Bürgergruppe drängt auf Aufhebung des Vertrags von Itaipú

Asunción: Eine Gruppe von Bürgern fördert die Kampagne von Itaipú “Ñane Mba’e“, die darauf abzielt, die Souveränität im Wasserkraftwerk wiederherzustellen. Zu diesem Zweck legten sie ihre Argumente vor und fordern, dass der paraguayische Staat den 1973 mit Brasilien unterzeichneten Vertrag aufhebt.

Cecilia Vuyk, eine der Anführerinnen der Initiative, sagte, dass der Vertrag ein Betrug gewesen sei und seit fast 50 Jahren das paraguayische Volk erniedrige. Jetzt müsse man nun versuchen, die Entwicklung der paraguayischen und brasilianischen Einwohner zu fördern.

Sie versicherte, dass alle Vorteile, die die lokalen Behörden im Laufe der Jahrzehnte hatten, nur Almosen gewesen seien, verglichen mit dem Potenzial, das Itaipú für die tatsächliche Entwicklung der Bevölkerung bedeute.

„Wir brauchen Itaipú nicht, um Almosen zu verteilen, sondern um in die nationale Entwicklung investieren zu können. Es wird viel über Sozialausgaben gesprochen, aber das ist nur der Rest des Reichtums, den wir haben. Der Präsident (Mario Abdo Benítez) hat kürzlich das Programm zur Modernisierung der Landwirtschaft in Itaipú als großartige Leistung vorgestellt. Es macht jedoch kaum 0,1% des Jahreseinkommens von dem Wasserkraftwerk aus. Die Brückenbauten machen 0,7% des Jahreseinkommens in drei Jahren aus. Das ist alles ein Witz“, betonte sie.

Befragt nach der Durchführbarkeit der Nichtigkeit des Vertrages, sagte Vuyk, dass die Punkte der Klage von der Regierung an den Verhandlungstisch mit Brasilien gebracht werden können oder der Staat direkt die Nichtigkeit des Dokuments vor dem Gerichtshof in Den Haag fordern könne. Dafür sei es auch wichtig, die Unterstützung der Bevölkerung zu erreichen, betonte sie.

Wochenblatt / Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Bürgergruppe drängt auf Aufhebung des Vertrags von Itaipú

  1. Träume sind nunmal Schäume. ,Wer die Situation in jenen Jahren berücksichtigt, der muss auch wissen, daß damals die Ost-Grenzen Paraguayis zu Brasilien nicht 100%ig geklärt waren. Diesen Umstand hat dann eben Brasilien ausgenützt, und nach Entstehens der Idee, an dieser Stelle eines der größten Wasserkraftwerke der Erde bauen zu können, das gesamte fragliche Gelände zunächst einmal militärisch besetzte und behauptete, es handele sich um rein brasilianischen Grund und Boden. Sogar eine militärische Auseinandersetzung zwischen Brasilien und Paraguay schien damals nicht einmal unmöglich. Es war lediglich dem Verhandlungsgeschick des umsichtigen Präsidenten General Alfredo Stroessner zu verdanken, daß man sich letztlich am Verhandlungstisch einigte, um einen militärischen Konflikt zu vermeiden, durch den Paraguay wohl damals schon degradiert worden wäre zu einer weiteren brasilianischen Provinz, und das wohl innerhalb von wenigen Stunden. Daß dann später durch korrupte paraguayische Politiker die Interessen Paraguayis verkauft wurden, Das hat mit dem Erstvertrag von 1973 wirklich nichts mehr zu tun. Man hatte in den 70er Jahr noch gar keine Ahnung über die künftige Entwicklung der Energiepreise und überliess die endgültige Festsetzung der an Paraguay zu bezahlenden Beträge für den Verkauf übriger Energie an Brasilien späteren Verhandlungen, die dann von Wasmoshy in den 90er Jahren mit Brasilien geführt wurden. Und gerade da ist das passiert, was jetzt einige Ignoranten mit dem Wort „Betrug“ bezeichnen, und zwar fest zementiert durch den damals regierenden Hochgradfreimaurer Washmoshy. Dann liegt also in der Regierungszeit nach Gral. Andrés Rodriguez der Hase im Pfeffer, nicht etwa 1973, und zwar unterzeichnet durch den ursprünglichen Liberalen Washmoshy, der auch nur deshalb schnell in die ANR eintrat, auf Empfehlung seines Freundes Gustavo Stroessner, um gleich zwei Tage später seinen Tätigkeitsvertrag bei ITAIPÚ unterzeichnen zu können. Früh oder spät wird die „Binational ITAIPú“ ohnehin zu 100% in brasilianisches Eigentum übergehen, da Paraguay der immer mehr steigenden Verschuldung der „Binationi“ an die „Electrobras“ nichts entgegenzusetzen haben wird.

  2. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    @Martin
    Immer wieder interessant ihre historischen Ausfuehrungen die wohl zu 99.9% der Paraguayer unbekannt sein duerften.
    Ich wusste nicht dass im Osten Grenzen noch unklar waeren mit Brasilien zu der Zeit.
    Auch das mit WasMose wurde mir schon mal gesagt von paraguayern: es de familia liberal pero cambio de color para ser presidente.
    Inwiefern denn ist Itaipu verschuldet bei Electrobras? Das kann nur durch deren Service und Wartungskosten sein. Oder hat Electrobras das ganze finanziert das Paraguay noch immer abstottert? Ich glaub sowas in der Richtung schrieben Sie mal. Eigentlich sollte eher Paraguay der Glaeubiger sein an Brasilien da ja die Energie 50/50 den jeweiligen Staaten gehoert und Paraguay wollen wir mal sagen 20% seines 50% Teiles gebraucht wo dann der Ueberschuss des paraguayischen Teils (30%) an Electrobras verkauft wird. So muesste nach meiner Logik Electrobras der Ande Geld schulden und nicht umgekehrt, es sei denn Paraguay hat nie seinen Teil der 50%igen Bau-, Wartungs- und Servicekosten uebernommen welches Brasilien in dem Fall uebernommen haben duerfte. In dem Fall vermute ich aber dass die Totalkosten den Totaleinnahmen vom paraguayischen Anteil uebersteigen wo dann Electrobras einspringt (es kostet mehr das Ding zu Bauen und zu Warten als Einnahmen fuer die Energie Paraguays reinkommen) womit Itaipu dan unrentabel waere (wenigstens fuer die paraguayische Seite).

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