Journalistin wirft Regierung Spionage vor

Die Online-Zeitung hoy.com veröffentlichte ein privates Gespräch in einer Sendepause zwischen Mina Feliciángeli und Camilo Soares, in dem die beiden Strategien besprachen um eine Privatisierung des Flughafens Silvio Pettirossi zu verhindern.

Mina Feliciángeli ist Moderatorin politischer Fernsehsendungen und Besitzerin des Radiosenders Mil, der in offener Konfrontation zur Politik der Regierung steht. Camilo Soares war unter Fernando Lugo Notstands-Minister, seit Jahren läuft ein Prozess  wegen Veruntreuung im Amt gegen ihn, er ist außerdem Vorsitzender der kommunistischen Partei PMAS und Angestellter von Feliciángeli.

Hoy.com befindet sich im Besitz von Sara Cartes, der Schwester des Präsidenten. Feliciángeli bedrohte nach der Veröffentlichung Mitglieder der Regierung, ihrerseits private Konversationen über „merkwürdige“ Geschäfte ans Licht zu bringen. „Ich habe ebenfalls Quellen (pyrague) in der Gruppe (Cartes). Allerdings zeichne ich normalerweise keine Konversationen auf oder gebe sie weiter. Wenn ihr falsch spielt, spiele ich auch falsch. Auge um Auge, Zahn um Zahn wenn ihr das wollt“, drohte sie.

Hoy.com zitierte ebenfalls aus einem privaten Gespräch von Feliciángeli, in dem es um ein Kaufangebot von Ángel González, dem Besitzer von SNT (Canal 9) und Paravisión, für ihre Radiostation, geht.

Feliciángeli verdächtigte zunächst sämtliche Führungskräfte des Verrats. Am Wochenende gestand dann einer ihrer Reporter, der sich in finanziellen Problemen befand, den Verrat. Er habe eine hohe Summe erhalten und benötigte diese, war seine Entschuldigung.

Am Dienstag sagte Feliciángeli: „Dies sind Mafiamethoden. Dies ist ein Politik des Menschenkaufs mit dem einzigen Ziel der Spionage. Es ist schwerwiegend, wenn ein Medium, welches dem Präsidenten gehört, solche Methoden anwendet.“

Quelle: Última Hora

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