Cartes stört das Rampenlicht

Asunción: Nach 5 Jahren an der Spitze einer Regierung bevorzugt der Ex-Präsident wieder die Anonymität. Eine Kandidatur für den Parteivorsitz ab dem kommenden Jahr schloss er nun aus.

Ungeachtet der Krebserkrankung des aktuellen Parteipräsidenten Pedro Alliana, muss ab dem kommenden Jahr ein neuer Parteipräsident folgen. Da die politischen Lager in der Partei weiterhin gespalten sind, war die Rede davon ob Cartes diese übernehmen will.

Übrigens kam es zur Spaltung der Colorado Partei nur deswegen, weil Cartes als unabhängiger Präsident, wie es sein sollte, sich offen für seinen Kandidaten Alliana stark machte, anstatt dies den Bewegungen zu überlassen. Die Kosten für dessen Wahlkampf, die um die 5 Millionen US-Dollar betrugen, übernahm er auch.

Nach der Schlappe um die Wiederwahl und seinen Kandidaten Santiago Peña wäre dies der Moment, um zu zeigen, dass seine Bewegung Honor Colorado nicht dem Untergang geweiht ist. Da jedoch dieses Signal nach Außen fehlt, türmen immer mehr HC-Anhänger und suchen bei Mario Abdo Unterschlupf. Die Welle der Bereitwilligen ist weitaus größer als man erwartete. Wenn die übliche finanzielle Unterstützung an die Befürworter eingestellt wird, endet dies in dem, was man derzeit betrachten kann. Dass sich Senatoren und Abgeordnete etwas länger dagegen sträuben ist normal, doch diese werden vom Staat bezahlt und haben ein Image zu bewahren.

Wochenblatt / Abc Color

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6 Kommentare zu “Cartes stört das Rampenlicht

  1. Solange Cartes in der hiesigen Politik mitmischt, wird es keine Ruhe geben. Ich glaube, dieser Mann ist nicht nur gekränkt ob seines Machtverlustes, sondern auch rachsüchtig. Damit aber steht er hier nicht allein. Was ist eigentlich aus seiner Zeugenbefragung hinsichtlich seines „Blutsbruders“ Messer geworden? Was hatte man getönt, ihn vorzuladen und notfalls mit der Polizei abholen zu lassen. Messer ist spurlos verschwunden und von einer Zeugenvernehmung Cartes hört man auch nichts mehr. Das ist wohl die Realpolitik in Paraguay, oder sollte man besser sagen politische Satire?

    1. Ja, ich hatte mich auch auch schon gefreut Cartes in Handschellen zu sehen, aber wie ueblich nur heisse Luft. Cartes weiss garantiert wo Messer steckt, aber ohne Anwaelte kann er nichtmal vor seinem eigenen Spiegelbild einen vernuenftigen Satz sagen.
      Aber jetzt hat er endlich mal gemerkt, dass seine Beliebtheit gegen Null geht und zieht sich lieber aus der Politik zurueck, aber sicher nicht ohne einen redegewandten Busenfreund in die Partei zu bringen, der seine Interessen durchsetzt.

  2. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Ist nicht Abdo’s Cousin oder sogar Halbbruder Zentralbankchef oder sowas?
    Das wird hier nicht diskutiert.
    Diese stalinistische Hetzjagd ist doch offensichtlich ein Kampf zwischen Jaacob (dem Judenfreund Cartes) und Esau (dem araber Abdo).
    Warum macht man Abdo nicht verantwortlich fuer die Missstaende der Stroessnerzeit? das waere angebracht da dieser „im Geiste“ Stroessners regiert. Nicht mal das ender der Diktatur wollte Abdo feiern.
    Das Motto „Frueher bei Stroessner war alles besser“ ist nicht auf Stroessner zurueckzufuehren sondern auf den anderen Zeitgeist der das Volk beseelte und die andere Mentalitaet die dem Volk innewohnte. Die Zeit laesst sich nicht zurueckdrehen auch wenn mans gerne moechte.
    Die Erwartung des Wiederkommens Jesu ist unsere einzige Hoffnung denn die Situationen werden sich immer mehr zuspitzen.
    Wenn Lugo und seine Frente Guazu so quasi eine Hilfstruppe der ANR ist verkleidet im Gewand der PLRA und da Lugos die EPPisten mehr oder weniger gegruendet hat, dann kann man die Entfuehrungen der Mennoniten durch die EPP vor der Wahl partout einer joint-venture von ANR und Frente Guasu ansehen. Diese haben sich mittels der Mennoniten finanzieren wollen wie eben die Gouverneure der USA ihre Wahlkampagnen durch die Volkswagenklagen (Volkswagenemissionsskandal) finanzierten und damit auch die Kassen der Staaten aufstockten. Also weil Wiens von Cartes absprang hat die ANR-FG dann die Mennoniten entfuehrt und sich so finanziert. Das bedeutet dass die entfuehrten Mennoniten direkt Opfer der Politik des Wiens und Bergen sind. Diese (Kooperativen, ACOMEPA) sind fuer den Tod des Fehr verantwortlich. Man hat also ein paar Mennos als Bauernopfer geopfert fuer die mennonitischen politischen Ziele.
    So langsam fuegen sich die Puzzleteile zusammen. Die Wahrheit kommt immer ans Licht. 1 toter Mennonit = 1 Ministerposten. Man waehlt den Ministerposten.
    Zudem hat sich ja Abdo mittlerweile als „Vorschatten des Antichristen“ entpuppt mit seiner ersten Amtshandlung die Botschaft wegzuverlegen weg von Jerusalem.

    1. Ich frage Sie nochmals: Welche Beweise können Sie anführen, daß der neue Präsident Abdo eine arabische Abstimmung hat und eine muslimfreundliche Politik betreibt oder gar selbst ein Muslim ist? Selbst wenn er arabischer Abstimmung wäre, muß er deshalb nun automatisch Muslim sein? Auch in arabischen Ländern gibt es Christen! Sollten seine Vorfahren tatsächlich Araber und Muslime gewesen sein wäre es doch möglich, daß die Nachfahren zum Christentum konvertierten. Aus Ihren vergangen Kommentaren ist unzweideutig zu entnehmen, daß Sie ein Freund Cartes sind. Wie ist das möglich, daß ein Christ wie Sie, sich für einen solchen Mann stark macht, der nachweislich in zahlreiche Korruptionsfälle verstrickt, mit unlauteren Methoden politische Gegner kalt stellt und einen hochgradigen Kriminellen wie Messer als seinen „Bruder“ bezeichnet und ihn schützt? Ich schätze Ihre grundsätzliche christliche Einstellung sehr und Ihre meistens sehr fundierten Beiträge – doch nun irritieren Sie mich doch gewaltig!

      1. Manni: richtig! Allein in Ägypten leben ca 7 Millionen Kopten, im Libanon viele Christen aber auch in anderen arabischen Ländern. Ich habe es mir schon lange abgewöhnt, die langatmigen Kommentare des „Bruders“ Johan Moritz zu lesen. Vielleicht überfliege ich sie gelegentlich. Interessant, dass dieser Mensch jeden Tag so viel Zeit hat, diese Kommentare zu schreiben.

  3. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    @Simplicus
    Abdo Benitez als Araber.
    Abstammung: steht allewege in den Zeitungen dass ~ 1910 Abdos Vater aus dem Libanon/Syrien nach Paraguay einwanderte. Abdo ist eine Variante des Abdou, Abdhu und Abdoul.
    Muslimfreundliche Politik: siehe Rueckverlegung der Botschaft nach Tel Aviv.
    Ob Moslem oder nicht ist egal da er wegen den obigen Punkten klar die Seite der Dschihadisten vertritt.
    Nein ich bin kein Freund Cartes aber das bedeutet noch lange nicht dass ich mich gleich mit dem Satan verbuende und seiner Agenda.
    Mehr Beweise bedarf es doch nicht.

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