Bürgermeister fordert die Justiz heraus

Ciudad del Este: Seit 33 Jahren wird der Busbahnhof der Stadt von einer Firma geleitet, die Geld im großen Maße abzweigt. Die Zacarías Freunde wurden unter Prieto von ihren Diensten entbunden. Mit einer Klage wollen sie die Administration wieder.

Richterin Nélida Alvarenga entschied die Administration des Busterminals von Ciudad del Este wieder an Itá Paraná zu übergeben. Um dies juristisch umzusetzen musste ein Schreiben an die städtischen Administratoren, die seit Monaten sich um den Erhalt und Betrieb kümmern, ausgehändigt werden. Dazu kam es jedoch nicht. Bürgermeister Miguel Prieto, der den Kampf gegen den Zacarías Clan mit all seinen Auswüchsen in der lokalen Justiz aufnahm, widersetzte sich der Entscheidung und ließ nicht zu, dass es dazu kommt. Laut Prietos Aussage werden jährlich wenigstens 1 Million US-Dollar veruntreut und vor der Stadt versteckt.

Bürgermeister Prieto löste den Vertrag mit der Firma Itá Paraná S.A. auf, nachdem diese den Bereich des Busbahnhofes sich selbst überließen und nicht einmal ansatzweise Gelder für die Reinigung investieren. Die Betreiber klagten und bekamen in erster Instanz Recht. Prieto hat keine Angst angeklagt zu werden, jedoch lässt er nicht zu dass Itá Paraná erneut die Administration des Busbahnhofes erhält.

Dieses Aufbäumen gegen den Zacarías Clan auf allen Ebenen war was der Stadt gefehlt hatte um wieder in einigermaßen normale Bahnen zu verlaufen. In den letzten 15 Jahren wurde alles zugunsten der Zacarías Familie aufgebaut und veruntreut was ging. Die alten Strukturen aufzubrechen fällt nicht leicht.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Bürgermeister fordert die Justiz heraus

  1. So ist das im Land der Amigos. Wenn man verbrecherische Tätigkeiten stoppen will, ist man ganz schnell im Visier der Clans.

  2. Guter Mann. Hat aber rechtliche Handhabe um einen Betrieb, welcher seit 33 Jahren öffentliche Gelder abzwackt rechtlich zu belangen. Da bleibt wohl nur diesen Betrieb zu entlassen und gut ist, wie landesüblich. Das ist ja hierzulande nicht so, dass ein Betrieb beweisen müsste, seine Geschäftsbücher ordentlich zu führen. Deshalb verzichtet man schon gar auf Geschäftsbücher. Gute Amigos tun’s auch.

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