Bus in Flammen – Notausstieg versagt

Ein Bus der Linie 56 ging am Freitag komplett in Flammen auf. Ein Kurzschluss an der Eingangstür entfachte ein Feuer, das sich extrem schnell ausbreitete.

Zwei Passagiere versuchten mehrere der vorhandenen Notausstiegsfenster zu öffnen, allerdings vergeblich. Marcos Centurión, einer der beiden, berichtete, dass sie einer Frau helfen wollten, die in Panik geriet. Allerdings war es unmöglich, einen der Notausstiege frei zu bekommen.

Etwa 40 Passagiere befanden sich in dem Fahrzeug und durchlebten einen Moment der Angst. Da der Bus bereits im vorderen Teil brannte, blieb nur die hintere Tür als Ausstiegsmöglichkeit. Hier versperrte ein Drehkreuz den Weg und alle Insassen mussten nach und nach passieren, um ins Freie zu gelangen. Glücklicherweise kamen alle mit dem Schrecken davon.

Amancio López, Ex-Senator und Unternehmer im Bereich Scheiben, erklärte, die Notausstiege müssten mindestens alle zwei Jahre gewartet werden, dies sei hier möglicherweise versäumt worden. Die Bedienhebel müssten geölt werden und das Gummi der Scheiben sei zu ersetzen. Falls diese einfache Instandhaltung nicht erfolgt, ließe sich dei Scheibe selbst mit einem Baseball-Schläger nicht öffnen.

Je älter ein Bus ist, umso wichtiger sei die Wartung, sagte López. Eigentlich sollte dies auch bei der Inspektion (ITV) überprüft werden, in der Eile werde dieses lebensrettende Detail aber manchmal vergessen.

Quelle: ABC Color

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