Zwei Jahrzehnte und 12 Minister: Eine Straße bleibt unvollendet

Pirayú: Der 17 Kilometer lange Abschnitt zwischen Pirayú und Paraguarí ist eine der “Perlen“ des chinesischen Kopfsteinpflasters. 1999 begann der Bau und nimmt kein Ende.

Anwohner betonen, dass die 12 Minister der öffentlichen Arbeiten, die sich gegenseitig ablösten, versprochen hätten, die Arbeit zu beenden, aber bis heute habe es keiner geschafft.

Als Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung Nr. 07/99, am 19. Oktober 1999 durch die Resolution Nr. 5645, hatte das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) den Bau von 380 Landstraßen in verschiedenen Teilen des Landes geebnet, die sich in 18 Bereiche aufteilten.

Der 17,48 Kilometer lange Abschnitt Pirayú-Paraguarí (befindet sich 70 km von Asunción) wurde als das Paket Nr. 4 aufgelistet. Das Konsortium “Consorcio Constructa S.R.L EDB und Sotec S.A“. bekam den Zuschlag.

Der “steinige Chinese“, finanziert durch Eximbank von China, war ein ikonisches Beispiel für Korruption, die in öffentlichen Arbeiten unter der Regie von José Alberto erfolgten, an denen skrupellos Geschäftsleute, Regierungsbeamte und Staatsanwälte beteiligt waren.

Tatsächlich zeigte ein erster Bericht des Generalkontrolleurs der Republik aus dem Jahr 2006, dass diese Arbeit anfänglich Kosten in Höhe von 50,68% des Staatshaushaltes als Preis pro km USD 257.000 überschritt. Daraufhin wurden die Zahlungen erst einmal einbehalten und die Arbeiten gestoppt.

Zwar kam es zu erneuten Ausschreibungen bei der eingangs erwähnten Straße, jedoch gerieten diese alle, nachdem sie begonnen wurden, wieder ins Stocken. Die letzte, von der Firma B & B Assoziation, in Höhe von 25.387 Milliarden Guaranies, begann mit ihren Arbeiten 2012. Trotz der Tatsache, dass sechs Jahre vergangen sind, fehlen immer noch fünf Kilometer Pflasterstraße, neben der Reparatur von großen Schlaglöchern, die sich schon wieder auf der fertigen Strecke gebildet haben.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Zwei Jahrzehnte und 12 Minister: Eine Straße bleibt unvollendet

    1. Und die Geschäftsleute, die ihren Teil dazu beitragen, blenden wir wieder mal aus? Bei diesen Dingen braucht es einen Staat, der die Finanzierung übernimmt. Die hochgelobten Unternehmer würden alleine niemals damit anfangen, weil es eben zu teuer ist. Benutzen und damit verdienen, aber ja gerne und dann sagen der Staat wirtschaftet schlecht.

      1. Aber hallo Zardoz! Ist es nicht so, daß in Paraguay “hochgelobte Unternehmer” und noch “höher gelobte Politiker” Hand in Hand arbeiten um so die geplanten Investitionen möglichst optimal an den Amigo zu bringen? Und was heißt “der Staat wirtschaftet schlecht”? Wo wird denn hier kaufmännisch korrekt gewirtschaftet?

        1. Es geht nur darum, dass es Politiker und Unternehmer sind, meistens sind es sogar die selben Personen die beides gleichzeitig sind, Das fehlte mir im ersten Post. Nur der Staat und nur Politiker ist gerade in Paraguay unvollständig.
          Der letzte Satz ist eher auf entwickelte Staaten bezogen. Beispielsweise USA, Die Infrastruktur benutzen die Konzerne jeden Tag, aber Steuern zahlen nein. Da gibt es genug Beispiele. Die sagen aber dann der Staat wirtschaftet schlecht.

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