrecht erhalten muss, weshalb der Strom aus einem Wasserkraftwerk nicht kostenlos ist. Zu einer kostenlosen Grundkrankenversorgung jedoch gehört so etwas meines Erachtens dazu. Okay, geht noch, wenn der Erlös dann wieder in das Krankheitssystem fließt, und nicht etwa in die Taschen hiesig Menschen mit der Mentalität mit welcher sich alles rund um Plata dreht.

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    1. Leider ist es kein Skandal – eher die Normalität. Blut ist, genau wie alles (!) Andere, eine Ware (geworden). Blut, Organe, Eizellen, Spermien, Stammzellen – alles wird gehandelt und meistbietend verhökert. Die Spender bleiben außen vor – werden, wenn sie am falschen Ort sind, auch mal gegen ihren Willen zur Spende gebeten. Wer Langeweile hat, schaut mal einfach, wie sich solch eine große Organisation zusammensetzt, die in Deutschland zur Blutspende ermahnt. Da muss ein riesiger Wasserkopf finanziert werden. Selbstverständlich alles für einen guten Zweck – man rettet schließlich Leben. :-8

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