Brunnengräber: Ein riskanter Job

Yasy Cañy: Brunnengräber gibt es noch viele in Paraguay. Alle riskieren ihr Leben auf der Suche nach Wasser.

Nach fast 10 Jahren Wassertransport mit Motorrad, Karren und Pferd, ohne Hoffnung auf staatliche Beihilfen, beschloss ein Mann, einen artesischen Brunnen zu graben. Die Arbeit ist riskant, aber nur so können fast 50 Familien auf die lebenswichtige Flüssigkeit zugreifen.

Dies ist Crispín González, ein Bewohner aus der Gemeinde Victoria’i, Bezirk Yasy Cañy, im Department Canindeyú. Er sagte, dass er mehr als einen Monat mit einer Schaufel gegraben habe, um endlich Wasser zu erreichen. Später liehen ihm Anwohner eine Maschine für diesen Job.

Etwa 45 Meter musste González graben, bis er auf die lebensnotwendige Flüssigkeit stieß. Er sagte, dass er sich nie mit dieser Art von Arbeit konfrontiert gesehen hatte, sondern musste wegen der Notwendigkeit, sauberes Wasser für seine Familie zu erhalten, diese Tätigkeit wieder ausführen.

Velázquez war zwar mehr als zehn Jahre lang Brunnengräber, hörte jedoch aufgrund seines Alters auf, in diesem Bereich zu arbeiten. Er kommentierte, dass die Arbeit sehr gefährlich sei, und dass die Begleiter aufmerksam sein sollten, wenn die Person, die absteige, um Hilfe bitte und sie diese dann sofort herausholen müssten. „Manchmal hört die Atmung auf und man wird bewusstlos“, sagte er.

Die gesamte Gemeinde hat sich nun der Herausforderung von Crispín González angeschlossen und sie sind darauf bedacht, ihren Teil beizutragen, um Zugang zu der lebenswichtigen Flüssigkeit zu erhalten.

Die Bevölkerung beklagte das mangelnde Interesse der Behörden und Politiker, 48 Familien in dieser Gegend mit Trinkwasser zu versorgen.

Wochenblatt / Ultima Hora

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2 Kommentare zu “Brunnengräber: Ein riskanter Job

  1. Ich und meine siebenundvierzig Meerschweinchen bemängeln auch das mangelnde Interesse der Behörden und Politiker uns eine ca. 15.000 Kilometer lange Wasserpipline in unser Wochenendferienhaus in der Sahel zu spendieren.

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