Chaco: Traurige Realität und der Tod einer Dreijährigen

Filadelfia: Die letzten Regenfälle verschlimmerten nur die Situation. Ein Großteil des Departements Presidente Hayes und Teile von Boquerón stehen unter Wasser. Menschen sterben, weil die Wege nicht befahrbar sind.

Auch wenn man bis jetzt davon ausgehen konnte, dass man mit einem Traktor immer und überall durchkommt geht die Lage an die Belastungsgrenze vieler. Die Rinder haben überflutete Weiden und Menschen müssen sterben, weil Hilfe nicht ankommt oder Krankenhäuser in unüberwindbare Ferne rücken.

Fabiana Meza Franco musste diese Situation mit dem Leben bezahlen. Die dreijährige Indigene aus dem Distrikt Teniente Irala Fernández starb, weil kein Helikopter zur Verfügung stand um sie in ein Krankenhaus zu transportieren. Ihr leiden begann mit einem einfachen Durchfall, der nicht kontrolliert werden konnte.

Die Eltern Lucía Franco und Marcelino Meza merken erst jetzt, dass sie der Regierung vollkommen egal sind, dass Rinder eine bessere Behandlung bekommen als sie oder sich einfach selbst überlassen werden. Im zentralen Chaco, wo die Überschwemmungen vorherrschen, müsste wenigstens temporär eine Einsatzstation mit Hubschrauber eingerichtete werden.

Sie haben weder Lebensmittel, noch Strom noch Zugang zu sauberem Wasser und keinen stört es.

Wochenblatt / Radio Pa’i Puku

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5 Kommentare zu “Chaco: Traurige Realität und der Tod einer Dreijährigen

  1. Dieses Photo vom Traktor ist ein Beweis der Bestechlichkeit der Presse. Wie man sagt gehoert dieser Traktor einem reichen und verstohlenen mennonitischen Viehzuechter aus der Kolonie Neuland oder eventuell Menno, der ehemals beste „Kontakte“ (Kontakte ist in Paraguay immer die Umschreibung fuer „Korruption, Einflussnahme und Seilschaften“, welche hier als Tugenden gelten) zum verstorbenen Medienmogul Aldo Zucolillo von ABC Color hatte bzw hat.
    In der Tat stellt die Ruta Transchaco und alle aufgeschuettete Kolonieswege Daemme dar die das Wasser anstauen bis Hoefe, Haeuser und Bauernhoefe unter Wasser laufen. Man hat schlicht vergessen Bruecken zu legen, da diese Holzkoepfe diese nicht fuer noetig empfanden da man ja im trockenen Sommer die Wege aufschuettete. Mehr als einmal hab ich schon von verantwortlichen Mennoniten gehoert „dass es ja schliesslich nur ein paar man Hochwasser gaebe – da lohne es sich nicht auch nur eine Bruecke zu legen“. Und dieses aus dem Munde von Kooperativsarbeitern und Verantwortungstraegern. Je mehr man die Wege jetzt aufschuetten wird, umso mehr werden ganze Ortschaften eingedaemmt vom Wasser wo dieses dann Monatelang stehen bleiben wird und ganze Landteile unter Wasser stehen werden – wie in Holland, nur eben die Hollaender haben allewege Pumpstationen installiert, was diese lokalen Neunmalkluge nicht fuer noetig finden. Die lokalen Verantwortlichen (vor allem Mennonitenkooperativen) fuer diese Versumpfung wollen nur abwarten bis das Wasser verdunstet und ihre eigenen Zugangswege zu ihren Viehbetrieben weiter aufschuetten – naechstes Jahr auf ein Neues!
    Diese Ueberschwemmungen sind so zerstoererisch weil eben niemand es fuer noetig befunden hat wenigstens jeden 3. Kilometer jeden Weges eine Bruecke zu legen. Zudem haben viele Viehzuechter innerhalb ihrer weiten Laendereien Daemme aufgeschuettet um das Wasser abzuhalten – welche jetzt als Wasserstaudaemme wirken.

  2. fakt ist es wird wieder nichts passieren dort im Chaco …. wie die Eltern richtig sagen, sie sind ihnen egal dort im Senat/Regierung/etc. … selbst die Mennos machen keinen Hehl daraus und wollen wenn dann nur Ihr Land was Ihnen zugewiesen worden ist von den Indigenen weil ist ja billig, weiter zurückgedrängt und mehr Anbaufläche. Problem ist nur das dies in vielen Teilen von Paraguay leider so ist, die Indigenen werden selbst von den Paraguayern nur als Abschaum angesehen, obwohl Sie von dessen Rasse abstammen.

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