Curuguaty: Rechtsanwalt spricht von Gestapo

Der Fall von Curuguaty kommt nicht zur Ruhe und findet immer noch einen weiteren Nährboden für Kritiker des Gerichtsprozesses. Der Rechtsanwalt Pablo Aguayo ist Verteidiger von Rubén Villalba. Er war einer der Hauptangeklagten.

Aguayo kritisierte das Vorgehen der Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen aus dem Fall von 2012, bei dem 17 Personen getötet wurden und Fernando Lugo als damaliger Präsident abdanken musste. 11 Personen waren angeklagt. Sie erhielten Gefängnisstrafen zwischen vier und 30 Jahren.

Nun verglich der Anwalt Aguayo (Beitragsbild) die Staatsanwaltschaft mit der damaligen Gestapo. „Wir glauben nicht den inquisitorischen Beweisen der Staatsanwaltschaft. Ihre Büros sind wie die der damaligen Gestapo“, sagte der Rechtsanwalt. Er fügte hinzu, dass das rote Hemd, welches bei dem Massaker von Curuguaty auf den Bildern zu sehen sei nicht Ruben Villalba gehöre. Auch weitere Personen bezweifeln die Rechtmäßigkeit des Urteils. Martina Paredes, die Schwester der Getöteten Fermin und Luis Paredes, sagte, auch sie glaube den Behauptungen der Staatsanwalt nicht und forderte eine neue ernsthafte Untersuchung.

Das Massaker von Curuguaty war die Basis für die damalige Opposition und jetzige Regierungspartei ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Fernando Lugo einzuleiten, dem auch entsprochen wurde. Die Folgen daraus waren gravierend. Paraguay wurde zeitweise aus dem Mercosur ausgeschlossen und von der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) schwer getadelt.

Quelle: Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Curuguaty: Rechtsanwalt spricht von Gestapo

  1. Das dass Verfahren faul ist steht außer Frage.Dazu gibt es zu viele offene Fragen.Das Rache Justiz mehr nicht.
    Normal müsstem alle Frei sein!
    Das mit der Gestapo zu vergleichen ist etwas Mutig, bei der Gestapo wäre das Verfahren schon lange erledigt auch ohne Gerichtsurteil.Auf der Flucht erschossen usw. Das waren keine Menschen!

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