Busfahrer wird zur Rechenschaft gezogen

Itá: Am gestrigen Morgen kurz vor 08.00 Uhr ereignete sich ein frontaler Zusammenstoß zwischen einem betagtem Bus der übereilt vier Fahrzeuge überholen wollte und einem Lastkraftwagen 1113 der einen Container beförderte.

Der Aufprall sorgte auf Höhe von km 35 der Ruta 1 dazu, dass mehr als 30 Personen verletzt wurden und ein Mann dabei starb. Von den über 30 behandelten Passagieren sind zwei nach wie vor in sehr schlechtem Zustand, einer davon ist der Fahrer des Mercedes Benz Lastkraftwagens.

Der Busfahrer, Edelio Ramón García, der überlebend als Verantwortlicher für den Unfall ausgemacht wurde steht wegen Totschlags unter Anklage und wird per Haftbefehl gesucht. Bei der Einlieferung ins Krankenhaus gab er sich als Fahrkartenkontrolleur aus. Das Todesopfer war Milciades Grance (51) aus Quiindy, der tatsächlich die Fahrkarten verkaufte und kontrollierte.

Dank eines juristischen Aufschubs war es dem Busunternehmen Quiindyense das Fahrzeug zu nutzen, welches 2002 die Erlaubnis dafür entzogen wurde. Das Personenbeförderungsunternehmen ist für seinen schlechten Service in extrem alten Bussen bestens bekannt. La Quiindyense SA ist außerdem ein Unternehmen welches der Nationalen Aufbaubank (BNF) noch Geld schuldet.

Bis das der Schrottbus gegen Mittag an eine Tankstelle nach Itá geschleppt wurde staute sich der Verkehr auf der wichtigen Überlandstraße kilometerweit. Zahlreiche Schaulustige fotografierten wie wild den zerstörten Lastkraftwagen, der Stunden später immer noch im Seitengraben lag.

(Wochenblatt)

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6 Kommentare zu “Busfahrer wird zur Rechenschaft gezogen

  1. Das Unternehmen hatte seit Monaten nicht mal eine gültige Lizenz, wurde aber geduldet, warum wohl? Warum macht man nicht sofort die Besitzer des Unternehmens verantwortlich. Alles wird wie immer verschleiert. Schuld hat zweifelsohne der Busfahrer, der nach einem waghalsigen Manöver frontal mit dem LKW zusammen stieß.

    Es wird wie immer alles verschleiert werden und auf den Busfahrer geschoben, an dem die Opfer ihre rechtlichen Ansprüche stellen müssten. Nur der hat nichts, also kann ihm auch nichts genommen werden.

    Durch die Verschleierungstaktik schützt man die Besitzer vor Ansprüchen der Unfallopfer. Am Ende werden alle etwas bekommen, außer den Betroffenen!

    1. Was hat die ungültige Lizens mit dem Unfall zu tun? Gibt es Belege, dass der Fahrer von seinem Chef zu diesem Überholvorgang genötigt wurde? Ich meine damit auch indirekt über Zeitdruck. Vor ein paar Jahren bin ich Nachttansporte für die DHL in Deutschland gefahren. Dort waren Zeitvorgaben einzuhalten, die mit legaler Fahrweise nicht erfüllbar waren. War das auch in diesem Fall so, hat der Inhaber eine klare Mitschuld. Aber die Lizens hätte ihn nicht verhindern können.

  2. Der Unfall hat mit der ungültigen Betriebslizenz sogar sehr viel zu tun. Der Bus hätte von rechts wegen nicht auf der Straße verkehren dürfen. Wäre er nicht auf der Straße gewesen, hätten die Passagiere mit ihm nicht verunglücken können.

  3. Aber liegt es nicht auch an die Fahrweise des Busfahrers?
    Was wäre an sein Fahrverhalten anders gewesen mit einen lizensierten Bus, Selbstüberschätzung ist oft die Unfallursache.
    Wieviel LKW´s und PKW´s mir auf meiner Spur entgegen gekommen sind, kann ich bei Gott nicht mehr an zwei Händen abzählen, noch dazu Einige auf einen Berg. Zum Glück konnte ich immer auf den Randstreifen ausweichen.

  4. Selbstverständlich Robert liegt es an der Fahrweise. Es muss sich um einen geistig gestörten Lenker handeln. Schließlich hat er 3 wartende Autos auf der Routa überholt. Vor den 3 Autos war ein stehender Bus. Und er als Vierter in der Reihe ist einfach links hinaus gefahren und glaubte es noch rechtzeitig zu schaffen. Dann hat er sich als Beifahrer ausgewiesen, wurde kurz ins Spital nach Asunción gebracht und von dort hat er die Flucht ergriffen. Daher hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl erlassen.

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