Cartes‘ Zigaretten überschwemmen Kolumbien

Bogota: Unter dem Titel „Die Zigaretten des Präsidenten Paraguays überschwemmen Kolumbien“ publizierte die Zeitung El Tiempo des besagten Landes heute einen Artikel der erneut auf einen Geschäftszweig von Horacio Cartes hinweist der schon lange im Visier seiner Kritiker auftaucht.

Die mit 5 Millionen Stangen am größten beschlagnahmte Menge waren der Marken Ibiza und Merines, produziert von der Firma Tabacalera del Este S.A.

Die Zigaretten haben außerdem nicht die notwendige Beschriftung bzw. Kennzeichnung um in Lateinamerika vertrieben zu werden. Es fehlt ein Piktogramm über die Gefährlichkeit des Rauchens sowie der Hinweis auf Herkunftsland und Ort des Verkaufs, welcher auf einem Stempel zu finden wäre. Ebenso erinnerte die Veröffentlichung daran, dass in 2004 schon die Gesetzeskommision Brasiliens die Firma beschuldigte.

In Kolumbien wird der Zigarettenschmuggel von kriminellen Banden zum Waschen von Geld genutzt. Die illegale Einfuhr der Zigaretten bringt den kolumbianischen Fiskus um rund 16 Millionen US-Dollar, was der eigentliche Grund der Kritik daran sein dürfte.

Ehe die Zigaretten in Kolumbien an Land gehen legen sie einen weiten Weg zurück. Die Importeure Universal Brands, Altac, Tabacal S.A. und Transimex verschiffen sie nach legalem Kauf über Aruba und Curaçao.

All diese Firmen gehören Alex und Erick Mansur, die schon in den Vereinigten Staaten von Amerika wegen Geldwäsche vor Gericht standen und nach einer Geldstrafe freigelassen wurden. Cartes‘ Unternehmen, was ihm monatlich rund 5 Millionen US-Dollar einbringt, verkauft jedoch die Zigaretten legal ohne nach dem Ziel der Ware zu fragen, denn dieses ist wohlbekannt.

Während in Kolumbien darum gebeten wird auf diplomatischem Weg auf das Problem aufmerksam zu machen, hat Argentinien ähnliche Sorgen. Hier sind 45% aller beschlagnahmten Zigaretten aus der Fabrik des neugewählten Präsidenten. Hier ist es jedoch die Marke Rodeo, die guten Absatz erzielt.

(Wochenblatt / El Tiempo)

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11 Kommentare zu “Cartes‘ Zigaretten überschwemmen Kolumbien

  1. … verkauft jedoch die Zigaretten legal (was gibt es dann daran auszusetzen?)

    … ohne nach dem Ziel der Ware zu fragen (ein Bäcker der sein Brot „legal‘ verkauft, frägt seinen Kunden ja auch nicht, wo er denn jetzt mit seinem Brot hingeht!)

    No entiendo.. :-/

    1. Wenn man seine Ware nicht legal einführen darf, dann macht man es eben auf anderem Weg. Ausserdem dürfte die Gewinnspanne „etwas“ günstiger sein auf diesem 2. Weg.

  2. niemand will ihnen abstreiten die „exportintensive“
    zigarettenproduktion von horacio cartes zu verteidigen.
    sie als journalist haetten sich aber einen besseren
    vergleich einfallen lassen sollen. der baeckereivergleich hinkt.welcher baecker wuerde 20mal
    so viel brot herstellen als er potentiell abstzen koennte? noch dazu muesste er sich wirklich fragen warum
    er die meisten brotsorten mit fremden markenbezeichnungen
    verpacken muss ? jeder weiss, dass die zigarettenfabriken
    von cartes fuer den vertrieb im ausland produzieren,da
    man auf sem inlaendischen markt nur etwa 5% der produktion absetzen kann.warum werden also marken hergestellt die es nur im ausland zu kaufen gibt?
    die geschaeftsleitung weiss genau warum sie das macht.
    natuerlich weiss ein baecker nicht was ein einzelner
    kunde mit seinem brot macht. sicher weiss er aber was
    mit 95% seiner produktion geschieht,sonst wuerde er nie
    so viel brot backen ohne gesichertem absatz.
    aber wir sind in paraguay. inoffiziell wissen es alle.
    offiziell weiss es niemand.

    1. Der Vergleich mit dem Bäcker ist schon richtig. In Asu gibt es schließlich auch einen bekannten Bäcker, der sein Hauptgeschäft außerhalb von Asu macht. Wenn jetzt San Lorenzo dieses Brot mit einem Strafzoll belegen würde und es einen Asuncioner Kunde des Bäckers nach San Lorenzo schmuggeln würde? Wäre dann der Verkauf in Asu an den „Schmuggler“ illegal?

      1. manchmal frage ich mich wirklich warum ich versuche mit
        argumenten leser ueberzeugen zu wollen, die schon eine vorgefasste meinung haben.zum ihrem baeckerei-argument.
        erstens liegen asuncion und san lorenzo im gleichen land.
        zweitens werden seine produkte nicht in verpackungen
        eingepackt, um als argentinische oder brasilianische produkte zu erscheinen.sicherlich sind meine argumente
        vergeblich.wie schon des oefteren. MIHA hat wenig gefallen an meinen kommentaren.

  3. Ist nicht alles auch eine Frage der Moral? Vor allem, wenn es um den Staatspräsidenten eines Landes geht? Will Paraguay ernst genommen werden oder gilt hier bei allem „wir sind eben in Paraguay!) ?
    Ich wundere mich immer, was die Menschen so alles bereit sind zu tollerieren. Sehr erstaunlich!!!! So kann auch jede Regierung machen was sie will.
    Würde ich mich als Präsident/Präsidentin zur Wahl eines Landes stellen, würde ich das nur riskieren, wenn ich eine weiße Weste hätte.
    Doch wer kann so etwas schon brauchen? Vor allem nicht die Drahtzieher, die die ganze Welt beherrschen wollen. Sie können nur Leute mit schmutziger Weste (ge)brauchen, Menschen die erpressbar sind. Bin gespannt, was sich da noch alles so zeigt!

  4. Ja es ist richtig das rauchen Krank macht,das Länder wo die Zigaretten ein geschmuggelt werden Verluste haben was Steuern angeht.Aber wer zwingt die Menschen zu rauchen oder wer zahlt gerne Steuern?
    Bleiben wir mal beim Bäcker. Es kommt ein Kunde und fragt ob der mehr Brot backen kann weil sie es in andere Regionen verkaufen möchten.Der Bäcker versichert sich ob der Kunde die riesige Waren Flut abnehmen kann und bezahlen,danach produziert er diese verlangten Mengen. Weil er ein Geschäft hat und kein Soziales null Verdienst Geschäft.
    So weit so gut aber ob das jetzt als zukünftiger Präsident eines Landes auch noch so stehen kann ist fragwürdig.Buisness und Politik sollte man trennen wenn es darum geht ein Vorbild zu sein und Koruption so wie Vettern Wirtschaft bekämpfen will.Jedes Land der Welt hat seinen Skandal seine nicht ganz legale vorgehensweise in wirtschafts Fragen. Ich bin immer für freien Handel und Expansion.Doch für Herrn Cartes denke ich ist es besser solange er Präsident ist seine Unternehmen von einen Vertreter führen zu lassen,um geachtet zu sein und respektiert.Das man Ihn misst an das was er für Paraguay tuen kann und ich vertraue diesen Mann und seinen guten Geschäftsfähigkeiten sie genauso als Präsident einzusetzen zum Wohle Paraguay und seiner Menschen.

    1. seine „guten geschaetsfaehigkeiten“ hat er schon frueher
      bewiesen. so war seine wechselstube „cambios humaita“ in
      den grossen devisenskandal 1985 verwickelt. deswegen sass
      er fuer ein paar wochen im „hotel tacumbu“ ein, dann
      fluechtete er nach brasilien und wohnte in der grenzstadt
      ponta pora. nach dem sturz von stroessner tauchte er
      wieder auf und konnte in einem revisionsverfahren einen
      freispruch erlangen. „illegaler zigarettenexport“ ist eigentlich nur eine nebensache.auf die weit staerkeren
      beschuldigungen will ich gar nicht eingehen, aber darueber kann man
      in etlichen internationalen informationen lesen.
      wenn jedoch jemand darin eine „internationale verschwoerung“ gegen horacio cartes sieht, ist jede
      argumentation vergeblich

  5. Lieber Asgard980,
    viel konnte man von Ihrem Kommentar nicht verstehen.
    Was wollten Sie denn wirklich damit sagen?

  6. Liebe Ariane60
    Für mich ist Freiheit des Marktes sehr wichtig aber ich bin strikter Verfechter der Trennung von Politik und Wirtschaft.Genauso bin ich gegen Vorverurteilung eines Mannes (Frau)der sich Politisch noch nicht beweisen konnte.

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