Covid-19 ist für ihn unbekannt: Er lebt seit 50 Jahren in einer Höhle

Pedro Juan Caballero: Viele Menschen mögen keine Einsamkeit. Für andere kann es eine angenehme Zuflucht sein, besonders in Zeiten von Covid-19. Carlos (70) lebt seit 50 Jahren in einer Höhle.

Der Mann drehte der Welt den Rücken zu, als er gerade erwachsen war. Mit 18 ging er in den Wald und fand eine Höhle, in der er sich niederließ. Da ist es 50 Jahre her.

„Er ist seit 50 Jahren in seiner Höhle. Es ist wirklich überraschend “, sagte David González, Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Höhle liegt, in der Carlos lebt.

Sie befindet sich in der als Fortuna Guazú bekannten Gegend, etwa 15 Kilometer vom Zentrum von Pedro Juan Caballero, Departement Amambay, entfernt.

Carlos war Vater, als er fast 18 Jahre alt war. Er liebte eine Frau. Aber plötzlich änderte sich alles und er suchte die Einsamkeit. Der Biss einer Viper forderte das Leben seiner Tochter. Bald darauf verließ ihn seine Frau. Aus diesen Gründen beschloss er, als Einsiedler allein zu leben. „Er weiß nicht, was außerhalb seiner Welt passiert. Er weiß nichts von Covid-19, von dem, was in der Welt passiert, von den Todesfällen und der Unsicherheit, die außerhalb seiner Höhle besteht. Ich weiß nicht, ob das nun gut oder schlecht ist“, sagte González.

„Wir haben immer versucht, ihm zu helfen, aber er wollte nicht. Er will leider nichts von Hilfe wissen. Auf dem Land haben wir viele solche Einsiedler. Ihnen wird geholfen und sie nehmen die Unterstützung an. Carlos nicht, und wir wissen nicht warum. Das einzige, was ich Ihnen sagen kann, ist, dass Gott sich um ihn kümmert, ich kann keine andere Erklärung finden“, fügte er hinzu.

Sein Tag beginnt sehr früh, wenn ihn die Geräusche einiger Vögel und Käfer wecken, nachdem er auf einem Bett geschlafen hat, das aus Schichten gebrauchter Kleidung und Matratzen besteht, die durch Plastik geschützt sind.

Oder wenn er sein Feuer in der Höhle mit trockenem Holz anzündet. „Er ist da, immer am selben Ort. Ich möchte, dass ein Psychologe oder jemand mir erklärt, wie eine Person das so lange ertragen kann“, sagte González und versuchte, eine Antwort auf die Entscheidung zu finden, die Carlos getroffen hatte.

Carlos Paredes López ist der vollständige Name des Einsiedlers von Pedro Juan Caballero. González weiß das, weil es in der Höhle eine alte Geburtsurkunde gibt. „In seiner Cedula haben wir gesehen, dass er am 4. November 1950 geboren wurde. Er ist 70 Jahre alt”, sagte er.

„Seine Geschichte ist beeindruckend. Die Natur ist alles was du hast. Es ist sehr bewegend. Was uns überrascht ist, dass er keine Hilfe annehmen will. Vielleicht erfüllt es einen Zweck“, berichtet González abschließend.

Wochenblatt / Cronica

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4 Kommentare zu “Covid-19 ist für ihn unbekannt: Er lebt seit 50 Jahren in einer Höhle

  1. Ich glaub ich werd seine Nachmieterin, wenn ihn mal das zeitliche segnet. Lasst den Mann doch in Ruhe wenn er in Ruhe gelassen werden will. Ich kann ihn absolut irgendwo verstehen, dass er einen solchen Schritt ging. Damals vielleicht weniger als heute, nur ja, seht euch um..so wie sich die Situation gerade für viele Menschen zuspitzt wäre man ruhiger,friedlicher,gesünder und fröhlicher wenn man im Wald nach sich selber kukt anstatt dem Krebsgeschwür der modernen Zivilisation hörig ist.

  2. Eine hoehle kann durchaus komfortabel sein, insbesondere sind die Temperaturen darin relativ gleichbleibend. Die Beschreibung seiner Schlafstaette hört sich allerdings nicht besonders schoen an und das Foto laest auch nicht auf Lebensqualität schliessen.

  3. Jeder wie er es möchte. Er scheint mit seinem früheren Leben nicht fertig geworden zu sein. Der Tod eines Kindes kann einen Menschen völlig aus der Bahn werfen. Er lebt so wie er möchte und das sollte man respektieren.

  4. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Die Haare sind mit nem Haarschneider der Zivilisation geschnitten. So kurz das Haar zu schneiden bekommt kein Mitglied der sogenannten “Hochkultur der Germanen” hin mit Steinzeitwerkzeugen.
    Zudem ist die glasierte Tasse wieder der vermaledeiten Zivilisation entsprungen.
    Ganz so abhold war er der Zivilisation nun doch nicht.
    Auch von solcher Bekleidung konnte die “Hochkultur der Indianer” vor dem aufkreuzen der Weissen Christen nur traeumen.
    So siehts aus wenn er tatsaechlich naturnah lebt.
    Matthäus 3,4 “Er aber, Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden, und seine Speise waren Heuschrecken und wilder Honig.”
    Markus 1,6 “Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und trug einen ledernen Gürtel um seine Lenden, und er aß Heuschrecken und wilden Honig.”
    Johannes der Taeufer lebte wirklich als Eremit und “Rufer in der Wueste”.
    Sollte dieser Hasenfuss anfangen Heuschrecken zu essen und sich mit den Honigbienen tagtaeglich einen Kampf liefern, so waere es ihm ganz schnell zu bunt geworden und er haette schon lange die Fuesse in die Hand genommen und waere zurueckgekommen in den genuesslichen Schoss von Mutter Zivilisation.
    Das Leben das er fuehrt haette bei den praekolombianischen Indianern in Paraguay als “koeniglicher Lebensstil” gegolten. Selbst die Indianer des Chaco lebten noch 1950 weit erbaermlicher als dieser und haetten seine Behausung und Leben als “fuerstliche Hofhaltung” angesehen.
    Was isst er denn? Sicherlich schleicht er sich klammheimlich in die Zivilisation und kommt Essenbeladen von da zurueck.
    Schauen sie sich seinen Mund an. Die Zaehne fehlen saemtlich. Genau das war auch bei den Indianern immer der Fall – die Zaehne waren schnell weg und so mancher starb an Zahnentzuendung die dann das Herz angriff.
    Das verpoente Plastik der Zivilisation hat ihm sicherlich so manches mal eine Lungenentzuendung erspart.
    Wichtig ist: von den Zivilisation will er medienwirksam nichts wissen geniesst deren Vorteile aber klammheimlich aeusserst sehr.
    Die Zivilisation hielt ihm bisher am Leben und nicht die Natur. Waere er von der Natur abhaengig und haette keine Zivilisation als Notfallplan, so waere er schon laengst rangekratzt.
    Der Typ ist der ideale Aufpasser fuer die Marihuanaplantagen ringsum da er im Marihuanagebiet lebt. Die Droge sieht dieser Naturfreak wohl als “Naturheilmittel” an und sieht nicht ein warum Drogen was schlechtes sind.
    Garantiert bringen ihm die Drogendealer Essen fuers Bewachen ihrer Plantagen. Manche duerften ihn auch fuer einen Schaman halten.

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