Chaco – mit festem Ablaufdatum

Filadelfia: Sollte die Abholzungsrate im Chaco nicht noch weiter zulegen, gibt es schon ein genau errechnetes Jahr, in dem kein einziger Baum mehr westlich des Rio Paraguay steht.

Laut der Nichtregierungsorganisation Guyra Paraguay werden jährlich 250.000 Hektar Waldgebiete in Paraguay gerodet. Aufgrund der Größe des paraguayischen Chacos und der Fläche die jährlich weichen muss, ist davon auszugehen, dass in spätestens 98 Jahren, also 2115, alles Baum-frei ist.

Die Basis für die Auswertung sind Satellitenbilder, unabhängig davon ob eine Abholzung legal oder illegal ist, fließt sie mit in ihre Bestandsaufnahme ein. Die Nachbarländer Argentinien und Bolivien arbeiten beim Thema Abholzung etwa 50% langsamer, weswegen rund 200 Jahre vergehen müssen, bis auch der letzte Baum des Gran Chaco gehen muss. Wiederaufforstung ist leider in der Zone des Landes nicht sehr beliebt. Demnach kann auch die jährliche Abholzungsrate nicht kompensiert werden.

Da der Viehzuchtsektor weiter wächst und diverses Saatgut schon bald adaptiert sein soll für trockene Gegenden, wie den Chaco, ist eher mit einer schnelleren Abholzung oder Umwandlung in Weide oder Agrarflächen zu rechnen als mit einer langsameren.

Die Einhaltung bestehender Gesetze könnte ein Gegengewicht sein.

Wochenblatt / Guyra Paraguay

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7 Kommentare zu “Chaco – mit festem Ablaufdatum

  1. Bitte das wochenblatt sollte sich informieren und nicht son quatsch schreiben das nicht zutrifft ,die Rodeerlaubnisse sind reglamentiert. mann kann nicht x beliebieck fiel busch roden ,da sind genaue vorschriften. Leider ist die linke Presse nur darauf aus, negative propaganda zu verbreiten…schade wochenblatt.

    1. das hat nix mit linker Presse zu tun, diese Wörter werden sehr oft fälschlicherweise von Rechten verwendet. Nun zu dem Bericht, siehe Brasilien, da kommt ein rechter korrupter Präsident an die Macht, und schon wird ein geschützes Urwaldgebiet für Rohstoffabau freigegeben.
      Nix was jetzt geschützt ist, ist für alle Ewigkeit geschützt, auch nicht in PY, und gerade hier nicht.

  2. Die Menschheit muss dringend etwas ändern!!!Rodungen der letzten grösseren Wälder,verseuchungen der Flüsse,Bächer und Grundwasser,Gifte wo man nur hinschaut,Fische und Wale voll Plastikmüll,falsche Nutzung der Wasservorkommen(Dessertgreening),unaufhaltsame Ausrottung der Tier und Pflanzenwelt,sogar die Nationalparks werden durch sinnlose Politik und Landwirtschaft zerstört!Wieso das ganze?Um 7,8 Milliarden Vollidioten in die Abhängigkeit einer handvoll Menschen zu führen!
    Vor dem ersten Weltkrieg war die Welt noch schön und im Gleichgewicht!Wir haben fast alles innerhalb 100Jahren zerstört! „Bringt mehr Geld!“,antwortete mir der Mennonit und kratzt sich am Kopf!
    „Du Vogel!!Für was soll dein Kind einmal leben??Für Geld?Einem Stück Papier?Dem neusten Handy?Der Frau mit dem meisten Plastikbehang?Um alle Jahre wieder in Cancun zwischen den Massen am Strand zu liegen?“ Ja ,so wirds kommen!Die aller meisten Menschen haben just dieses Niveau!Die anderen bleiben auf der Strecke!Bezahlen darf man dann ,nur um ein paar Hektar intakten Wald ,mit Führer, zu besichtigen!Schwimmen im Fluss verboten,Feuer machen verboten,Campen verboten,Musik machen oder hören verboten..Mensch sein verboten!
    Ich bin weder grün,noch links,ich gehöre KEINER politischen Gesinnung an.Dies ist absolut klarer Menschenverstand.Ich habe in vielen Ländern gelebt und einige besucht und ÜBERALL desolate Umweltzustände!

  3. 25%des Grundstücks muss Naturwald bleiben und die 100-200m breite Streifen Wald um die Parzellen machen die Ganz nicht fett!
    Soja-und Reisfarmen können innerhalb der Parzellen alles platt machen!Wie viel sie sprühen,was und die Auswirkungen kontrolliert keiner!

  4. Als das Holz vor 500 Jahren in Deutschland knapp wurde begann man aufzuforsten. Heute findest Du bestimmt keinen Urwald mehr dort, aber die Forsten produzieren mehr Holz als gebraucht wird.
    In Argentinien und Uruguay wurde massiv aufgeforstet und dies wird auch in Paraguay geschehen.
    Selbst die Viehwirtschaft braucht Waldinseln für das Vieh im Winter und große Äcker Baumketten um Winde zu brechen. „ Alle sind klug, die einen vorher und die anderen nachher „.
    Wer eine Prognose für die nächsten 100 Jahre aufstellt denkt linear, dass alles so weiter geht wie in der Vergangenheit. Diese „Experten“ können alles behaupten, da sie dann so wie so nicht mehr leben.

    1. Es gibt noch Urwald in Europa. Den Rothwald (gehörte einem Rothschild, deswegen heißt er so) in Österreich zum Beispiel. Der Punkt ist, die denken und arbeiten für Generationen und das nicht nur, weil sie schon vor 100 Jahren wussten, was in 100 geschieht, weil sie es mitbestimmen.

  5. In 98 Jahren wird kein einziger Baum mehr stehen bleiben? Dann werden die meisten ja beruhigt sein – nach mir die Sintflut.

    Aber wahrscheinlich wird man erst in 97 Jahren merken, dass die Sache dramatisch ist und dann ein Industrieland bitten, doch mal eine Spende zu leisten um Keimlinge zu kaufen.
    Fraglich nur, wer dann noch Industrieland sein wird – die Muslimische Republik Almanistan (ehemals Bundesrepublik Deutschland) sicherlich nicht.

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