Covid-19: Arm gegen Reich

Areguá: Was am Samstag bei Cartes-Bendlin Hochzeit noch gut und recht war, wurde am gestrigen Sonntag mit Verhaftung belohnt. Privilegien in Zeiten des Covid-19 gibt es zur Genüge.

Ungeachtet ob nun 50 oder 150 Besucher bei der Hochzeit des Jahres am Ufer des Ypacaraí Sees zugegen waren, galt weiterhin das Verbot von Ansammlungen. Ein eigens eingeführtes Gesundheitsprotokoll ändert an der gesetzlichen Verordnung auch nichts, denn weiterhin gilt gleiches Recht für alle.

Als jedoch gestern ein Unbekannter ein Volleyball Turnier zur Anzeige brachte, wo die Polizei 50 anwesende Personen verhaften konnte, war das Versammlungsverbot in Zeiten der Pandemie ein Anlass für eine Verhaftung. Nur wenige Kilometer entfernt, auf der anderen Seite des Sees, galt das gleiche Recht und keiner wurde auch nur darauf angesprochen. Sicherlich waren an dem Tag mehr als 50 Bodyguards alleine auf dem Event.

Nach solchen Einsätzen soll man wahrscheinlich klatschen und der Polizei applaudieren, weil sie etwas zum Schutz der Bevölkerung tut. Danke für die Lehrstunde. Wir alle haben es verstanden. Es gibt ein Gesetz für Arme und keines für Reiche.

Wochenblatt / Ministerio Publico

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6 Kommentare zu “Covid-19: Arm gegen Reich

  1. Man sollte den befragen, der die polizei rief. Nämlich wieso er bei cartes nicht anruft. Solange es solche covidioten gibt und solche typen gibt es in allen bereichen, hat es nicht viel sinn. Die voraussetzung sind einigkeit und unabhängigkeit. Leute, die stetig wegen geld und einkommen laufen müssen, werden dann auch solche aktionen liefern.

  2. Den Reichen ist es in jedem Land egal was andere über sie denken. Sie brauchen in ihren Handlungen keine Rücksicht zu nehmen. In Deutschland steht Spahn gegenüber seinem paraguayischen Amtskollegen in nichts nach. Millionenvilla in Coronazeiten gekauft, Masken zu sehr überhöhten Preisen eingekauft etc. Wo ist das Geld geblieben? Wenn man sucht, findet man, dass alles was hier in Paraguay gemacht wird in viel größerem Stil in Deutschland und anderen Ländern abläuft. Die verschwundenen 1.6 Milliarden Dollar in Paraguay sind da nur Peanuts. Überall werden die Coronazahlen nach oben getrieben um eine zweite Welle zu provozieren und einen neuen Lockdown, der dann absolut tödlich für die Wirtschaft ist.
    Wann wird der ganze Wahnsinn endlich beendet?
    https://www.journalistenwatch.com/2020/08/15/das-spahn-ferkel/
    Das Spahn-Ferkel der Corona-Politik: Steuergeldverbrennung, Maskenwahn, Millionenvilla https://www.welt.de/politik/article213137526/Corona-Klagewelle-wegen-Maskeneinkauf-koennte-400-Millionen-Euro-kosten.html
    https://www.journalistenwatch.com/2020/08/13/steigende-fallzahlen-nein/

  3. Welcher Vollidiot vom Ministerio Publico hat diesen Bericht eigentlich veröffentlicht? Kurz nach der „Hochzeit des Jahres“. Natürlich kommt da ein Shitstorm dabei raus – aber gut, der Chef da wird sowieso nicht drauf eingehen. Jegliche Kritik prallt ab. Hauptsache man hat Erfolgsmeldungen, egal wie absurd diese sind.

  4. Bitte mal ganz genau lesen, besser 2X:
    In GrippeWeb, dem Web-Portal, das in Deutschland die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen beobachtet und dazu Informationen aus der Bevölkerung selbst verwendet, ist die Rate akuter
    Atemwegserkrankungen (ARE-Rate) in der 32. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen.
    Ende März 2020 startete eine mikrobiologische Überwachung im Rahmen von GrippeWeb („GrippeWeb-Plus 2020“), bei der eine zufällig ausgewählte Stichprobe von regelmäßig meldenden GrippeWebTeilnehmern und -Teilnehmerinnen (ca. 200) vom RKI Abstrichmaterialien erhalten hat. Bei Auftreten einer akuten Atemwegserkrankung, sollen jeweils eine Probe aus der vorderen Nase und dem Gaumen entnommen werden. Zu Beginn sollte jeder Teilnehmende unabhängig von Symptomen Proben einschicken. Alle Proben werden am RKI auf 21 verschiedene Atemwegserreger, darunter
    Influenzaviren und SARS-CoV-2, untersucht. Bisher sind 251 Probenpaare am RKI eingegangen.
    (Datenstand: 11.8.2020). In keiner Probe wurden bisher Influenzaviren oder SARS-CoV-2 nachgewiesen. Zwischen der 12. und 32. K 2020 gab es 72 Teilnehmende, die zum Zeitpunkt der
    Probenentnahme respiratorische Symptome hatten, davon wurden bei 15 (21 %) Atemwegserreger detektiert. In der Mehrzahl (60 %) wurden Rhino-/ Enteroviren nachgewiesen, diese jedoch ausschließlich zwischen der 26. und 32. KW 2020. Weitere Informationen sind abrufbar unter https://grippeweb.rki.de.

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