Chaco: Juristische Sicherheit im Departement Boquerón in Gefahr

Filadelfia: Die Anwälte Enrique und Jorge Kronawetter, rechtliche Vertreter eines Viehzuchtbetriebes, zeigten beim Präsident des Obersten Gerichtshofes einen Gerichtsaktuar an, der Daten auf Dokumenten fälschte.

Bei Minister Alberto Martínez Simón ging die Anzeige gegen den Gerichtsaktuar Carlos Domínguez ein, der im Berufungsgericht von Boquerón, tätig ist. Dieses hat ein Dokument vordatiert, um damit ein Einspruch noch vor Ablauf einer Frist eingeht.

Da es hier um einen Streit geht, wo 12.000 ha auf dem Spiel sind und die Frist zur Einreichung eines Einspruchs um 09:00 Uhr ablief, doch vom Aktuar die Eingabe auf 08:40 vordatiert wurde, obwohl das Schreiben erst um 11:00 Uhr am vergangenen 3. Juni einging ist ein schwerwiegender Verstoß, in dem der Angestellte der Justiz selbst zum Richter aufschwingt. Mit dieser Handlung wird juristische Unsicherheit im Departement Boquerón generiert. Nun liegt es an Alberto Martínez Simón ihn entweder zu suspendieren oder ein internes Verfahren gegen ihn einzuleiten.

Der Fall wird zudem von der Staatsanwaltschaft untersucht. Eine Durchsuchung der Räumlichkeiten des Berufungsgerichts im Chaco fand schon in den letzten Tagen des vergangenen Monats statt.

Wochenblatt / Hoy / La Nación

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4 Kommentare zu “Chaco: Juristische Sicherheit im Departement Boquerón in Gefahr

  1. Amos Reichsfreiherr Ochs von Oxenleben

    In der Justiz hab ich selber gesehen wie der Papierwisch zustandekommt. Der Richter schreibt nie das Urteil sondern dass machen die AZUBIS die an der Schreibmaschine bzw PC’s aus der Aera der 1980ger mit Windows 3.1 sitzen. Die Aufsicht ueber die AZUBIS fuehrt normalerweise eine uebergewichtige Matrone die der eigentliche Boss im Stall ist. Der Richter handelt nur die Urteile mit den Anwaelten im Hinterstuebchen aus und teilt der Matrone mit was im Dokument stehen soll. Sehen sie also im Justizpalast eine Person vor dem PC sitzen, dann ist das die Person die dein Urteil schreibt. Klar, in Faellen wo viel Geld im Spiel ist so legt sich auch mal der Richter selber ins Zeug und ueberwacht mit Argusaugen was ihm da gerade praesentiert wird. Ansonsten wird er ja nie selber Tippen oder den Wisch Papier aufsetzen. Je nachdem es dem Richter gefaellt wie der AZUBI das Dokument dann aufsetzt je nachdem steigt der AZUBI im System auf und landet dann irgendwann auf dem Richterposten. Um die Details kuemmert sich kein Richter jemals ausser “er bekommt einen Anruf” oder monetaere Interessen sind gross.
    Dem bekannten Strafjustizler Casanhas Levy schoss man mal als Warnung durch den Autospiegel als er als Richter fungierte. Kurz darauf schmiss er das Handtuch da die Gefahr zu gross war und arbeitete weiter im sicheren Metier als Anwalt – zumindest bekam ich das mal so mit.
    Ehrliche Richter und Justiziare wuerden schon in der ersten Wochen eine Kugel durch den Spiegel bekommen und in der zweiten Woche die Radieschen von unten betrachten.
    Es scheint als ob im Hoheitsgebiet der fernheimer Mennoniten die Korruption praechtiger bluehen kann als anderswo.
    Die AZUBIS bekommen kein Gehalt im Justizsystem in Paraguay – da kann man sich denken dass sie dann irgenwie “privat” bezahlt werden, oder?
    Eine Kopiererei muesste man nahe beim Justizpalast aufmachen denn der Papierwisch wird noch immer in alter Form mit dem Kopierer vervielfaeltigt. Koennte sein dass man es heute schon mal schnell mit dem Handy fotographiert und dann Zuhause ausdruckt, aber ich bin nicht auf dem Laufenden mit der “evolution” dort. Sicherlich laeuft noch allen per Kopiermaschine und schlecht leserlichen Kopien. Dabei waere es heute genuegend, das ganze nur per digitalen Dokumenten und Kopien per Foto zu machen um so unmengen an Tonnen Papier zu sparen. Das ganze zu digitalisieren waere ein wahrer segen. Dann muss noch die Universale JustizApp (UJA) her und all diese AZUBIS, Mundschenke und Sekretaere koennte man sich sparen. Diese Matronen haben sich natuerlich durchs “Beine breitmachen” in die Position geschlafen. Deswegen sieht man meist dass Richterinnen relativ huebsch sind – haessliche Entlein haben da keine Chance oder bleiben als gewoehnliche Tippse, dann aber schon mit Gehalt, auf der Strecke liegen.

    1. Amos Reichsfreiherr Ochs von Oxenleben

      Unwichtige Faelle bekommt der Richter nie zu gesicht. Die regelt “die Matrone” vollkommen autark mit den AZUBIS, wo dann wiederum die AZUBIS das Urteil “im rechtlichen Rahmen” schreiben muessen – es muss schon so halbwegs im Rahmen des Gesetzes sein. “Is was” so bekommt die Matrone krach mit dem Richter und diese gibt den Aerger dann weiter an die AZUBIS. Bei mittelwichtigen Faellen wird der Richter informiert und auf dem Laufenden gehalten, bei unwichtigen wird ihm ein Brevee am Urteilstag des Falles von der Matrone muendlich vorgetragen und er unterschreibt das Urteil indem er es hastig in einer Minute ueberfliegt ob auch alles so ist wie die Matrone sagte. Neiderei und Betruegerei sowiel staendiger Zoff sind da an der Tagesordnung und niemand kann wirklich dem Naechsten trauen daher ueberfliegt der Richter jeder Urteil sicherheitshalber um nicht von der Matrone reingelegt zu werden. Es gibt da viele Leute die ja scharf auf seinen Posten sind.
      Die meisten Leute werfen jeden Tag eine handvoll “Nervosan” Tabletten ein um den Tag ueberstehen zu koennen – psycho und Nervenprobleme unter den Justiziaren ist nichts neues.

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