Colorado Partei rüstet zum Gegenschlag auf

Asunción: Die Direktoren der Colorado Partei lassen sich vieles gefallen jedoch ging der Aufruf des Bischofs Medina, die „Opposition“ zu vereinen, etwas zu weit. Jetzt wird ein parteiinterner Rat zusammengestellt, der Strategien erarbeiten soll, um diese Einheitsbewegung mit Kontraattacken zu stoppen.

„Wir sind betrübt darüber, dass hier versucht wird ein Projekt des Hasses zu erarbeiten. Wir bleiben dabei, dass wir die Paraguayer es leid sind, dividiert zu sein“, sagte Parteipräsidentin Lilian Samaniego zu Radio 1020 AM.

Sie lehnt diese Art von Anschuldigungen ab und rät denen mit dem Allianzplan weitere Aggression zu vermeiden.

Mitte dieser Woche unterzeichnete Bischof Medina und ein Dutzend sozialer Führer ein Schreiben, worin sie um Einigkeit der Parteien baten, die die ANR nicht zurück an die Macht kommen lassen wollen. Sie verbinden die Partei mit einer dunklen Zeit und der Duldung und Huldigung der Diktatur.

Die Petition war Startschuss für eine Debatte der Gruppen die im April um Wählerstimmen kämpfen. Entweder geht jeder seinen Weg oder es wird im letzten Moment einen Kurswechsel hin zur PLRA geben. Noch sind 12 Wochen Zeit.

(Wochenblatt / Hoy)

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12 Kommentare zu “Colorado Partei rüstet zum Gegenschlag auf

  1. Die Kirche hat schon lange ihre Glaubwürdigkeit wegen Lugo verloren, da sie über das Leben von Lugo bestens informiert war und nichts gesagt oder getan hat. Als sie ihn los waren, werden sie ein Stossgebet zum Himmel geschickt haben.

    Allerdings brauchen sich die Mitglieder der Coloradopartei nicht als Moralapostel aufspielen, da sie selber vor der eigenen Haustüre genügend zu kehren haben. Gleiches gilt für die Liberale Partei.

    Jedenfalls wird die kommende Periode eine entscheidende sein. Eine Regierung, die nach dem alten Muster des Absahnens regiert, stellt sich selber ins Abseits. Das Volk ist heute weitaus kritischer und die Zeit der Caciques geht dem Ende entgegen.

    Sollten die Signale nicht erkannt werden und nicht eine entsprechende Reaktion darauf folgen, also etwas mehr soziale Politik ohne gleich einen Linkskurs zu fahren, wird es für Paraguay eines Tages ein Böses erwachen geben.

  2. Ich denke nicht, dass sich in der folgenden Legislaturperiode etwas ändern wird. Das Volk ist einerseits noch seit der Stroessner-Diktarur gelähmt, ist nicht gewöhnt, sich gegen irgendetwas aufzulehnen. Man nimmt alles hin und nennt es dann tranquilo. Wenn es nach Außen Proteste gab in der letzten Zeit, dann waren diese fast immer „fremdfinanziert“. Andererseits sich gegen etwas auflehnen, heißt auch immer für etwas zu sein. Für welche Parteiengruppierung kann man denn hier sein? Alle wollen doch nur abzocken, das Volk wird mit vollmundigen Sprüchen hingehalten, wie gerade im Radio:
    „Keine Armut in Paraguay“

  3. Was sollen die dummen Kommentare gegen Strösssner er ist ein Held gewesen im Chaco Krieg und er war ein Guter Präsident der Paraguay Sicherheit und Stabilität gegeben hat.Die kirche sollte ihr Schandmaul nicht so weit aufreizen und an die Millionen Indios denken die sie abgeschlachtet hat und an die Kinderschänderei Vergewaltigung noch Heute. Das wurde in Europa aufgedeckt möchte nicht wissen was in Lateinamerika wo die kirche eine Macht hat, (wie kein Diktartor und sie auch mißbraucht) , an kinder Vergewaltigungen statt findet.Gott braucht keine Kirche des Unrechtes das muss in den Köpfen der Latinos fruchten,dann ist es vorbei mit der Allmacht der Kirche und ihren Intriegen.

    1. Richtig, er war ein Guter Präsident, hat den Leuten Arbeit gegeben, Straßen gebaut – klingt ja so wie bei dem Herrn mit dem häßlichen kleinen Schnauzer unter der Nase. Das war auch ein gaaanz guter Mensch. Dass der Gute Präsident mal so nebenbei einige Tausende Paraguayer hat verschwinden lassen – Kolateralschäden?
      Frage mal ältere Paraguayer, wie das war vor 89! Die können dir erzählen, dass alles schön ruhig war – Friedhofsruhe, weil sich keiner getraut hat, aufzumucken. Sich abends zu fünft zu treffen galt als Versammlung und konnte angezeigt werden usw. usw…. – ja, er war schon ein besonderer Held mit seinem Geheimdienst!

      1. Habe viele Leute gefragt und es war besser sagen alle.Kommunisten und Sozialisten die auch noch eine Paramilitärische Armee unterstützten (14 de Mayo das sind die Unterstützer)Paramilitärische Manöver im Ausland abhielten mit den Ziel wie Castro das Land von innen zu infiltrieren haben ihn zu harten Maßnahmen gezwungen. Dieses war Angesichts der Greueltaten Stalins, Mao,Pol Pot usw notwendig,diese Herren haben das 30 fache an Menschenleben auf den Gewissen wie der Mann mit den Schnäuzer.Selbst Heute noch leiden die Menschen in China unter den Kommunisten noch schlimmer in Nord Korea da verhungern die Menschen .Das alles ist nie gewesen bei Strössner er liebe seine Landsleute aber über einen Toten kann man ja viel dummes Zeug sagen.

        1. McCarthy läßt grüßen. Da ist aber jemand dem Kommunistenwahn verfallen. Übrigens hat sich McCarthy aus dem Fenster gestürzt mit den Worten: Die Kommunisten kommen….
          Nichts für ungut – aber das ist doch ein bisschen sehr dick aufgetragen.
          Übrigens Asgard: Asgard vom Wikingerort Asgard oder von der rechten deutschen Söldnertruppe Asgard oder einfach die Biersorte?

          1. Heiko auch zu dir nichts für ungut, werde mich mit Sicherheit nicht aus den Fenster stürzen ich stehe zu dem was ich sage und ich sehe es nun mal so weil es den Tatsachen entspricht.bis zum heutigen Tag konnte mir keiner wiederlegen das ich mit den Greuel der Kommunisten falsch liege.
            Über Asgard wovon oder warum mach dir keinen Kopf vielleicht nur ein Name?
            Trotzdem darf ich dir sagen das es mich freut auch deine Meinung zu lesen allemale besser als zu schweigen.

    2. an anderer Stelle hatte ich Ihnen schon einmal empfohlen sich über die katholische Kirche sachlicher zu äußern. Ich empfinde es als Katholik als eine Beleidigung, wenn sie so abstruses Zeug von sich geben. Treten Sie doch mal einen Beweis für den Unsinn, den sie ständig verbreiten an, dann sehen wir weiter. Solche Äußerungen können Sie sich auch nur gegen die katholiche Kirche in einem katholischen Land leisten, weil wir keine Fanatiker sind und anders denkenden, auch wenn sie noch so einen himmelschreienden Unsinn verbreiten, nicht ans Leder gehen. Immerhin hat Christus geraten man solle auch seine Feinde lieben. Sollten sie derartige Äußerungen einmal in einem islamischen Land gegen den Islam oder einen seiner Vertreter riskieren, dann werden Sie sehr schnell erfahren wie unangenehm es sein kann auf bestialische Weise ums Leben zu kommen.
      Heiko möchte ich empfehlen sich einmal mit der Geschichte Deutschlands der letzten 100 Jahre zu befassen. Am besten nicht durch die Brille der Siegermächte des 2. Weltkrieges sondern aus unabhängigen Quellen. Dann ändert sich auch das Bild über Persönlichkeiten der deutschen Reichsregierungen. Man darf nämlich nicht alles glauben, was die alliierte Propaganda sagt. In keiner Regierungsform und unter keinem Politiker gibt es nur Gutes. Das wäre das Paradies auf Erden. Aber es gibt auch nicht nur Negatives. Die alliierte Siegerpropaganda braucht den Deutschen im Büßerhemd. Das haben wir, bei genauerer Betrachtung, aber gar nicht nötig.

      1. Ich habe ja auch nicht behauptet, dass es in anderen Regierungs- und Gesellschaftsformen nur Gutes gab.
        Habe lediglich versucht, den Glorienschein vom Herrn Stroessner, den er gerade von Asgard bekommen hat, etwas geradezurücken.

        Ich kenne übrigens auch viele alte Leute in Deutschland und Österreich, die immer noch dem Herrn mit dem kleinen Schnauzer nachtrauern. Der hatte nämlich so schöne Autobahnen gebaut und vielen Arbeit gegeben.
        Aber ich denke, man sollte das Gesamte sehen und sich nicht einige positive oder negative Punkte heraussuchen. Alles andere ist Geschichtskitterei.

    3. zumindest bei seiner „feuertaufe“ in der schlacht von
      boqueron im september 1932 war alfredo stroessner gar
      kein grosser held.der „artillero corazon de acero“ liess
      seinen granatwerfer im stich und fluechtete rueckwaerts.
      laut zeitzeugen in verschiedenen artikeln ueber den
      chaco-krieg und die schlacht von boqueron.

  4. Es stimmt weder das Eine noch das Andere. Ich bin Anfang 80 nach Paraguay gekommen. Man war damals sicher, es gab keine Kriminalität und wenn man sich nicht in die Politik eingemischt hat konnte man in Ruhe und Frieden leben und seinen Geschäften nachgehen.

    Die Restaurants und Lokale waren unter der Woche immer gut besucht, was auf einen gewissen Wohlstand in der Bevölkerung hinwies. Es gab noch keine Churrasquerias sondern Parrilladas und auch Restaurants wo Folklore geboten wurde wie zum Beispiel im Jardin de la cerveza sowie andere Lokale.

    Das Land war ein anderes als heute und das gerade eben hat uns Deutsche so gefallen. Man könnte noch vieles schreiben, aber das ginge zu weit. Ich jedenfalls erinnere mich gerne an diese Anfangszeiten zurück, wo es noch kein Internet, kein Fax, sondern nur ein schlecht funktionierendes Telefonnetz gab. Die Post war ein Ort wo jeder hinging, da man noch geschrieben hat.

    Ja so war es damals auch unter Stroessner und nicht alles war schlecht. Aber das darf man normalerweise gar nicht sagen. Auch ich kenne viele Paraguayer, auch ältere und viele erinnern sich im positiven Sinn an den Diktator. Auch das sollte einmal gesagt sein.

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