Conmebol verliert diplomatische Immunität

Diplomatische Immunität, die der südamerikanische Fußballverband in Paraguay genoss, dürfte ein weltweit einzigartig Privileg und Grund für die Errichtung der prachtvollen Zentrale des „gemeinnützigen Werkes“ in Luque gewesen sein.

Der Senat hat am Donnerstag einstimmig das Gesetz 1070 aus dem Jahr 1997 unter der Präsidentschaft von Juan Carlos Wasmosy aufgehoben, der aktuelle Präsident muss dies noch ratifizieren. Cartes hat von „einem schlechten Geschmack“ im Hinblick auf die Immunität der Conmebol gesprochen, somit ist ein Veto von seiner Seite nicht zu erwarten.

In der Debatte im Senat betonte Juan Carlos Galaverna, er habe bereits bei der Verabschiedung der Regelung 1997 seine Kollegen vergeblich auf die Durchdringung der FIFA durch die Mafia hingewiesen, worauf ihm der damalige Vizepräsident des argentinischen Fußballverbandes eine Mitteilung schickte, in der es hieß, dass ein so schönes Land wie Paraguay keinen Senator wie Galaverna verdiene.

Mehrfach wies der Außenminister, Eladio Loizaga, darauf hin, lediglich diplomatische Vertretungen von Staaten oder internationale Organisationen wie die „Gemeinschaft interamerikanischer Staaten“ oder die „Vereinten Nationen“ könnten vor dem Zugriff der Exekutive geschützt werden.

Kurioserweise trat die FIFA auch als Sponsor von Interpol auf. Über 10 Jahre verpflichtete sich der Fußballverband 20 Millionen US-Dollar an die internationale Organisation zur Verbrechensbekämpfung zahlen. Interpol kündigte am Freitag die „Zusammenarbeit“ einseitig. Das Bild zeigt einen Fahndungsaufruf von Interpol mit dem früheren Präsidenten der Conmebol Nicolás Leoz in der Mitte oben.

Auch der Vatikan erhielt Spendengelder der Conmebol und gab bekannt, so lange keine Gelder mehr annehmen zu wollen, bis die Vorwürfe gegen den südamerikanischen Fußballverband aus der Welt geräumt sind.

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