Caazapá: Behörden sehen keinen Handlungsbedarf

Caazapá: Die Redaktion erreichte ein Leserbrief zu einem Wohnprojekt in Caazapá, wo nach einigen schwerwiegenden Vorfällen die lokalen Behörden keinerlei Anreiz sehen aktiv zu werden. Eventuell ändert sich dies mit diesen Zeilen.

Nachfolgend der Leserbrief:

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Alexander Meiser und ich lebe und arbeite mit meiner liebevollen Frau und zwei Kindern in Deutschland. 
Mein Schreiben, ich möchte es als “offenen Brief” bezeichnen, verfasse ich heute, in der Hoffnung, dass dieser in Ihren täglichen Berichten veröffentlicht wird.

In der Einleitung möchte ich kurz schildern, was mich im Jahr 2006 nach Paraguay geführt hat und was mich, nach wie vor, an diesem Land, den Menschen und der Natur begeistert.

In den Jahren 1993 bis 1998 habe ich eine sehr liebevolle Lehrerin in der Schule gehabt, die ein Herz für jede Seele und vor allem Kinder in der ganzen Welt hatte. Sie hatte unter anderem Patenkinder in Brasilien, welchen Sie eine schulische und Vieles mehr, Unterstützung geboten hat. Ferner wurden von Ihr Projekte auf die Beine gestellt, die zur Unterstützung der einheimischen Bevölkerung (Arbeitsplätze usw.) dienen sollten und auch recht erfolgreich gedient haben. Wir, meine Mitschüler und ich, sind damals als Kinder durch die Straßen gelaufen, haben diese Projekte vorgestellt und von der gönnenden Bevölkerung, in Form von Geld, eine Spende bekommen und dem guten Zweck hinzugefügt.

Persönlich habe ich es für so toll und vorbildlich angesehen, dass ich mir zum Ziel gesetzt habe, es zur gegebener Zeit und finanziellen Möglichkeit auch machen zu wollen.

Im Jahr 2005 habe ich von einer neu zu gründenden Siedlung (Colonia Neufeld) in Paraguay, Region Caazapa, Bezirk Tres de Mayo “Wind bekommen”. Anfang 2006 habe ich die Region besucht und sofort bemerkt, dass es das ist wovon ich geträumt habe. Unter anderem wurde das Projekt “Macadamia” (Nüsse) präsentiert und dafür habe ich mich begeistern lassen. Noch im gleichen Jahr habe ich zwei Plantagen erworben, darauf jeweils ein Haus bauen lassen und dort zwei nette einheimische Familien leben und arbeiten lassen. Die beiden Familien haben insgesamt fünf Kinder gehabt, besser gesagt haben sie immer noch !!! Die Kinder haben direkt das in der Colonia gegründete Colegio besucht und waren recht schnell auch der deutschen Sprache mächtig, so dass ich mich schon das darauffolgende Jahr mit ihnen in meiner Muttersprache unterhalten konnte. Ich bin sehr stolz auf die Kinder und deren Familien gewesen und damit hat sich mein Traum vorerst erfüllt. Leider ist der Gründer dieser Siedlung im Jahr 2011 von einem deutschen Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden und somit stand auch das Gesamtprojekt auf der Kippe, um nicht zu sagen vor dem Aus. Mit viel Mühe und Kraft haben wir, sechzehn Plantageninhaber, im Jahr 2013 dieses Projekt noch retten können und worauf ich besonders stolz bin, ist die Rettung der Privatschule. Diese Schule besuchen nach wie vor, im Schnitt rund vierzig Kinder. Im Jahr 2014 haben wir, zusammen mit zweit weiteren Investoren aus Norwegen, gemeinsam eine Verarbeitungsfabrik in der Nähe der Siedlung Altos errichtet um die Macadamianüsse zu verarbeiten und zu exportieren. Da das Projekt sehr langwierig und kostenintensiv ist, haben wir zur Unterstützung im Jahr 2015 ein Viehzuchtprojekt ins Leben gerufen und somit weitere Arbeitsplätze geschaffen. Auf der von uns bewirtschafteten Fläche oder genauer gesagt in den angrenzenden Wald haben sich im Jahr 2014 die sogenannten “Campensinos” angesiedelt.

Nach vielen direkten und indirekten Gesprächen am “runden Tisch” haben wir Zugeständnisse gemacht und sind immer wieder auf ein gemeinsamen “Nenner” gekommen. Mit der überwiegenden Mehrheit dieser Menschen kommen wir sehr gut aus und helfen und unterstützen uns gegenseitig. Sie sind zum Teil bei uns angestellt und die Mehrheit hilft uns bei der Ernte. Aber wie überall gibt es Personen, die aus der Reihe tanzen, so auch in diesem Fall. So ist es in den letzten Jahren vermehrt zu Vorfällen folgender Art gekommen.

Viehdiebstahl, Zaunzerstörung sind noch Vorfälle der glimpflicheren Art. Die Waldfläche von mehreren ha. Land wurde komplett gerodet, mit großen LKW`s abtransportiert und verkauft. Schöner alter Urwald !!! Jedes Jahr wird immer mehr Land, durch das Verschieben des Zaunes von uns abgezweigt. Letzte Woche wurde in der Nacht ein neuerrichtetes Haus unseres Mitarbeiters angezündet und verbrannt. “Gott sei Dank“, dass keiner Menschenseele etwas zugestoßen ist. Diese Personen sind namentlich bekannt, angeblich schmücken die sich sogar mit ihren Taten gegenüber einigen Anderen. Fakt ist, dass wir Anzeigen bei der Polizei gestellt haben, ein Rechtsanwalt wurde damit beauftragt, die Missstände wurden seinerzeit dem paraguayischen Botschafter in Berlin mitgeteilt, die deutsche Botschaft in Asuncion ist darüber informiert worden. Nichts passiert! “Rechtsstaat” Fehlanzeige!!! Umweltbehörde, Staatsanwaltschaft, Polizei, nada.

Ich hoffe, dass wir mit Ihrer Unterstützung, Veröffentlichung dieses Artikels, Aufmerksamkeit von der
zuständigen Behörde/n bekommen. Helfen Sie uns dieses Projekt, welches in erster Linie sozial ausgerichtet ist, zu retten !!!! Helfen Sie uns die Region und somit das Land ein kleines Stückchen besser zu machen und vor allem die Schönheit der Natur für die Zukunft zu erhalten !!! Vielen Dank im Voraus und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Meiser

Wochenblatt

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CC

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5 Kommentare zu “Caazapá: Behörden sehen keinen Handlungsbedarf

  1. In arabischen Laendern wird Dieben und Räubern Finger oder eine Hand abgeschlagen, was zum einen zukünftige Taten erschwert aber vor allem andere abschreckt die diese erbärmlichen Kreaturen jahrelang sehen.
    In Paraguay gab es mal vereinzelte ähnliche Ansätze im Rahmen der Selbstjustiz. Allerdings hat man hier gleich beide Haende abgehackt und die Personen versterben lassen, was die Abschreckungswirkung massiv herabsetzt, denn tote werden schnell vergessen….

  2. Elijahu Ritter Pfeiffer von Palmenkron

    Da der TOR Browser die IP wechselt so ist reCaptcha wohl damit nicht kompatibel und meint das verursache ein Bot.
    Mit den Campesinos ist es aehnlich wiemit ANTIFA. Vom Kommunismus keine Spur aber dafuer umso mehr Egoismus und Frustration dass man nicht mehr an die Macht gelangt.
    Klar hacken die im Namen des Koenigs von Deutschland, Marx und Engels sowie Goebbels, Stalins, Adolf und Stroessners die ganzen Baeume um. Es geht solchen Leuten ausschliesslich um sich selbst. Bestaendige, langwierige, schlecht bezahlte, schweisstreibende Arbeit war noch nie so des Guaranistammes Metier. Hochbezahlte Kurzarbeit davon traeumen sie.
    Ansonste lese ich im WB ueber die Kolonie Neufeld viel verknuepft mit Mafiosi, etc.
    Loco alemamm meint so ne Art von Christus zu sein der aus lauter herzensguete am Kreuz fuer den paraguayer stirbt. Das juckt den Lateiner genausosehr wie den meisten DACh’lern Jesu Kreuzestod Sie bekommen nur zurueck was sie Jesus gegenueber empfinden – hart aufs Geld zurueck.
    Sie versuchen ja nur was aehnliches was Jesus auch tat – nur niemand will das. Sehen Sie die Aehnlichkeiten? Ihre Hilfe will schlicht und ergreifend niemand – eine Antwort auf eine Frage die niemand gestellt hat.
    Genauso ergeht es Jesus wenn er schon am Kreuz starb und die Schinder und Schweinehunde von frechen Leuten nehmen das nicht an.
    Sie koennen jetzt lso mas o meno mit Jesus mitfuehlen. Eine wahre “Experiencia Religiosa”. https://youtu.be/2Kni0EbPCpA

  3. Kaneshapillai Kanagasuntharam

    „Rechtsstaat“ Fehlanzeige!!! Umweltbehörde, Staatsanwaltschaft, Polizei, nada.
    Ja, das ist so hierzulande. Es passiert einfach nix. Ob Rechtsstaat, Umweltbehörde, Staatsanwaltschaft, Polizei trotz täglich 7 bis 11 Uhr Schul vielleicht abgeschlossen nicht wissen kann, was zu tun ist oder es einfach daran liegt, dass sie ihren Zahltag auch so bekommen oder sie gerade anderen Geschäftchen nachgehen oder einfach niemand kontrolliert, was sie überhaupt tun bzw. höchstens kontrolliert wird, dass die Coima untereinander gerecht aufgeteilt wird, das habe ich bis heute noch nicht herausgefunden. Vermutlich alles zusammen.

    1. Elijahu Ritter Pfeiffer von Palmenkron

      Alles zusammen. Auch oeffentlich private Unternehmen wie Kooperativen werden zusehends als Selbstbedienungsladen angesehen deren Posten eher Pfruende sind die unter Guenstlingen verteilt werden die dann da Wurzeln schlagen.
      Deswegen sagten schon andere dass es mittlerweile keinen allzugrossen Unterschied macht zwischen Oeffentlicher Hand und Privatsektor. Man sagt ja dass der oeffentliche Sektor so ineffizient ist, was eigentlich nicht der Fall ist da Beamte eigentlich auch nur Privateers sind die ihre Moral eben in die Institutionen hineinbringen. Nur ein moralisch hochstehender Mensvh, also ein echter Christ, macht einen Unterschied. Allerdings haben die ehrlichen heute recht wenig Unterstuetzung der breiten Massen so dass sie wi Don Quijote Windmuehlenraeder angreifen und ins Leere stossen um daraufhin von den drehenden Raedern zermalmt zu werden.
      Gerade heute in der Endzeit versteht man immer genauer was es bedeutet “eine neue Kreatur”.
      Ist es mal so weit gekommen wie in Sodom und Gomorrha, so ist nur die damalige Generalloesung Gottes, eine Art von Endloesung, die einzige Loesung. Deswegen kommt ja Jesus auch bei seinem Zweiten Kommen nicht mehr als Lamm sondern als Feldherr eben unter dem Namen JHWH Zwaot – auch bekannt als “Elohim Zebaoth” oder der “Herr Zebaoth”, was “Herr des Krieges” bedeutet. Da gibts nix zu lachen fuer die Boesewichte und Unglaeubigen.

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