Jair Bolsonaro reicht Mario Abdo die Hand

Asunción: Da die Möglichkeit besteht, dass Präsident Abdo abgesetzt werden könnte, half ihm Brasilien Präsident Jair Bolsonaro mit der Nachricht, dass der geheime Itaipú Vertrag annulliert wurde.

Währenddessen sagte Ex-Kongresspräsident und Senator Silvio Ovelar, dass ein Bachi Núñez ihnen nicht die Richtung vorgeben wird, denn im Senat gäbe es nicht die ausreichende Stimmenanzahl um Abdo und Velazquez abzuwählen.

“Der demokratische Prozess in Paraguay geht weiter. Es gibt keine Stimmen im Senat. Wir sind in einem wichtigen Prozess in dem wir zuerst einmal eine Erklärung von Añetete warten und um es kurz zu machen wir haben wenigstens 18 Stimmen im Senat“, so Ovelar. Auf die Frage ob keiner von beiden geht (Abdo oder Velazquez) antwortete Ovelar: „Ich garantiere ihnen, dass es dazu nicht kommen wird und ‘Bachi’ Núñez wird uns nicht die Richtung vorgeben.

In der Tat hat der Cartes-Flügel zwar viele Stimmen im Abgeordnetenhaus, jedoch nicht so im Senat. Da beide Kammern dem Prozess beeinflussen, die eine als Ankläger und die andere als Richtertribunal, muss überall eine Mehrheit zustande kommen.

Wochenblatt / Abc Color / O Globo

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3 Kommentare zu “Jair Bolsonaro reicht Mario Abdo die Hand

  1. Zunächst erscheint das Zugeständnis auf Aufhebung dieses Schandvertrages durch Präsident Bolsonaro als eine sehr großzügige Geste. Doch was kommt danach für ein Vertrag? Wer von paraguayischer Seite sollte einen neuen Vertrag aushandeln können? Wo sind die korrekten, kompetenten und nicht mafiösen Politiker denen man noch vertrauen kann? Außenstehende bekommen doch immer mehr den Eindruck, daß dieser Staat komplett von Betrügern und Ganoven unterwandert ist, die nicht das Interesses des Volkes im Auge haben, sondern nur ihr eigenes. Das beste wäre, daß die paraguayische Regierung komplett ausgetauscht wird durch jüngere, unbelastete Leute die keiner Partei angehören. Es sollte ohnehin ein radikaler Verjüngungsprozeß in der paraguayischen Politik stattfinden. Doch junge Leute läßt man in den Parteien ganz bewußt nicht nach oben kommen, sie werden schon im Vorfeld abgeblockt. Aber was hindert die Jugend Paraguays eigentlich daran, endlich eine völlig neue Partei zu gründen? Auf was warten sie, was soll noch alles geschehen, bis die Jugend endlich aufwacht und Initiativen ergreift. Nur auf den Straßen zu demonstrieren ist auf die Dauer auch nicht zielführend und verändert so gut wie nichts.

    1. Ich denke der neue Vertrag bzw. die neuen Verhandlungen werden nun schon korrekt ablaufen. Involvierte Clans sind da sehr gut ausgebildet und werden ihre Energie nun auf einem anderen Sektor anwenden, wo man auch gut mit Mafia-ähnlichen Strukturen Volksgelder abzwicken kann und niemand so genau hinsieht, wie nun bei den neuen Verhandlungen.
      Die jetzige Regierung auszutauschen und durch jüngere Nachzügler vom Großen Diktator Stroessner zu ersetzten bringt gar nichts, denn die sind genau so mit 7 bis 11 täglich Grundschule und Ideologie des in die eigene Tasche Wirtschaftens ihrer Väter gebildet. Das Einzige was etwas bringen würde (ja, konjunktiv) wäre ein rigoroses Vorgehen gegen die Korruption, so wie es Chile auch geschafft hat. Die Nachzügler der hiesig Politik ist genau so wie die heutigen Politiker: 2 – 3 ehrliche, der Rest korrupt. Jop, nicht gerade ein Haufen.
      Was die jungen Politiker daran hindert eine neue Partei zu gründen ist somit einfach beantwortet: 1. wissen sie nicht, wie das geht, woher auch und 2. ist doch alles gut, wie es ist, kommen dann in ein paar Jahren auch ohne sich mühsam zu Bemühen an den Trog des Steuerzahlers. Muss man sich halt noch ein paar Jahre mit dem Yerbatrog zufrieden geben und von Papas erbeuteten Millionen US$ zufrieden geben. Im Lande, wo man nur vorwärts kommt, in dem dein Papa oder Amigo was ist, muss man nicht unnötig Energie verschwenden, sondern abwarten, bis su torno es.

  2. Leider hat man hier den Eindruck, als besthe das ganze paraguayische Volk nur aus solchen „Charaktären“, welche oberdemokratisch sind und sich niemals auf Kosten anderer die Taschen füllt?
    Ohh, hoppala, das ist ja weiltweit so, stimmt!
    Zeige mir eine „Demokratie“ und ich zeige dir ein Lügenkonstrukt.
    Demos, das Dorf, solche Strukturen funktionieren nicht in grossem Masstab, im Dorf kenne ich meine Pappenheimer und kann diese notfalls „regulieren“ sowas geht aber bei grossen Strukturen nicht mehr, da regiert dann nur noch der Filz!
    Dezentralisierung lautet das Zauberwort, Eigenverantwortung gehört auch dazu.

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