Chaco: 8.000 Hektar gerodet und Kriegswaffen beschlagnahmt

Filadelfia: Die Staatsanwaltschaft führte eine Razzia auf Estancias im Chaco durch. In einer ersten Operation wurde die Abholzung von 6.000 ha verifiziert, in einer zweiten noch einmal 2.000 ha.

Die Durchsuchung auf den Liegenschaften wurde vom Staatsanwalt Andrés Arriola, der auf Umweltverbrechen spezialisiert ist, durchgeführt. In einem Fall war die Estancia von Miguel Ávalos betroffen. Hier wurde die Entwaldung von 2.000 Hektar nachgewiesen.

In einer anderen Operation war Alfonso Norias in der Region vom Pilcomayo und Besitzer der Estancia Solitario betroffen. Hier stellte man eine gerodete Fläche in der Größenordnung von 6.000 ha fest.

Des Weiteren beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft mehrere Gewehre, Pistolen, Kriegswaffen, 2 Bulldozer, 2 mobile Sägewerke und sogar Wildtiere in Gefangenschaft.

Arriola kündigte an, dass die Besitzer der Estancias aufgefordert worden seien, eine Erklärung über die beschlagnahmten Güter abzugeben, um zu prüfen woher sie stammen und ob darüber Genehmigungen vorliegen würden.

Die Operation wurde mit technischem Personal der Forstbehörde Infona durchgeführt. Auch die Leiterin der Entität, Cristina Goralewski, war bei den Durchsuchungen zugegen. Begleitet wurde das Projekt auch von erfahrenen Beamten aus der Umweltabteilung der Staatsanwaltschaft.

Wochenblatt / Hoy / ABC Color / ADN Paraguayo

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6 Kommentare zu “Chaco: 8.000 Hektar gerodet und Kriegswaffen beschlagnahmt

    1. In Paraguay muss ein einfaches System her, dass es bewirkt, dass mehr Bäume gepflanzt als gefällt werden — wenigstens die nächsten 50 Jahre.

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Ich zitiere hier unten nochmal meinen Post von gestern. Die Mennoniten sind allerdings das geringere Uebel unter den Umweltsuendern. Das groesste Uebel sind alle Privateers und Politiker. Wie zum beispiel die Sippe der Argañas und anderer Stroessner Abschaum der wieder an die Oberflaeche der Kloake schwimmt. Die Argañas einverleiben sich mittels Doppelurkundenfaelschungen und Betruegereien armer Kleinbauern ein Landstueck nach dem anderen. Zum Beispiel Kleinbauern uebertragen ihren Titel dieser Clique nach einem Heiratsversprechen und dem Geschenk eines Smartphones des Armen Tochter gegenueber. Masche die dann sich als solche herausstellt um sich ein Lanstueck von 10 Hektar z.B. fuer den Wert eines leeren Versprechens und eines Smartphones unter den Nagel zu reissen. Daher nehm ich mal an dass die Drogenbarone und anderes Gesindel der Oeffentlichkeit meist daran schuld ist an den Rodungen. Wenns Differenzen gibt zwischen Satellitenbild und Daten der Infona, tja die Sache ist wohl klar dass sich niemand um irgendwelche 25% Schutzstreifen kuemmert.
    Vorab zur Person des Gustav T Sawatzky sollte man erwaehnen dass dieser selber wie der Mennonit es nennt, „Traktore hat“. D.i. er hat Maschinen die nachdem die Bulldozer den Wald gerodet haben da auf die Rodung rauffahren und das Land bearbeiten und danach deb Viehbetrieb einrichten (Baumstaemme werden zu Pfosten gesaegt die dann als Zaun errichtet werden (wo die Strausse dann mit Geschwindigkeit gegenlaufen und sich den Hals brechen wie ich letzt einen bei meinem Zaun so vorfand). Also sehr viel Einkommen geht dann den Bulldozerunternehmern und Maschinenunternehmern verloren wenn es ein 0% Rodungsgesetz gibt. Der Durchschnittsmennonit ist davon aber nicht betroffen sondern nur die Reichen Viehzuechter und Maschinendienstleister. Ich schaetze mal das mindestens 40% bis 50% der mennonitischen Maschinendienstleister im Rodungssektor taetig sind oder irgendwie davon profitieren. So auch ebenda dieser Herr Praesident der Kooperative Chortitzer sowie all die anderen Oberschulzen der Mennonitenkooperativen (wennse nicht Pfaffen sind die das Entwicklungsevangelium predigen dann sind sie Lehrer, Maschinendienstleister oder Viehzuechter). Auch unser ehrenwerte Dr. Glatzle ist ein Grossviehzuechter, also haben seine Studien immer eine leichte Gicht und torkeln immer in Richtung pro-Entwicklung (will heissen pro Rodungen).
    Es ist ja doch so einfach auf dem Satelliten zu sehen wie viel Prozent vom Ganzen schon gerodet wurde, was unberuehrt geblieben ist und was nicht. Siehe hier die Satellitenanalyse der University of Maryland http://earthenginepartners.appspot.com/science-2013-global-forest.
    Die meisten roten Flecken sieht man in der Tat im Chaco (aber auch extrem viel in Argentinien, Peru?, USA, Skandinavien und Russland). Danach sind wir schon grob geschaetzt bei 25% Naturschutz angelangt. Ein 0% Rodungsgesetz macht dann Sinn wenn die 25% Naturreserven schon erreicht sind. Nach dem Satelliten duerfte das schon geschehen sein.
    Ein 0% Rodungsgesetz wuerde im Grunde genommen niemand schaden da die Profite sowieso nur den Reichen zukommen und der Viehsektor verschwindend wenig Arbeitsplaetze schafft (mit Ausnahme fuer die Bonzen die sich dann in kuenstlich gegruendete Verwaltungsposten setzen). Ich kenn mennonitische Viehzuechter die haben 1000 Hektar und keinen einzigen Angestellten sondern sogar 60 Jaehrige schwingen sich in den Sattel und machen die Arbeit. So machens die Mehrheit.
    Also die Mennoniten und Viehbarone spekulieren mit diesem darauf dass es „Nachverhandlungen“ geben wird betreffs der 25% Naturschutzklausel im Sinne dass diese progressiv verringert wird. DESWEGEN wollen die kein 0% Rodungsgesetz um eben „nachzuverhandeln“. Mir scheint dass man nach dem Satellitenbild schon bei 75% der erlaubten Rodungen angelangt ist (wovon von den 100% dann 25% Naturschutz stehen bleiben muss). Also wenn da nicht eine Mutwilligkeit dahintersteckt diese restlichen 25% so langsam zu verringern dann koennen sie ja getrost das 0% Rodungsgesetz machen da man ja mit der bestehenden Gesetzgebung sowieso schon am maximalen Rodungslimit ist.
    Aber da auch die Abwaldung eine riesige Geldwaescheindustrie ist mit dem der Viehzuechter sein illegales Geld sauber macht, so wuerde das 0% Rodungsgesetz die kriminellen Organisationen empfindlich stoeren. Der Drogenbaron und korrupte Politiker kauft sich Land dass er dann vom Mennoniten roden laesst. Ein anderen Mennonit bearbeitet mit seinen Maschinen als Dienstleister das Land und verwandelt den Waldboden in Weide. Noch eine anderen Mennonit richtet den Viehbetrieb ein und verwaltet ihn. All diesen gibt der Drogenboss oder korrupte Politiker sein dreckiges Geld dass der Mennonit dann in Form von Dienstleistungsbezahlung in die Kooperative oder BANCOP bringt. Da ist das Geld dann gewaschen und fortan sauber. Auch wenn erst die ersten Kaelber kommen ist das illegale Geld gewaschen. In der Kooperative wird ab eine gewisse Summe obligatorisch gefragt „von wo das Geld kommt“. Ich sagte dann einmal „es isch vom Himmel g’fallen“. Ich wurde verdutzt angeglotzt und nervoes fragte der Kassierer dann „is es jetzt von der Viehzucht oder von der Landwirtschaft?!“. So quasi such dir eins aus. Ich waehlte mir dann „die Viehzucht“. Und so laeuft das. Das ist alles an Kontrolle. Nach dieser Fragerei wird das Geld dann als „sauber“ registriert als Herkunft von der Viehzucht. Das wars dann.
    Und so ueberwachen eben die Produzenten die Einhaltung der Umweltgesetze und Gesetze gegen Geldwaesche. Der Fuchs bewacht da den Huehnerstall. >>dass “der Chaco unser Zuhause ist“, und sagen, dass genau diese Produzenten die Einhaltung der Umweltgesetze überwachen.<<

    1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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      Das Obige bezogen u.a. auch auf dieses https://wochenblatt.cc/kooperativen-im-chaco-verteidigen-aenderung-bei-der-landnutzung/.
      Es ist doch ein Zeichen der Komplizenschaft wenn die Mennoniten so sehr die Rodungen verteidigen. Wenn man so sehr „gesetzestreu“ ist wieso dann die illegalen Rodungen verteidigen indem man die lateinischen Viehzuechter in schutz nimmt?
      Lukas 6 V 43 ff 43
      >Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt. 44 Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben. 45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund.<
      Mit anderen Worten: wenn im Satellit in den Mennonitenkolonien nur schwarze Flecke zu sehen sind (also 0% Baeume) dann beweisen die Fruechte doch dass man kein Interesse am Baumbestand hat. Man behauptet also dass man vom Dornbusch dann Weintrauben pfluecken kann. Wovon eben das Herz voll ist (schwarzes Herz wie die schwarzen baumlosen Flecken in den Mennonitenkolonien) das redet der Mund des Oberschulzen dann auch (komplett alles roden).
      Auch wenn man die korrupten Viehzuechter (Auslaender, Mennoniten oder lateiner) in Schutz nimmt so beweist das wiederum das der Mennonit selber korrupt ist oder wenigstens ein Komplize ist. Das was im Herzen ist das redet der Mund.
      Psalm 5,10 Denn in ihrem Mund ist nichts Zuverlässiges; ihr Inneres ist [voll] Bosheit, ihr Rachen ein offenes Grab, mit ihren Zungen heucheln sie.

      Psalm 8,3 Aus dem Mund von Kindern und Säuglingen hast du ein Lob bereitet um deiner Bedränger willen, um den Feind und den Rachgierigen zum Schweigen zu bringen.

      Psalm 10,7 Sein Mund ist voll Fluchen, Trug und Bedrückung; unter seiner Zunge verbirgt sich Leid und Unheil.

      Psalm 17,3 Du hast mein Herz geprüft, mich in der Nacht durchforscht; du hast mich geläutert, und du hast nichts gefunden, worin ich mich vergangen hätte mit meinen Gedanken oder mit meinem Mund.

      Psalm 17,10 Ihr fettes [Herz] verschließen sie; mit ihrem Mund reden sie übermütig.

      Psalm 18,9 Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem Mund; Feuersglut sprühte daraus hervor.

  2. Wäre schön, wenn sie mal auf den Estancias der ganz grossen Fische Razzien machen, also Cartes, Diaz Veron oder dieser Itaipu-Direktor. Sicher haben noch weitere Politiker unter Namen von Socios oder Verwandter viele Ländereien im Chaco um an der Rinderzucht eine goldene Nase zu verdienen.

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