Covid-19 besiegt, aber Haus verpfändet

Capiibary: Einem Mann, der als Rettungswagenfahrer arbeitet, gelang es, nachdem er einen Monat im Krankenhaus interniert war, Covid-19 zu besiegen. Seine Familie musste jedoch Medikamente für die lange Behandlung bezahlen, für die sie sogar sein Haus verpfändeten.

Luis Galeano, 65, Rettungswagenfahrer im Capiibary-Hospital, verbrachte 32 Tage im Krankenhaus, nachdem bei ihm Covid-19 diagnostiziert worden war. Während dieser Zeit gab seine Familie 102 Millionen Guaranies für Medikamente aus.

Der Mann lag 16 Tage auf der Intensivstation, fünf davon in einem privaten Sanatorium, da in öffentlichen Krankenhäusern kein Bett vorhanden war.

Um die hohen Kosten für den Kauf der Medikamente zu decken, die er brauchte und die er in einem öffentlichen Krankenhaus nicht hatte, musste die Familie sein Haus verpfänden.

Jetzt, zurück in der Obhut seiner Familie, mit Nachwirkungen, aber erholt, ist sein Hauptanliegen, wie man das Geld zusammenbringt, um sein Haus zurückzubekommen. Personen, die Galeano helfen möchten, können unter der Nummer (0971) 375-091 mehr Informationen erhalten.

Seit letzter Woche haben Familienangehörige mehrere Beschwerden eingereicht, in denen die hohen Kosten angegeben sind, die sie tragen müssen, um das Leben ihrer Patienten auf der Intensivstation zu retten, da es an sehr teuren Medikamenten mangelt.

Diese Situation löste auch große öffentliche Empörung über die kontroverse Reaktion von Präsident Mario Abdo Benítez aus, nachdem ein Mann mit Covid-19 um Medikamente für seinen Bruder gebeten hatte.

In der Zwischenzeit räumte der Gesundheitsminister Julio Mazzoleni ein, dass auf der Intensivstation für Patienten mit Covid-19 ein Mangel an Medikamenten bestünde.

Er wies darauf hin, dass das Problem der mangelnden Versorgung darauf zurückzuführen sei, da internationale Unternehmen die Nachfrage nicht befriedigen können und diese Situation auf regionaler Ebene auftrete.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Covid-19 besiegt, aber Haus verpfändet

  1. Weiß jemand, was das für hochwirksame teure Medikamente sein sollen und wofür die gut sein sollen? Früher gab es das anscheinend nicht, denn sonst hätte man schon vorher was von Seiten der Angehörigen der offiziell 2904 Toten hören müssen, die fast alle diese auch bekommen haben sollten und entsprechende Beträge jetzt abzahlen müssten sowie Gesundete von der Intensivstation. Die meisten Patienten sollten eher arm sein und dementsprechend diese Beträge niemals hätten aufbringen können.
    Liest sich fast so, als wenn das eine neue Abzockmasche wäre. Heißt das wirklich wie man die letzten Absätzen des Artikels interpretieren könnte, dass aufgrund des Mangels jetzt einfach die Preise astronomisch gestiegen sind und nur dann die Medikamente rausgerückt werden, wenn man gut bezahlen kann?
    Ist er zuerst nach 16 Tagen auf Normalstation für 5 Tage ins Privatkrankenhaus gekommen und nachdem Intensivbetten im öffentlichen Sektor frei wurden dort hin und nur für die 11 Tage im staatlichen Krankenhaus muss er Medikamente bezahlen? Hat er schon vorher Medikamente wie Antibiotika oder Fieber senkende Mittel bekommen und haben ihn diese erst auf die Intensivstation gebracht? Wär ja auch nicht verwunderlich. 16 Tage Normalstation und dann 16 Tage Intensivstation, da können die Medikamente nicht geholfen haben. Der Artikel lässt wie viele andere im WB eine Reihe von Fragen unbeantwortet.
    Jedenfalls bekommt hier die Regierung nichts zustande und die Impfung für Freiwillige wohl auch nicht.

  2. Covid 19 ist ein bißchen wie Russisch Roulet spielen. Das Virus ist in der Breite nicht gefährlicher wie jeder andere Grippeerkrankung auch, doch wenn es trifft, den trifft es meistens hart. Vier bis sechs Wochen Krankenhausaufenthalt sind dann wohl eher die Regel, dazu sehr hohe Behandlungskosten (bis heute nicht ganz klar, ob die nun vom Staat übernommen werden, vor allem bei Ausländern) zuzüglich hohe Kosten für teure Medizin zwischen 120 bis 150 Mio. Gs (ursprüngliich erklärte die Regierung alle Kosten zu übernehmen) zuzüglich evtl. anschließender wochenlanger Rehabilitationskosten (gibt es diese überhaupt in PY?). Eine paraguayische Durchschnittsfamilie ist folglich anschließend pleite. Viele hier lebende ausländische Kleinrentner ebenso.

  3. Mit den 1,6 Milliarden Dollar, die die hiesigen Politverbrecher aufgenommen haben, könnten sie alles bezahlen, was nötig ist.
    Da sie das Geld aber für ihre Amigos und natürlich sich selber brauchten, darf sich der Normalo im Falle einer Erkrankung ruinieren oder sterben.
    Was für gewissenlose Kreaturen!

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