„Da bevorzugen wir lieber Krankenhausessen“

Asunción: Die First Lady der Nation, Silvana Abdo, war wie auch ihr Ehemann, Präsident Mario Abdo Benítez, gestern das Ziel aller Arten von Kritik in den sozialen Netzwerken, da sie Solidaritätsessen anboten, was wohl nicht genießbar war.

Nach dem Kritik aufkam, dass das Büro der First Lady eine Art Nullverwaltung während der Solidaritätswelle betreibt, entschloss man sich Essen für Familienangehörige von Covid-19 Patienten in den Krankenhäusern anzubieten. „Wir bereiten ein Solidaritätsessen in einer Kaserne vor, was wir in die Krankenhäuser bringen werden“, schrieb die Frau des Präsidenten auf Twitter.

Die Welle der Kritik ließ jedoch nicht lange auf sich warten, nachdem Fotos von einigen der in verschiedenen Krankenhäusern zu liefernden Lebensmittelgerichte durchgesickert waren.

Die Speisekarte, die aus einem Reiseintopf mit Kartoffeln und Zwiebeln bestand, wurde sogar von einigen Ärzten gerügt, die in den Krankenhäusern Wache hatten, da sie ein schlechtes Aussehen zeigten, Zwiebeln nicht richtig geschnitten und sogar die Schalen derselben in den Behältern zu finden waren.

Nach Angaben der First Lady wurden mehr als 2.300 Menschen mit den Mahlzeiten versorgt, die an die Krankenhäuser in Mariano Roque Alonso, Itauguá, Clinicas, Limpio, San Pablo, Luque, Lambaré, Ñemby und Calle’i geliefert wurden.

„Mit Einheit, Solidarität und gegenseitiger Fürsorge werden wir die Schwierigkeiten überwinden, die uns die Pandemie bringt. Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützen, Familienmitglieder und Gesundheitspersonal beim Solidaritätsessen zu begleiten“, fügte Silvana Abdo hinzu.

„Wir bevorzugen lieber Krankenhausessen, als dass was uns zur Verfügung gestellt wurde“, sagte ein Frau, die einen solchen Teller bekam.

Wochenblatt / Última Hora

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7 Kommentare zu “„Da bevorzugen wir lieber Krankenhausessen“

  1. Das ging ja offensichtlich voll daneben, zumal auch das obligatorische Fleisch im Eintopf fehlte. Aber ganz ernsthaft: Es ist schon mehr als erbärmlich, wenn die First Lady an das notleidende Volk „Brotkrümel“ verteilt, während überall im Lande Medikamente für die an Covid Erkrankten fehlen. Sicherlich kann die First Lady nichts dazu, wenn sich ihr Ehemann als unfähig erweist – sie muß es nur ausbaden, weil er zu feige ist unter das Volk zu gehen. Wo bleibt denn die viel gerühmte paraguayische Solidarität? Die Armen geben von dem wenigen das sie besitzen an die Corona-Erkrankten und ihre vor den Krankenhäusern biwakierenden Angehörigen. Doch was geben die vielen Reichen und Superreichen des Landes von ihren ohnehin viel zu hohen Einnahmen und Korruptionserschlichenem ab? Wie wäre es, wenn sich alle Gutverdienenden Staatsbediensteten ab einem Monatseinkommen von 10 Mio. GS bereit erklärten 20 % ihrer Einkommen zwecks Medikamentenbeschaffung abzugeben? Wenn Leute wie Cartes & Co, die im Übermaß an Vermögen verfügen davon den Erkrankten und ihren Angehörigen geben – da könnten locker hunderte von Millionen USD zusammen kommen und diese Superreichen würden das nicht einmal groß spüren. Viele von ihnen habe sich ihr Vermögen vermutlich ohnehin erschlichen und ergaunert auf dem Rücken der Bevölkerung. In Zeiten wie diesen beweist sich, wie verantwortlich und sozial die hiesigen Politiker und sonstigen Bosse der Wirtschaft und Finanzwelt denken und handeln. Es wäre gut, wenn diese Schicht schnell handelt, bevor das Volk unter Anleitung und Aufhetzung durch linke Kräfte selbst das Heft des Handelns in die Hand nimmt. Aber wie gesagt, logisches Denken ist hier Fehlanzeige.

  2. Das ist ja mehr als erbärmlich.
    Noch billiger geht es ja kaum.
    Was soll das für ein „Essen“ sein?
    Daß die sich nicht schämt, für diese Fraß auch noch Werbung zu machen und Dank zu erwarten.
    Da ist ja noch nicht mal eine Soße dran, geschweige denn auch nur ein Fitzelchen Fleisch.
    Unglaublich, was sich diese „First Lady“ erlaubt.
    Allerdings war sie schon die Erste, die in die USA flog, um dort Bankkonten einzurichten, auf die dann der Anteil ihres Mannes an den verschwundenen 1,6 Milliarden Dollar einbezahlt wurden.
    Inzwischen ist die Familie ja diesem Geld hinterhergeflogen.
    Da bleibt wohl nichts übrig um den Armen ein anständiges Essen aufzutischen.
    @Eulenspiegel
    das werden Sie nicht erleben, daß einer von denen was von seinem Vermögen abgibt.
    Und wenn, dann nur zum Schein.
    Die investieren nicht einen müden Guarani, der ihnen nicht viele weitere einbringt.

  3. Das sieht wirklich ekelhaft aus. Die Zutaten sind bestimmt auch schon Wegwerfware gewesen. Das würde nicht mal ein ausgehungerter Straßenhund fressen.
    Noch ekelhafter ist, wie Frau Abdo mit dieser Aktion wieder ihre angebliche Solidarität heuchelt.

  4. Nach der inoffiziellen Überweisung von 2.300 x 65.000 PYG hat es die gute Frau wohl 65.000 PYG (ca. 10 USD) gekostet. Pro Menü. Aus dem eigenen Sack bezahlt natürlich.
    Nun sind es natürlich nicht nur die Ausländer, die genau das bekommen, für das sie das Doppelte bis Fünffache hätten bezahlen müssen, hätten sie das bekommen wollen, von denen sie sprachen. Nun, die gute Frau ist im Gegensatz zu den Ausländern ja eingeborene. Da weiß sie sehr wohl, wie das hierzulande läuft.
    Abgemacht war, dass sie 65.000 PYG für ein Menü ausgibt, gedanklich ein Lomito an Heniez-Sauce mit Salat als Vorspeise und ein Zuckerrohrschnaps als Dessert. Das Gegenüber hat natürlich bis hinter die Ohren auf dem Diente de Pal(u)o gegrinst und gleich an Reis mit Zwiebeln gedacht.
    Hierzulande lügt man nicht. Derjenige der die Gerichte hat zubereiten und verteilen lassen, hat Wort gehalten.
    Schließlich musste er und 2.000 Angestellte im mucho Calor pro Menü fünf Personen viel Reis kochen (einer hat zugeschaut wie der Reis kocht und fünf haben zugeschaut) und dann mussten die Menüs distributiert werden. Da können auch kleine, private Umwege stattfinden, was auch Sprit kostet.
    Und der Rest, nun ja, etwas verdienen wollen ja auch alle. Nach dem Ökonomischen Prinzip: Mit möglichst wenig Aufwand – am liebsten gar nichts tun – ein möglichst hoher Gewinn zu erzielen – muss für Streichhölzl, Shwuddi 120 dB und 12-er Pack BilligPolarBier reichen.
    Also kann man der guten Frau wirklich keine bösen Absichten unterstellen. Schließlich hat sie aus Steuergeldern ihr Möglichstes getan, um sich auf ihrem Facebock-Profil ein neues Bildchen zu installieren.
    Wenn sie gelinkt wurde, kann sie die involvierten Suppenköche und geschäftstüchtigen Hausfrauen, die die Mahlzeiten zubereitet und verteilt haben, bei hiesig Kindergartenpolizeijustiz einklagen.
    Als erstes der Gang zur Kindergartenpolizei, wo sie ein bedrucktes Kindergartenpolizeirapportwcpapier erhält. Mit diesem kann sie zur hiesig Kindergartenfiscalia, wo wie ein bedrucktes Kindergartenfiscaliarapportwcpapier womit sie zum hiesig Ministerium für Automobil & Motores geschickt wird. Dort wird man ihr mitteilen, dass sie sich ja einen oder besser mehrere Anwälte nehmen soll und diejeinigen, wovon sie sich betrogen fühlt, beim Gericht in Luque einklagen kann, wenn sie Freude daran hat.
    Aber… Ist doch für alle eine Win-Win-Situation, wie das auch in Ländern wie dem Gongo, Sambi und Paraguay abläuft.
    Sie hat ihr Facebock-Bildchen, die anderen haben mit möglichst wenig Aufwand – am liebsten gar nichts tun – ein möglichst hohen Gewinn erzielt und einige sind trotzdem froh, einen warme Mahlzeit zu bekommen.

  5. Wenn man sich ansieht was da auf dem Teller liegt (falls das Bild dazu original ist), dann kostet das bischen noch keine 1000 Gs. an Zutaten. Wenn man sich die Twitterbilder anguckt mit dem großen Topf eher noch viel weniger.
    Offenbar gibt es noch nicht einmal Mandioka. Einfach nur erbärmlich.

  6. Bestimmt stand auf Fist-Lady`s irgendeine Art von Schuhsohle, die aber unter göttlichen Umständen unterwegs verloren ging.
    Nein. Wir alle wissen, dass besagte Schuhsohlen nie gekauft wurde. 64000 der 65000 GS/pP wurden brüderlich aufgeteilt und sind nicht weg. Neuer Eigner der 64000 GS/pP ist jetzt Personal, Tigo, Tigo Money, oder irgendein Puff.

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