Campesinos: “Wir wollen mit den Mennoniten mithalten“

Asunción: Bei einem Treffen von Vertretern der Campsinos mit Kongresspräsident Fernando Lugo schockierten diese mit einer Aussage für die nähere Zukunft. Kommt es dazu und hätte so etwas Bestand?

Wieder einmal sammeln sich Bauern in Asunción, diesmal auf der Plaza Uruguaya. Einer ihrer Anführer, Alejandro Colmán, erklärte, “dass viele von ihnen müde sind von der geringen Hilfe die der Staat ihnen bietet“. Mit Nudeln und Speiseöl wollen sie sich nicht mehr abfertigen lassen. Sie fordern vom Staat Maschinen, “um mit Mennoniten und Brasilianern mithalten zu können“.

Heute kam es zu einem Treffen der Campesinos, wo sie dem Kongresspräsident Fernando Lugo ihre Forderungen unterbreiteten. Zum einen wollen sie, dass alle 62.000 Bauern die staatliche Hilfe bekommen und nicht nur 18.000, die das Landwirtschaftsministerium herausfilterte, sowie Maschinen, um im Wettbewerb für eine erfolgreiche Produktion mithalten zu können.

Ist eine solche Forderung angebracht oder realistisch? Kann diese finanziell überhaupt umgesetzt werden, und wenn ja, wie lange hat solche Hilfe Bestand?

Wochenblatt / Abc Color

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10 Kommentare zu “Campesinos: “Wir wollen mit den Mennoniten mithalten“

  1. Campesinos: “Wir wollen mit den Mennoniten mithalten“, ja, ich habe mir ja schon manchmal einen Schranz in den Bauch gelacht als ich über die Logik, pardon, Artikel über dieses Volkes las. Aber ab diesem Artikel klafft nun ein Loch als ob ich eins von einer Bazooka abgekommen habe. Da hilft wohl auch kein Tesa mehr.
    Darum sollte der Staat den armen, geschaffigen landlosen Bauern Maschinen schenken, damit sie mit den Mennoniten und Brasilianern mithalten können, hihi, sorry, aber muss mal tränen abwischen.
    Sicherlich ist eine solche Forderung angebracht und realistisch. Denn der paraguaysche Staat hat aufgrund besonders arbeitsamen Volkes ein Milliardenüberschuss und kann nun den Campingsinos Maschinen und Entrecôte mit Apfelmus und Kartoffelstock servieren.
    Wusste ja gar nicht, dass die Mennoniten und Brasilianer das, was sie aufgebaut und erreicht haben, mittels hohler Hand zustande gebracht haben. Aber der nächste Präsident des Landes, Fernando Lugo, der schon einmal vom Parlament als Präsident des Landes und vom Papst als Bischof gefeuert wurde ist sicherlich die Richtige Adresse für diese Landlosen Bauern.
    Mein Mitleid hält sich in Grenzen, denn, wenn man etwas auf dem Kasten hat, d.h. nicht ein Kg Karotten für 50 Euro verkaufen will, dann bringt man es auch zu Eigentum. Dafür braucht es wohl ein wenig mehr Wissen über Agrikultur als drei mal täglich seinen Müll anzuzünden und mehr Arbeitseinsatz als drei mal täglich Teerere zu trinken. Aber immerhin kriegen die Kinder ein rechte Erziehung und Ausbildung, rein vom Zuschauen.

    1. Gut. Ich antworte jetzt auf diesen Kommentar, auch wenn er nicht der Einzige ist der mich gerade massiv stört. Die leser dieser Zeitung sind wirklich ein untoleranter Nörglihaufen. Tschuldigung. Geht doch zurück wo ihr herkommt, wenn iht euch so an den Landsleuten stört.

      Und dann täte es euch allen wohl auch gut über folgende Fragen nachzudenken:
      Warum gibt es Bauern ohne Land?
      Wer hat heute das Land, das früher den landlosen Bauern gehörte?
      Was macht Europa für ihre Kleinbauern?

      Richtig, auf dem Land der Landlosen Bauern wächst heute zu einem grossteil Soja. Die Soja-Grosskonzerne zahlen keine Steuern… (dieser Vorschlag der Linken soll ja mit einem Veto versehen werden) und bekommen auch sonst Regelmässig irgendwelche „Geschenke“ vom Staat. Die Sojamonokultur macht den Boden und das Ecosystem kaputt und die grossräumigen Giftelei per drones, die Bevölkerung auf dem Land krank. Den Kleinbauern geht es immer schlechter. Sie werden nicht sinnvoll unterstützt. Habt ihr vergessen, dass in Europa die Bauern subventioniert werden? Ist Europa jetzt rückständig deswegen? Nein sie haben einfach geschnallt, dass es sinnvoll ist eine gesunde inländische Lebensmittelproduktion zu haben.
      Anstatt einfach die Regierungspropaganda über die faulen Bauern nachzureden, sollten sie vielleicht mal in Erwägung ziehen, dass ein sinnvolles Programm (und das schliesst Bildung ein) zur unterstützung der Kleinbaurern keine schlechte Idee wäre. Für ganz Paraguay, nicht nur die Bauern.
      Und ich finde den Artikel etwas einseitig… und frage mich was dann noch war das nicht drinsteht. Die Forderungen der Kleinbauernorganisationen, bevor sie von der Presse zerstückelnt werden sind nämlich in der Regel sehr sinnvoll formuliert.

  2. Ohne hart zu arbeiten um sich dann einen Lebensstil auf zu bauen wird es wohl nicht gehen. Alles geschenkt haben wollen um es dann zu verkaufen und neue Forderungen zu stellen ist doch Heute schon klar.Will auch ein Geschenk haben und zwar die Grundstücksteuern erlassen weil Niemand mit meinen Geld vor meinen Grundstück für Sauberkeit oder Andere Verpflichtungen der Gemeinde sorg nur ich selber.Und bekomme ich das Geschenk? Nein weil ich fleißig bin und etwas geschaffen habe kann man mich und Andere melken.

  3. Das war der heutige Aufsteller für mich. Ein Bekannter von mir, hat mal einem Nachbar über eine Bank geholfen, dass er einen Traktor kaufen konnte (Kredit). Der Traktor wurde geliefert, die ganze Familie hat gefeiert und nach 2 Monaten war der Traktor wieder weg und er wieder bei den Ochsen. Er hat halt die Quoten nicht bezahlt. Dieser Nachbar meinte, dass man einen Kredit nicht wieder zurück zaheln muss. Hat aber auch nicht gross gearbeit. Natürlich ein riesen Geschrei, und so weiter.
    Ja das ist Paraguay pur

  4. Unverschämter geht´s nicht mehr. Keine Leistung bringen wollen, aber Geld fordern für nichts! Und Lugo wird das sicher unterstützen. Schlimmer kann es in einer Irrenanstalt auch nicht sein!

  5. Ich weis nicht ob ich lachen oder weinen soll. Über diesen etwas verspäteten Aprilscherz!
    Sie schaffen nicht mal klei.ne Flächen zu bewirtschaften.Jede Maschine kostet Geld und muss bezahlt werden.Auch die Quoten/Raten. Gebratene Tauben fliegen nicht durch die Luft. Ran an die Arbeit dann ist auch bald Geld da.
    Natürlich konnen sie auch einen Kolchos/LPG gründen, da sind die Flächen zusammengelegt etwas Größer.
    Spätesten bei der Arbeitsmoral und den Teilen des Gewinns ist alles Vorbei.
    Da das meiste so wie so unter den Nagelgerissen wird, ist es Empfählenswert ich einen Sowchos zu Gründen mit Lugo als ersten Vorsitzenden.

  6. Das ist die typische sozialistisch-kommunistische Schmarotzer-Mentalität, die in Paraguay in bestimmten Bevölkerungsschichten dominiert. Und wenn Lugo oder einer mit ähnlicher Gesnnung hier an die Macht kommen würde, bedeutete dies entweder unkontrolliert Schulden aufnehmen oder Steuern erhöhen um solche Projekte zu finanzieren. Und nur so ist ein sozialistischer Wohlfahrtsstaat finanzierbar, vom Geld anderer arbeitender Leute. Dann wäre Paraguay schnell da, wo Venezuela schon heute ist.

  7. …um die Traktoren zu betreiben wollen die Campesinos sicher auch noch einen monatlichen Check ueber 5 Millionen Guaranies, fuer Kraftstoffe, wie alle Abgeordneten! Diese Checke sind ausnahmslos nur fuer die Wohltaeter des Landes, also fuer die Abgeordneten bestimmt und nicht fuer das bloede Fussvolk!
    Wo kaemen wir den hin, wenn alle diese Checke wollten ohne zu arbeiten

  8. Mithalten mit den Mennoniten, im Chaco konnte ich den Fleiß der Mennos genauest beobachten. Da nun auch nichtmehr diese Qualität der derzeitigen zu bemerken ist, kann ich darauf nur mit Staunen, die Ansichten mancher teilen, die meinen die Campesinos könnten es denen,Heute, Morgen und in kommenden Jahren auf Augenhöhe gleichtun. Von Kenntniß und Agrarökonomie, Maschinenpflege, Wartung und vieles mehr wird nicht möglich sein. Jedenfalls etwas ironisch bemerkt. Dieses Theater sehe ich mir gerne in der ersten Reihe an.

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