Campesinos drohen in ein Waldreservat einzudringen

Caazapá: Angebliche Anführer einer Organisation von Campesinos (landlose Bauern) drohen, in ein Waldreservat im Distrikt 3 de Mayo einzudringen. Es liegt im Departement Caazapá.

Aufgrund dessen erfolgte eine Beschwerde von den Eigentümern der Liegenschaft an die paraguayische Föderation für die holzverarbeitende Industrie (Fepama).

Das betroffene Grundstück gehört der Firma Unimate S.A. Sie ist eng mit der Holzindustrie verbunden und hat sich auf die Produktion von biologischer Yerba-Mate spezialisiert. Im Rahmen der Marke Ruvicha kommt das Produkt auf den Markt.

Das Grundstück, so Fepama, umfasst 1.950 Hektar, von denen etwa 1.500 einem Naturschutzgebiet entsprechen, das gesetzlich geschützt ist. Darüber hinaus verfügt das Areal über eine Umweltlizenz 2061/16, die immer noch in Kraft ist.

David Campos, einer der Eigentümer des Unternehmens, sagte er habe Informationen erhalten, dass die Bauernführer Néstor Cañete, Julián Ugarte und eine Person namens Morel die wichtigsten Rädelsführer der Invasion sein würden.

„Wir kümmern uns um mehr Information. Leute organisieren sich an den Grundstücksgrenzen, um mit der Invasion unseres Reservats zu beginnen“, sagte er.

Er beschrieb diese Führer als Campesinos “ohne Bäume“, da das ultimative Ziel sei, nicht das Land zu besetzen, sondern das Waldreservat und die darin bestehenden Bäume illegal zu fällen und abzutransportieren.

Campos wies darauf hin, dass die Polizei schon erste Ermittlungen in die Wege geleitet habe, um eine Überprüfung und die entsprechende Bewachung des Waldreservats durchzuführen. Aber sie würden permanent wachsam bleiben und versuchen, die körperliche Unversehrtheit der mehr als 40 Personen, die in dem Betrieb arbeiten, sicherzustellen.

Er erwähnte weiter, dass die Investition des Unternehmens mehr als 16 Millionen US-Dollar, wie in Gebäude, Yerba-Öfen, Forstindustrie und Maschinen betragen habe.

Campos erinnerte daran, dass das Null-Entwaldungsgesetz in Kraft sei, das die Änderung der Landnutzung in der gesamten Region Oriental verbiete. In diesem Sinne warnte Campos, dass jede Maßnahme des Nationalen Instituts für ländliche Entwicklung und Land (Indert) in diesen Ländereien die Entwaldung unterstützen würde und sogar ein Komplize bei einer Umweltkriminalität sein könnte.

Campos sagte, dass die Beschwerde auch an das Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Seam) gerichtet wurde.

Die Mitglieder von Fepama bekundeten ihre Solidarität und auch ihre Zurückweisung jeglichen Versuches, die Invasionen von Privateigentum unterstützen oder bedrohen, und noch mehr, wenn es um Waldreservate geht.

Wochenblatt / Hoy

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