Bolivianischer Botschafter tritt zurück

Rosendo Alpiri Nominé war der erste Indigene, der ein diplomatisches Amt für Bolivien bekleidete. Am Montag reichte er sein Abdankungsschreiben ein. Er trat sein Amt am 31. Oktober 2014 an, wir berichteten.

Nominé ist in eine Korruptionsaffäre verwickelt, die auf die Zeit seiner Präsidentschaft einer Indigenen-Organisation zurück geht. Eine Rechnungsprüfung beim Fondo Indígena kam zu dem Ergebnis, dass die Organisation 30 Scheinprojekte laufen hatte, eines trug den Namen „Schulung in Weisheiten indigener Völker und Kenntnisse im Projektmanagement“ (Capacitación en Saberes de Pueblos Indígenas y Conocimiento en la Gestión de Proyectos). Im Rahmen des angeblichen Projektes erhielt Nominé eine Zahlung von 633.686 Bolivianos (ca. 90.000 USD).

Der Ex-Botschafter spricht von einer Kampagne aus den Reihen der Regierung gegen Indigene, deren Opfer er wurde, der Bericht der Rechnungsprüfer sei gefälscht. Der Angehörige der Ethnie Ahoreo aus Santa Cruz fühlt sich diskriminiert und dies sei der Grund seines Rücktritts, berichtet das Online-Portal Los Tiempos. Er verfüge über alle Dokumentationen und könne seine Unschuld beweisen, ließ er wissen.

Der Gesamtschaden aus den 30 abgerechneten aber nicht exekutierten Projekten beläuft sich gemäß dem Bericht auf 102 Millionen Bolivianos, 14,3 Millionen US-Dollar. Die Opposition kritisierte die Untersuchung, die lediglich einem Reinwaschen der Regierung diene.

Quelle: ABC Color

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