Cartes bezieht Stellung zum Lehrerstreik

Asunción: Nachdem vom Finanzminister bestätigt wurde, dass die Bitte um Vergrößerung des Bildungshaushaltes nicht an den Kongress weitergeleitet wurde und der Bildungsminister den Streik für unangebracht hält nimmt der noch nicht verantwortliche Horacio Cartes Stellung, da ihn in rund zwei Wochen das Thema interessieren dürfte. In einer Ankündigung kurz nach der Wahl erklärte er schon, dass für staatliche Angestellte kein Lohnzuwachs zu erwarten sei. Diese Meinung behielt er bei und erklärte erneut, dass keine Mittel für die Forderungen zur Verfügung stehen.

Cartes bittet demnach die Gewerkschaften, mit deren Umgang er noch keine Erfahrung hat, die Lage zu verstehen. Er findet es schade, dass schulpflichtige Kinder ihren Unterricht verpassen. Laut seiner Meinung sollte die Bevölkerung über den Streik entscheiden. Außerdem sollte nicht so kurz vor dem Regierungswechsel solch eine drastische Entscheidung getroffen werden.

Die Art und Weise und der Zeitpunkt des Streiks lässt die Vermutung zu, dass die Gewerkschaften die alte Regierung zu Zugeständnissen zwingen wollen, bevor Cartes die Macht ergreift. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass keines von Cartes Unternehmen Gewerkschaften besitzt.

(Wochenblatt / Ultima Hora)

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7 Kommentare zu “Cartes bezieht Stellung zum Lehrerstreik

  1. Da meine Kinder auf eine Privatschule gehen sollte es mich nur am Rande interessieren aber das tut es nicht. Ein Einkommen der Lehrer an das Einkommen der oberen Ränge der Nationalpolizei scheint mir gerechtfertigt. Das sollte dann auf 6 Jahre eingefroren werden. Da die meisten dieser Lehrer nicht über genügend Wissen verfügen um einen Internationalen Bildungsstandart an ihren Schüler weiter zu geben halte ich diesen Lohn für ausreichend. Die aus der linken Ecke agierenden Gewerkschaften sollten haftbar gemacht werden wenn Streiks den Volk schaden mit Schadensersatz in Höhe des Entstandenen Schadens. Für mich ist es ein Schaden wenn Ferien wahren von 3 Wochen und in dieser Zeit keine Aktionen statt finden. Aber dann auf den Rücken der Kinder und ihr Recht auf Bildung gestreikt wird.

    1. Wenn Sie neben dem Niveau dieser Lehrerschaft noch berücksichtigen, wie oft sie nicht nur streiken, sondern zudem einfach öfters nicht zum Unterricht erscheinen, dann ist die Sache noch klarer.

  2. Diese Lehrer sind maßlos in ihren Forderungen.
    Sie bekommen schon das doppelte Gehalt eines Angestellten, arbeiten aber die wenigsten Stunden im internationalen Durchschnitt.
    Und wie Hans schon schreibt: sie kommen und gehen wie sie wollen.
    Wenn es regnet kommen sie nicht.
    Der Unterricht fällt außerdem aus:
    einen Tag vor einem Schulfest
    am Tag des Schulfestes
    einen Tag nach dem Schulfest
    an Elternsprechtagen
    wenn es kalt ist
    wenn es heiß ist, spielen die Kinder die ganze Zeit im Schulhof, währen die Damen und Herren Lehrer(innen) sich gemütlich unterhalten und Tereré trinken.
    dann gibt es Tage, da bringen die Kinder Machete und Besen mit und machen das Gelände der Schule sauber
    usw, usf.
    Gründe,den Unterricht ausfallen zu lassen, gibt es reichlich.

    Die gehören alle entlassen und nur mit einem neuen Arbeitsvertrag wieder eingestellt.
    Zu Bedingungen der Regierung.
    Wer nicht unterschreibt, wird nicht wieder eingestellt.
    Es warten genügend arbeitslose Lehrer.

    Das, was diese sogenannten Lehrer treiben, ist Erpressung und die geht auf Kosten der Kinder.
    Aber vielleicht ist das ja so gewollt.
    Je ungebildeter ein Volk, um so einfacher zu regieren

    1. Das trifft genau auch meine Idee.
      Am besten Anfang Dezember alle Lehrer entlassen und sie einen neuen Vertrag unterschreiben lassen. Ihre bisherigen Dienstjahre kann man ja anrechnen. Die Höhe der Einkommen werden für beispielsweise 5 Jahre eingefroren. Und wer nicht unterschreibt, kann sich lange – aber diesmal unbezahlte Ferien – genehmigen. Die fehlenden Lehrer kann man in den Ferienmonaten durch „Neulehrer“ ergänzen. Das „Studium“ der Lehrer ist ohnehin albern, wenn die Lehrer denn überhaupt studiert haben und nicht nur einen Kursus von 3 Wochen hatten.
      Dann gibt es zu Weihnachten zwar riesige Demos – aber danach ist endlich Ruhe und die Kinder können lernen. Aber die Regierung wird lieber weiterhin sinnlose Fernsehspots schalten, wie toll die Bildung hier ist – auf internationalem Level, was ein mächtiger Brüller an sich ist.

  3. Meine Lösung für das Problem sieht so aus.

    Wer streikt bekommt die nicht gearbeiteten Tage nicht bezahlt.
    Wird übermäßig gestreikt – also fallen etwa mehr als 10% der jährlichen Unterrichtsstunden, wegen Streikes aus, dann wird das Dienstverhältnis als aufgelöst betrachtet und die betroffenen Lehrer können sich neu für den Job bewerben, oder etwas Anderes arbeiten.

    Da die hiesigen Gewerkschaften in landestypischer Manier genau 0.0 Gs als Barreserve halten, hat sich das Thema binnen 1 Monats erledigt. Die (meist übergewichtigen, weiblichen) Lehrkörper sind dann nämlich hungrig und bekommen in der Despensa keinen weiteren Kredit mehr. Dann arbeiten sie auch wieder gerne.

  4. Es ist eine Schande vor dem Herren!!! Da versucht man hier „Bildungsferne“ Schichten zum Unterricht und zum Regelmäßigen Schulgang zu ermutigen. Man versucht zu förden, man befürwortet Hilfe zur Selbsthilfe… Was kommt dabei heraus? Man hat selbst keine Antwort auf die Frage: „Was soll ich denn da?“ Putzen und die Nationalhymne singen?? Dann noch beten und dann Freistunde?? Hey teacher!! Leave us Kids alone! Bekommt doch hier eine völlig neue Note…

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