Covid-19: Von Beschlagnahmungen und Richtungswechsel

Asunción: Nachdem man in Paraguay offen eingesteht ohne die in Brasilien konfiszieren Beatmungsgeräte dem Covid-19 ausgeliefert zu sein, denkt man auch in Deutschland über erste Öffnungen nach.

Die von Paraguay bezahlten und bestellten Beatmungsgeräte, die letztes Wochenende geliefert werden sollten, wurden in Brasilien beschlagnahmt. Trotz Protestbriefe einiger Senatoren kam es zu keinem Umdenken. Mittlerweile erhielt das Gesundheitsministerium das dafür überwiesene Geld wieder zurück. Jetzt möchte man mit Bolivien und Uruguay zusammen sie Menge beim Einkauf erhöhen um ernster genommen zu werden.

Wie von Hamburger Rechtsmediziner Dr. Klaus Püschel angemerkt, sollte die Zeit der Virologen vorbei sein und man sollte die Intensivmediziner fragen, wo deren Kapazitätsgrenzen liegen und wann diese erreicht werden. Laut Püschel hätten die von ihm untersuchten Todesopfer so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie „auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären.“ „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“ um Deutschland wieder langsam aufzumachen. Deutschland müsse lernen mit dem Virus zu leben, und zwar ohne Quarantäne.

Der deutsche Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort sagte: „Keine der Zahlen, die wir kennen, rechtfertigt die Angst, die in Deutschland vor dem Virus geschürt wird“. Er habe den Eindruck, dass die Angst sich allmählich verselbstständige, dass gute Nachrichten im Zusammenhang mit dem Virus gar nicht mehr wahrgenommen würden.

Parallel dazu denkt man trotz geschlossener Schulen darüber nach wenigstens Ladenlokale bis 800 Quadratmeter zu öffnen, stets unter Berücksichtigung von Hygiene und Abstand, denn so schwer es schien einen Lockdown anzuordnen, mag man meinen, dass eine Öffnung viel schwerer sei.

Wochenblatt / Mopo

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3 Kommentare zu “Covid-19: Von Beschlagnahmungen und Richtungswechsel

  1. Wann lernen es die Verantwortlichen, das man statt alles lahm zu legen lieber anfangen sollte benötigte Produkte im eigenen Land herzustellen? Volkswagen Brasil baut inzwischen dank Präsident Bolsonario mit voller Belegschaft Beatmungsgeraete. General Motors macht das gleiche auf Weisung von Praesident Trump. Nur die Paraguayer produzieren noch nicht einmal Atemschutzmasken dank ihrer Politiker.

  2. Pfaffo Ritter von Rantzsau

    Normale Ventilatoren fuer die Intensivstation kosten zwischen 25.000$ und 50.000$ pro Geraet. Je nach Ausstattung und Schutzfunktionen fuer die Lunge.
    https://hcpresources.medtronic.com/blog/high-acuity-ventilator-cost-guide
    Ein ECMO Geraet, welche die Lunge ganz umgeht und diese ganz ersetzt, kostet nach infos rund 100.000€. Ich denk das ECMO Geraet muss ab und an beim Patienten gewechselt werden, so dass es 2 Geraete pro Patient braucht.
    Nach diesem Artikel scheint mir als ob es in Paraguay vielleicht etwa ein Dutzend Beatmungsgeraete gibt und schaetzungsweise keines oder nur ein paar der ECMO Geraete.
    Bei Lungenentzuendung muss der Patient wenigstens ein Beatmungsgeraet fuer 1 Woche bis 1 Monat zur verfuegung haben und wenn die Krankheit nicht abflaut dann an ein ECMO Geraet gehaengt werden.
    Ich frage mich wieviele Beatmungsgeraete ueberhaupt im Land bzw im Chaco sind. “Raeumlichkeiten zur Verfuegung stellen“ halten ja die Menno iten zumeist fuer den Gipfel des Service wo man meint einen grossen Gefallen getan zu haben. Mit ueberteuerten Dienstleistungen und ueberbezahlten Aerzten wird man diesesmal nicht alle Leute gesundbekommen. Vielleicht hilft ja noch einen Sportverein zusaetzlich zu gruenden dessen Raeumlichkeiten man dann wieder grosszuegig zur Verfuegung stellt. Dad ist so wie das Fahrgestell des Traktors ohne Motor: das Fahrgestell sind die Raemlichkeiten, der Chauffeur der Arzt und der Motor sind die Beatmungsgeraete bzw ECMO Geraete. Ohne diese Geraete kann das Spital auch genausogut dichtgemacht werden betreffs der Corona Krankheit.
    Das meiste Geld im Gesundheitssektor (oeffentlich wie privat, auch Mennonitenspitaeler) ging in horrende Gehaelter rein (die Aerzte unter den Mennoniten verdienen mehr als der Landespraesident) und in grossartige Gebaeude, anstatt in notwendige medizinische Anschaffungen.
    Es ist ja allgemein bekann dass der Mennonit nur Arzt wird wegen des Geldes und Sozialstatus (na gut, nicht alle aber die meisten Trauben an der Rebe, die dann die anderen “anfaulen“), so dass ich befuerchte die Aerzte stellen ihre Taetigkeit ein wenn sie ein paar Millioenchen weniger verdienen – und kommen wieder zur Arbeit wenns der Wirtschaft wieder gut geht. Wir werden ja sehen ob sie noch an Aeskulapius glauben oder nur am Mammon.

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